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Soul-Groove pur: Fotografien von Bruce Talamon

Es sind Bilder voller Energie und Groove, die der Afroamerikaner Bruce Talamon zwischen 1972 und 1982 einfing. Aretha, Marvin, Diana, Curtis, Stevie - alle großen Stars der schwarzen Musik dieser Jahre tauchen in einem opulenten neuen Bildband auf.



Bruce Talamon
Bruce Talamon hat die Blütezeit von Soul, Funk und Disco-Musik mit seiner Kamera dokumentiert. Foto: Taschen Verlag   Foto: dpa » zu den Bildern

Es sind ikonische Bilder, die dieser großformatige Band enthält: 300 Fotografien aus der Zeit von 1972 bis 1982, allesamt von Bruce Talamon, der als junger Afroamerikaner eine Blütezeit von Soul, Funk und Disco-Musik dokumentierte.

Gleich am Anfang der goldkettenbehängte Isaac Hayes mit seinem Saxofon. James Brown, der «Godfather Of Soul» oder auch «Grandfather Of Funk», am Klavier. Eine züchtig in die Kamera schauende Donna Summer von 1977, deren Stöhn-Welthit «Love To Love You Baby» zwei Jahre zuvor alles andere als züchtig war. Diana Ross als Bühnen-Diva der 70er und 80er Jahre. Und immer wieder Marvin Gaye, der wohl größte Soul-Sänger dieser Ära, als legitimer Nachfolger von Otis Redding und Sam Cooke.

Bruce W. Talamons «Soul. R&B. Funk. Photographs 1972-1982» dokumentiert eine Phase der «Black Music» zwischen «naiven» Hits aus der Motown-Schmiede, dem weichen Gospel-Soul von Al Green und Smokey Robinson, politisch aufgeladenen Alben von Gaye («What's Going On») oder Curtis Mayfield sowie dem Hedonismus von Disco und Philly-Sound eines Barry White.

Die kürzlich gestorbene «Queen Of Soul» Aretha Franklin eröffnet ein eigenes Kapitel mit dem passenden Titel «A Natural Woman» über selbstbewusste Sängerinnen der afroamerikanischen Musik. Und natürlich fehlen auch The Jackson 5 nicht.

Stevie Wonder, das blinde Genie am Piano, ziert zu Recht das Cover des Bildbandes, ihn hat Talamon zwischen 1973 und 1980 immer wieder fotografiert. Ebenso die abgedrehten Funkateers Sly Stone, Bootsy Collins und George Clinton. Das Kapitel «Boogie Wonderland» schließlich gehört - na klar - der wunderbaren Soul-Jazz-Funk-Bigband Earth, Wind & Fire.

Eigentlich hatte Bruce W. Talamon Anwalt werden sollen, aber dann lockte ihn doch die Welt des Entertainments, heißt es vom Taschen-Verlag über den 1949 in Los Angeles geborenen Fotografen. Der Durchbruch gelang ihm mit einer Festanstellung als Fotograf beim renommierten Magazin «Soul» Anfang der 70er, als Soul, Funk und R&B ein breites, auch weißes Publikum eroberten.

Für offizielle Porträts, bei Studio-Sessions, im Tourbus, in der Garderobe, beim Chillen, beim Soundcheck und bei spektakulären Auftritten fotografierte Talamon die Stars der Black-Music-Szene. Seine Aufnahmen sind purer Groove.

Bruce W. Talamon: Soul. R&B. Funk. Photographs 1972-1982. Hg. Reuel Golden, Text von Pearl Cleage. Hardcover, 24,6 x 34,4 cm, 376 Seiten. ISBN 978-3-8365-7240-8

Veröffentlicht am:
06. 11. 2018
10:00 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
06. 11. 2018
10:00 Uhr



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