Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

Brennpunkte

Baby aus Hausmüll gerettet - Mutter in Untersuchungshaft

Wie konnte das geschehen? Ein Neugeborenes steckt in einem zugeknoteten Müllsack im Garten hinter dem Haus. Die Mutter soll dafür verantwortlich sein. Die Ermittler suchen Antworten.



Fundort
Der Fundort des neugeborenen Mädchens, das dort in einem zugeknoteten Müllsack abgelegt worden war.   Foto: Markus Klümper

Nachdem die Polizei im Sauerland gerade noch rechtzeitig ein Baby aus einem zugeknoteten Müllsack gerettet hat, sitzt die Mutter in Untersuchungshaft. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Das kleine Mädchen ist inzwischen nicht mehr in akuter Lebensgefahr.

Die Ermittler wollen die 31 Jahre alte Mutter aus der Kleinstadt Kierspe ausführlich befragen, wie sie am Montag ankündigten. Wann genau, teilten sie nicht mit. Eine Mordkommission ermittelt derzeit wegen des Verdachts des versuchten Totschlags. Die Verdächtige soll die Tat mit Ängsten gerechtfertigt haben.

Polizisten hatten am Freitag das noch namenlose Mädchen gefunden, das dessen Mutter kurz nach der Geburt im Garten ihres Wohnhauses abgelegt haben soll. Bei der Suche nach einem Neugeborenen hatten die Beamten einen blauen Müllsack in einem Gebüsch entdeckt, aus dem sie ein Wimmern hörten.

Das Baby war demnach komplett in zwei Handtücher gewickelt. Es habe etwa drei Stunden zusammen mit Hausmüll in dem Müllsack gelegen. Nach Einschätzung der zuständigen Staatsanwaltschaft Hagen sei der Sauerstoff in der Mülltüte «mit Sicherheit bald sehr knapp» geworden. Die Körpertemperatur des Mädchens habe nur noch bei 31 Grad gelegen, als es gefunden worden sei. Es wird weiter im Krankenhaus versorgt.

Die 31 Jahre alte Mutter habe das Ganze mit Ängsten erklärt, teilten die Ermittler zunächst mit. Sie lebe mit ihrem Verlobten und einer gemeinsamen einjährigen Tochter zusammen. Die Frau ist bisher laut Polizei nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten. Es lägen auch keine Informationen vor, dass sie beim Jugendamt auffällig geworden wäre. Sie habe alles getan, um die Schwangerschaft geheim zu halten.

Der Lebenspartner sei bei den Blutungen der Frau von einem Magen-Darm-Infekt ausgegangen und habe einen Krankenwagen gerufen, obwohl sie das nicht gewollt habe. Eine Ärztin habe gemeldet, dass es eine Geburt gegeben haben müsse. Daraufhin suchten Polizisten.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
18. 06. 2019
07:22 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Ermittler Mordkommissionen Mädchen Neugeborene Polizei Polizistinnen und Polizisten Staatsanwaltschaft Totschlag Untersuchungshaft Verdächtige
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Unfallwagen

18.11.2019

Tödlicher Raserunfall in München per Dashcam gefilmt

Ein Autofahrer flieht vor der Polizei, rast in eine Gruppe Jugendlicher, ein 14-Jähriger stirbt. Nun berichten Polizei und Staatsanwaltschaft vom Stand der Ermittlungen - und einem womöglich ganz entscheidenden Beweismit... » mehr

Polizei am Tatort

08.11.2019

Dreijähriger wurde mit 28 Messerstichen im Schlaf getötet

Fast 30 Mal soll eine 15-Jährige mit einem Messer auf ihren kleinen Halbbruder eingestochen haben. Ein Haftrichter hält ihr Heimtücke und niedrige Beweggründe vor. Von einer «tiefen Abneigung» ist die Rede - doch viele F... » mehr

Polizeieinsatz

02.09.2019

Traurige Gewissheit: Vermisste Nathalie ist tot

In Nordfriesland findet der Hund eines Spaziergängers eine Leiche. Jetzt steht fest: Es handelt sich um die 23-jährige Nathalie, die seit zwei Wochen vermisst wurde. Viele weitere Fragen bleiben zunächst offen. » mehr

Tödlicher Streit in Berliner U-Bahn

03.11.2019

Erneute Festnahme nach tödlichem Stoß vor U-Bahn in Berlin

Vor den Augen von Zeugen wird ein Mann vor eine U-Bahn gestoßen - und stirbt. Die Polizei muss einen ersten Verdächtigen wieder frei lassen. Nun gibt es einen Haftbefehl. » mehr

Mann in Berlin vor U-Bahn gestoßen

30.10.2019

Tod am U-Bahnhof - Mann in Berlin vor Zug gestoßen

Schreckliche Tat am berüchtigten Berliner U-Bahnhof Kottbusser Tor: Ein Mann wird vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Wird der Täter gefunden? » mehr

U-Bahnhof Kottbusser Tor

01.11.2019

Mann in Berlin vor U-Bahn gestoßen: Verdächtiger gefasst

Vor den Augen von Zeugen wird ein Mann vor eine U-Bahn gestoßen - und stirbt. Die Tat am Kottbusser Tor in Berlin wird von Überwachungskameras gefilmt. Nun gibt es eine Festnahme. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Coburger Weihnachtsbaum 2019

Anlieferung Coburger Weihnachtsbaum | 18.11.2019 Coburg
» 19 Bilder ansehen

BBC Coburg - Gießen 46ers Rackelos 101:78 (58:34) Coburg

BBC Coburg - Gießen 46ers Rackelos 101:78 (58:34) | 17.11.2019 Coburg
» 46 Bilder ansehen

Rathaussturm in Steinberg Steinberg

Rathaussturm in Steinberg | 16.11.2019 Steinberg
» 8 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
18. 06. 2019
07:22 Uhr



^