Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

Brennpunkte

Atomdeal in Gefahr: Iran beschleunigt Urananreicherung

Der Irak kommt nicht zur Ruhe. Die Proteste gegen die Regierung setzten sich auch am Montag fort. Erneut sterben Demonstranten.



Iranische Atomanlage
Zentrifugen in der Atomanlage in Nathans.   Foto: Iranian State Television Irib //epa/dpa » zu den Bildern

Bei Zusammenstößen mit irakischen Sicherheitskräften sind in der Hauptstadt Bagdad mindestens vier Personen getötet und mehr als 50 verletzt worden.

Sicherheitskräfte setzten Tränengas und scharfe Munition ein, als sich Demonstranten Regierungsgebäuden näherten, berichteten Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Demonstranten setzten Reifen in Brand.

Die Sicherheitskräften hätten «die notwendigen Maßnahmen ergriffen», um die Demonstranten auseinanderzutreiben, hieß es in einer Mitteilung von Armeesprecher Abdul-Karim Chalaf. Nähere Details nannte der Sprecher nicht.

Bereits am späten Sonntagabend waren drei Demonstranten in der südlich von Bagdad gelegenen Provinz Kerbela getötet worden. Die Ausschreitungen dort ereigneten sich nach Angaben des Irakischen Hochkommissariats für Menschenrechte, als Demonstranten versuchten, das iranische Konsulat zu stürmen. Zwölf weitere Personen seien dabei verletzt worden, teilte die vom Parlament eingesetzte Menschenrechtskommission am Montag mit.

Das irakische Außenministerium verurteilte den Ansturm auf das Konsulat. «Die Sicherheit (diplomatischer) Vertretungen und Konsulate ist eine rote Linie, die nicht überschritten werden sollte», hieß es in einer Mitteilung. Sicherheitskräfte würden solch einen Ansturm mit allen Mitteln verhindern.

Seit Anfang Oktober gibt es im Irak Massenproteste gegen Korruption und Misswirtschaft. Mehr als 260 Menschen wurden bei den Protesten bereits getötet, mehr als 11.000 verletzt.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch warf den Behörden in der Provinz Anbar vor, die Rechte der Einwohner zu unterdrücken. Dort seien zwei Männer festgenommen worden, weil sie sich in sozialen Medien solidarisch mit den Protesten gezeigt hatten. Als Begründung hätten die Offiziere erklärt, dass die Beiträge auf Facebook zu Protesten anstiften würden. Einer der Betroffenen sei bei seiner Festnahme geschlagen und dann in Handschellen abgeführt worden.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
04. 11. 2019
19:04 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Abdul Karim Ali Akbar Salehi Ali Chamene'i Außenministerien Deutsche Presseagentur Donald Trump Facebook Heiko Maas Human Rights Watch Internationale Atomenergieorganisation Irakisches Außenministerium Konsulate Krawalle Massenproteste Menschenrechtsorganisationen Parlamente und Volksvertretungen Regierungen und Regierungseinrichtungen SPD Sozialer oder politischer Protest Tränengas US-Regierung Urananreicherung
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Konsulat in Chengdu

25.07.2020

Houston: China räumt nach Anordnung Konsulat

Chinesische Diplomaten folgen der Anordnung der US-Regierung und räumen das Konsulat in Houston. Die Regierung in Peking macht nun im Gegenzug eine amerikanische Vertretung dicht. Der Konflikt belastet die Beziehungen zw... » mehr

Protestkundgebung in Hongkong im August 2019

09.06.2020

Festnahmen nach Demonstrationen in Hongkong

Vor einem Jahr flammten die Proteste der prodemokratischen Kräfte in Hongkong neu auf. Die Demonstrationen dauern seither an. Chinas Pläne für ein umstrittenes Sicherheitsgesetz heizen die Atmosphäre auf. » mehr

Jimmy Lai

10.08.2020

Verleger Jimmy Lai in Hongkong festgenommen

Der Medienunternehmer Lai gilt als eingefleischter Anhänger der Demokratiebewegung. Er kritisierte in der Vergangenheit China immer wieder. Die Verhaftungswelle sorgt für Entrüstung bei der Hongkonger Opposition und bei ... » mehr

Geberkonferenz

09.08.2020

Libanon-Geberkonferenz sammelt über 250 Millionen Euro ein

Mit der Katastrophe von Beirut droht der Libanon in seine nächste politische Krise abzurutschen. Bevor die Diskussion über eine Neuwahl ins Rollen kommt, räumen zwei Minister schon ihren Posten. Zugleich sagen internatio... » mehr

Alexej Nawalny

09.09.2020

Fall Nawalny: Moskau kritisiert Berlin

Ungewöhnlich scharf tritt Berlin im Fall Nawalny auf. Doch auch Russland schießt zurück. Für Außenminister Lawrow ist das Verhalten aus Berlin «absolut inakzeptabel». Der deutsche Botschafter wird zum Gespräch gebeten. » mehr

US-Bundespolizisten in Portland

24.07.2020

US-Behörde ermittelt zu Einsatz von Trumps Bundespolizisten

US-Präsident Trump wirft Bürgermeistern der Demokraten vor, die Gewalt in ihren Städten nicht in den Griff zu bekommen. Nach Portland hat Trump bereits Sicherheitskräfte des Bundes geschickt. Weitere Metropolen sollen fo... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Parking Day in Coburg

Parking Day in Coburg | 18.09.2020 Coburg
» 23 Bilder ansehen

Schaeffler Aktionstag in Eltmann Eltmann

Schaeffler Aktionstag in Eltmann | 16.09.2020 Eltmann
» 7 Bilder ansehen

WG: Totschlags-Prozess Coburg

Gerichtsprozess in Coburg | 14.09.2020 Coburg
» 16 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
04. 11. 2019
19:04 Uhr



^