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Kollegah weist Antisemitismus-Vorwürfe erneut zurück

Hass auf Juden, Schwule und Frauen? Diese Vorwürfe begleiten die Karriere von Skandalrapper Kollegah seit Jahren - und treffen ihn nun wieder vor einem geplanten Konzert in München. Jetzt hat er seinen Fans gesagt, was er davon hält.



Kollegah
Der Rapper Kollegah steht in der Kritik.   Foto: Matthias Balk/dpa

Der umstrittene Rapper Kollegah (35) hat Antisemitismus-Vorwürfe gegen ihn erneut entschieden zurückgewiesen. «Ich hab' mit Antisemitismus nichts zu tun, davon distanziere ich mich», sagte er nach Angaben seines Managements am Donnerstagabend bei einem Auftritt in Leipzig.

«Einer meiner besten Freunde ist Jude.» Der «Vorwurf der Frauenfeindlichkeit, der Homophobie, des Antisemitismus' und haste alles nicht gesehen», der ihn immer wieder treffe, sei falsch, sagte er auf der Bühne, wie aus Videos hervorgeht, die sein Management verschickte.

Zuvor hatte Bayerns Antisemitismus-Beauftragter Ludwig Spaenle (CSU) ein geplantes Konzert von Kollegah in München kritisiert. Aus seiner Sicht hat Kollegah sich nie ausreichend von Antisemitismus-Vorwürfen distanziert. «Der sendet Signale», sagte Spaenle. «Man könnte das geistige Brandstiftung nennen.»

«Manchmal sehen die Leute uns nur von außen und können uns gar nicht so richtig einschätzen und checken eigentlich gar nicht, dass unsere Musikkultur, unser Hip-Hop eigentlich verschiedenste Leute von aller Welt mehr zusammenbringt als teilt», sagte Kollegah unter dem Jubel seiner Leipziger Fans. Seine Musik stehe «dafür, dass man zusammenhält, dass man Leute nach dem Charakter beurteilt, nicht nach der Herkunft, dem Glauben oder sonstigem oder schon gar nicht der Hautfarbe».

Kollegah gilt spätestens als Skandalrapper, seit er mit Farid Bang in dem Song «0815» die Zeile «Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen» aufnahm und einen «Echo» bekam. Es gab einen Eklat, der schließlich das Aus für den Musikpreis bedeutete.

Erst kürzlich sagte die Stadt Rastatt ein für den 9. November - den Jahrestag der Pogrome gegen die Juden in Deutschland im Jahr 1938 - geplantes Konzert des Rappers mit der Begründung ab, seine Texte seien antisemitisch, gewaltverherrlichend und frauenverachtend. Die Frauenzeitschrift «Emma» kürte ihn zum «Sexist Man Alive 2019», dem größten Sexisten des Jahres.

Auch den Vorwurf der Frauenfeindlichkeit wies er auf der Bühne zurück: «Ich hab' selbst 'ne Frau.»

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dpa

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Veröffentlicht am:
15. 11. 2019
10:52 Uhr

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15. 11. 2019
10:52 Uhr



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