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Hochdotierter Musikpreis an Bratschistin Tabea Zimmermann

Mit drei Jahren fing Tabea Zimmermann an, Bratsche zu spielen. Das ist gut 50 Jahre her, und die kleine Musikschülerin von damals hat sich einen großen Namen gemacht. Deshalb erhält sie auch einen renommierten Preis - für ihr Lebenswerk.



Tabea Zimmermann
Die Bratschistin Tabea Zimmermann erhält den Ernst von Siemens Musikpreis.   Foto: Rui Camilo/EvS Musikstiftung/dpa

Die Bratschistin Tabea Zimmermann aus Berlin erhält in diesem Jahr den Ernst von Siemens Musikpreis. Die Auszeichnung ist mit 250.000 Euro dotiert und zählt zu den weltweit wichtigsten Musikpreisen.

Die Preisstifter lobten Zimmermanns tiefes musikalisches Verständnis und ihre bedingungslose Liebe zur Musik. Mit unermüdlichem Enthusiasmus gestalte sie die musikalische Gegenwart auf eindrücklichste Art und Weise.

Die Auszeichnung für ihr Lebenswerk werde der 53-Jährigen am 11. Mai im Münchner Prinzregententheater überreicht, teilte die Ernst von Siemens Musikstiftung mit.

Die Bratschistin tritt häufig mit Kammermusik-Ensembles auf, etwa mit dem Arcanto Quartett. Sie spielte aber auch schon mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra oder der New World Symphony.

Ihr besonderes Interesse gilt der Neuen Musik. In mehr als 50 Uraufführungen war sie zu hören, etwa von György Ligeti, Wolfgang Rihm, Michael Jarrell oder Enno Poppe. Dadurch habe sie es geschafft, die Bratsche ins Bewusstsein der musikalischen Gegenwart zu rücken, so die Musikstiftung. Viele Auftritte hatte Zimmermann auch mit ihrem Ehemann, dem Dirigenten David Shallon, der im Jahr 2000 starb.

Zimmermann wurde im baden-württembergischen Lahr im Schwarzwald geboren. Mit drei Jahren fing sie an, Bratsche zu spielen, zwei Jahre später kam noch Klavier hinzu. Ihre Lehrer erkannten früh ihr großes Talent sowie ihr absolutes Gehör. Später studierte die begabte junge Musikerin an der Musikhochschule in Freiburg und am Mozarteum in Salzburg. Mittlerweile lebt sie in Berlin und gibt ihre Erfahrungen als Musikerin an den Nachwuchs weiter. So ist sie seit 2002 Professorin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin.

Die Ernst von Siemens Musikstiftung verleiht ihren Preis für ein Lebenswerk im Dienste der Musik seit 1973 jedes Jahr. Gewinner waren unter anderem Benjamin Britten, Maurizio Pollini oder Mariss Jansons. Auch der Nachwuchs wird gewürdigt, etwa mit Preisen für junge Komponisten und Ensembles. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung rund 120 Projekte für zeitgenössische Musik weltweit. Insgesamt vergibt sie Preis- und Fördergelder in Höhe von 3,6 Millionen Euro.

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dpa

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Veröffentlicht am:
23. 01. 2020
12:29 Uhr

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23. 01. 2020
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