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«Game of Thrones» ist Geschichte

Das Fantasy-Epos «Game of Thrones» hat sich endgültig vom Bildschirm verabschiedet. In der finalen Folge «Der Eiserne Thron» zeigen die Macher das Schicksal der Hauptfiguren. Damit geht auch der unglaubliche Aufwand zu Ende, den Schluss der Saga geheimzuhalten.



Richard Madden
Richard Madden spielte in «Game of Thrones» den Robb Stark. Foto: Jordan Strauss/Invision/AP   Foto: dpa

Los Angeles (dpa) - Die preisgekrönte Fantasy-Saga «Game of Thrones» ist nach acht Staffeln und 73 Folgen jetzt Geschichte. Am frühen Montagmorgen strahlte der Pay-TV-Sender Sky das große Finale der letzten Staffel aus. Acht Jahre lang hatte «GoT» Fans auf der ganzen Welt gefesselt.

«Was fange ich jetzt mit meiner Zeit an», fragte eine Twitter-Nutzerin. Ein anderer User schrieb: «Mit vielen gemischten Gefühlen und emotional aufgewühlt heißt es an dieser Stelle: Auf Wiedersehen, Game of Thrones.»

Allein in Amerika erreichte die Serie laut dem US-Sender HBO pro Folge rund 43 Millionen Menschen. Nicht nur für die Produzenten wurde die «GoT» dabei zum Bestseller, der Hype brachte auch «Game of Thrones»-Eis, Cocktails und unzählige andere Produkte auf die Welt, die Fans gerne und teuer kauften. Traurig über das Ende sind jetzt nicht nur viele Anhänger, sondern auch die Protagonisten.

So schrieb Emilia Clarke, die die Drachenkönigin Daenerys Targaryen spielte, auf Instagram: «Diese Frau hat mein ganzes Herz in Anspruch genommen.» Die Serie habe sie als Frau, Schauspielerin und Mensch geprägt. Den Fans schulde sie großen Dank. «Ohne Euch gibt es kein Uns. Und jetzt ist unsere Wacht zu Ende.»

Sophie Turner, die Sansa Stark verkörperte, schrieb, sie sei mit der Serie aufgewachsen, habe sich in sie verliebt und werde nie vergessen, was sie ihr beigebracht habe. Ohne diese Erfahrungen wäre sie nicht der Mensch, der sie heute sei. Sie dankte auch den Fans. Sie werde dies mehr als alles andere vermissen.

In der 75-minütigen Abschlussepisode mit dem Titel «Der Eiserne Thron» zeigen die Serienmacher das Schicksal der noch verbliebenen Hauptcharaktere und beantworten die Frage, wer am Ende die Macht über den fiktiven Kontinent Westeros erhält.

Zu Ende geht auch ein unglaublicher Aufwand seitens der Produzenten, das Ende ihrer Serie geheimzuhalten. Wie die «Washington Post» im April berichtete, gab es deshalb am Filmset keine Papier-Drehbücher mehr. Die Schauspieler konnten sie nur digital abrufen und wenn eine Szene abgedreht war, löschten die Dokumente sich wieder.

Besucher des Sets bekamen zudem Sticker auf ihre Handykameras geklebt, damit sie keine Fotos machen konnten. Statt der echten Namen der Charaktere wurden Code-Namen auf die Zeitpläne der Drehs geschrieben, damit nur Eingeweihte wussten, wer mit wem in welcher Szene auftritt. Doch trotz alldem hatte die letzte Staffel mit «Leaks», durchgestochenen Informationen zur Handlung von angeblichen Insidern, zu kämpfen.

Und als die Folgen dann veröffentlicht waren, mussten diejenigen, die sie noch nicht gesehen hatten, mit einem anderen Phänomen kämpfen. Denn hinter jeder Ecke konnte der nächste «Spoiler» lauern, also eine ungewollte Information darüber, was passiert. Es wurde deshalb nicht nur in den USA zu einer Art Trend, leicht aggressiv von Gesprächspartnern oder in Sozialen Netzwerken zu verlangen, bitte nicht zu «spoilern», um den Spaß nicht zu verderben.

Als das Ende dann näher rückte, wurde es bei «Game of Thrones» auch für die Stars emotional: «Ich habe geweint», sagte Emilia Clarke dem US-Magazin «Entertainment Weekly» über den Moment, als sie das finale Drehbuch gelesen habe. «Ich habe meine Schlüssel und mein Handy genommen, bin raus aus dem Haus und habe mir Blasen gelaufen. Ich bin erst nach fünf Stunden zurückgekommen.»

Auch wenn die finale Staffel von vielen Anhängern kritisiert und eine Online-Petition für neue Drehbücher von Hunderttausenden unterstützt wurde, gab es in sozialen Medien viel Lob für den Abschluss der Saga. «Letztlich war die Folge genau das, was sich alle erhofft hatten. Ein richtig genialer und episch produzierter Abschluss einer fantastischen Serie», twitterte ein Fan. «Trotz der gehetzten Staffel war es doch ein sehr schöner Abschied von geliebten Charakteren voller Emotionen», meinte ein anderer. 

Die Fans können aber nach dem Abschied auf weitere Fantasy-Geschichten hoffen, die an die Kultserie anknüpfen. HBO hat bereits einen Ableger geplant, der Tausende Jahre vor den Ereignissen bei «GoT» spielt. Wann die Serie um Hollywood-Star Naomi Watts (50, «King Kong») zu sehen sein wird, ist aber noch unklar.

Streaming-Gigant Netflix hat sich die Rechte an der Buchreihe «Die Chroniken von Narnia» gesichert, Konkurrent Amazon Prime verspricht Serien zu den Buchreihen «Der Herr der Ringe» und «Das Rad der Zeit». Außerdem könnte es Medienberichten zufolge serielle Neuauflagen von «Avatar» und «Conan der Barbar» geben. Für Fantasy-Nachschub ist also auch nach dem dramatischen «Game of Thrones»-Finale gesorgt.

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dpa

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Veröffentlicht am:
20. 05. 2019
16:28 Uhr

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