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Deutsche Ko-Produktion «The Cave» gefeiert

Dokumentarfilme haben in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt. Jetzt ist eine deutsche Produktion für einen Oscar nominiert.



Feras Fayyad
Regisseur Feras Fayyad beim Empfang für die Oscar-nominierten Dokumentarfilme in der Filmakademie in Los Angeles.   Foto: Barbara Munker/dpa

Kurz vor der Oscar-Verleihung ist der syrische Regisseur Feras Fayyad mit seiner deutschen Ko-Produktion «The Cave» in Hollywood gefeiert worden.

Der Dokumentarfilm begleitet ein Team von Ärztinnen in Syrien, die in einem unterirdischen Krankenhaus unermüdlich Kriegsopfer behandeln und gegen systemischen Sexismus ankämpfen. «The Cave» ist eine von fünf Oscar-nominierten Dokus. Die Teams stellten in der Nacht zum Mittwoch bei der Filmakademie ihre Werke vor.

«Ich lebe in Dänemark und Deutschland im Exil und habe dort Unterstützung für meinen Film bekommen, um die harte Realität in meiner Heimat zu zeigen», sagte Fayyad am Rande des Empfangs der Deutschen Presse-Agentur. «Wir müssen hinsehen, was sich dort abspielt, denn diese Ärztinnen riskieren ihr Leben.»

Fayyad hatte erst nach wochenlangen Bemühungen ein Visum für die Einreise in die USA bekommen. In letzter Minute wurde auch seiner Protagonistin die Einreise bewilligt. Die junge Kinderärztin Amani Ballour, die das unterirdische Krankenhaus in dem Kriegsgebiet leitete, wurde in der Filmakademie mit lautem Applaus gefeiert. «Ich bin hier in den USA, als Stimme für die Frauen und Kinder in Syrien, die seit neun Jahren leiden», sagte die muslimische Ärztin, die inzwischen aus ihrer Heimat in die Türkei flüchten musste.

Fayyad hatte den Film zwischen 2017 und 2018 in Ost-Ghouta bei Damaskus gedreht, wo Hunderttausende Menschen schweren Bombardierungen ausgesetzt waren. Der Regisseur war schon vor zwei Jahren mit der Doku «Die letzten Männer von Aleppo» über ehrenamtliche Helfer der Hilfsorganisation Weißhelme in Syrien für einen Oscar nominiert gewesen.

Die Oscar-Verleihung sei für ihn eine wichtige Plattform, sagte der Regisseur. In Syrien habe man ihm die Redefreiheit weggenommen, doch hier könne er hoffentlich seine Mission vorantreiben: «Über das Schicksal meiner Heimat aufklären und für Frieden kämpfen.» 

Mitproduziert wurde der Film von der Leipziger Produktionsfirma Ma.ja.de. und dem Südwestrundfunk (SWR). Der Film «führt uns ganz nah an Orte und Menschen heran und macht so Schicksale erlebbar, die für uns sonst hinter Nachrichtenmeldungen verborgen bleiben würden», erklärte SWR-Intendant Kai Gniffke laut einer Mitteilung. «Eine Klinik im Untergrund - The Cave» soll am 1. Juli 2020 in der ARD gesendet werden.

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dpa

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Veröffentlicht am:
05. 02. 2020
09:32 Uhr

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05. 02. 2020
09:32 Uhr



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