Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: CoronavirusVideosCotubeBlitzerwarner

Brennpunkte

Bedrohliche Stimmung: Proteste gegen Migranten in Tijuana

Sie haben Flüsse durchwatet, Berge überwunden und Wüsten gequert. Nach Tausenden von Kilometern sind die Menschen aus Mittelamerika fast am Ziel und doch sind die letzten Meter die schwersten. Die USA wollen sie nicht reinlassen - und in Mexiko sind sie nicht erwünscht.



Protest gegen Migranten
Bei der Demo gegen Migranten in Tijuana kam zu Handgreiflichkeiten zwischen gewaltbereiten Demonstranten und Polizisten.   Foto: Ramon Espinosa/AP » zu den Bildern

Hunderte Menschen haben am Wochenende in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana gegen den Zustrom von immer mehr Migranten aus Mittelamerika protestiert. Sie schwenkten mexikanische Flaggen und zeigten Transparente mit der Aufschrift «Nicht noch mehr Karawanen».

Die Demonstrantin Celia Oaxaca forderte: «Raus mit den Invasoren» und fügte hinzu: «Später stellt sich heraus, dass das Mörder sind. Es sind keine guten Leute. Und hier sind schon genug Menschen.»

Rund 2500 Menschen aus Honduras, El Salvador und Guatemala kampieren derzeit in einer Sportanlage, weitere 3000 Migranten wurden in den kommenden Tagen erwartet. Die Mittelamerikaner sind seit rund einem Monat auf dem Weg in die USA. Viele wollen dort Asyl beantragen.

Am frühen Montagmorgen (Ortszeit) sperrte der US-Grenzschutz wegen Bauarbeiten vorübergehend den Grenzübergang San Ysidro. Für Fußgänger blieb er allerdings teilweise geöffnet. San Ysidro zwischen Tijuana und San Diego ist der meistfrequentierte Grenzübergang der westlichen Hemisphäre. Pro Tag reisen dort durchschnittlich 70.000 Menschen in Fahrzeugen und weitere 20.000 Fußgänger in die USA ein.

Die Menschen aus Mittelamerika fliehen vor der bitteren Armut und der Gewalt durch Jugendbanden in ihrer Heimat. Die sogenannten Maras erpressen Schutzgeld, kontrollieren ganze Stadtviertel und zwangsrekrutieren Jugendliche. Honduras und El Salvador gehören zu den gefährlichsten Ländern der Welt.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt immer wieder betont, die Migranten nicht ins Land zu lassen. Er sprach von einer «Invasion» und ließ rund 5600 Soldaten an die Grenze verlegen, um die Menschen zu stoppen. Insgesamt sind über 8000 Migranten in verschiedenen Gruppen auf dem Weg in die USA.

«Illegale Immigranten, die versuchen, in die USA zu kommen und oft stolz ihre Nationalfahnen schwenken, während sie in den Vereinigten Staaten um Asyl bitten, werden festgesetzt oder zurückgeschickt», schrieb Trump auf Twitter. «Die USA sind auf diese Invasion nicht vorbereitet und werden sie nicht hinnehmen. Sie sind verantwortlich für Verbrechen und verursachen große Probleme in Mexiko. Geht nach Hause.»

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 11. 2018
16:41 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Asyl Bundespolizei Donald Trump Facebook Flüsse Migranten Mittelamerika und Karibik Polizei Twitter Wüstengebiete
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Minneapolis

28.05.2020

Ausschreitungen nach Tod eines Schwarzen in den USA

Der Tod des Afroamerikaners George Floyd hat erneut zu heftigen Protesten geführt. Der Bürgermeister sucht nun die Hilfe der Nationalgarde. Es droht eine weitere Eskalation. » mehr

Solidarität

28.05.2020

Trump: Untersuchung im Fall von Afroamerikaner angeordnet

Ein schreckliches Video zeigt die brutale Polizeigewalt gegen einen schwarzen US-Amerikaner. Der US-Präsident will den Fall untersuchen lassen. In der Stadt fordern Menschen Gerechtigkeit ein. » mehr

Grenzpatrouille

17.11.2018

Tijuana bereitet sich auf Ankunft weiterer Migranten vor

Sie haben Elend und Gewalt hinter sich gelassen und wollen ihren «Amerikanischen Traum» leben. Doch US-Präsident Trump will die Mittelamerikaner auf keinen Fall ins Land lassen. Auch in Tijuana in Mexiko droht die Stimmu... » mehr

Asyl in Europa

25.06.2020

Erster Anstieg bei Asylanträgen in Europa seit Langem

Fast 1,4 Millionen Anträge auf internationalen Schutz wurden 2015 in Europa gestellt. Seitdem ist die Zahl kontinuierlich gesunken. Damit ist nun Schluss. » mehr

Afroamerikaner stirbt

27.05.2020

Tod eines Afroamerikaners erhitzt die Gemüter in den USA

Der Afroamerikaner fleht um Hilfe. Doch das Knie eines weißen Polizeibeamten bleibt ihm unerbittlich im Genick. Der Vorfall hat in den USA erneut Rassismus-Vorwürfe gegen die Polizei genährt. » mehr

Verzweiflung

24.01.2020

Mexikos Nationalgarde stoppt «Karawane» aus 1000 Migranten

Erneut ist eine Gruppe Hunderter Migranten aus Mittelamerika an der Grenze von Guatemala und Mexiko gestoppt worden. Ihr Traum von einem Leben in den USA endet - vorerst - mit Tränengas, Steinwürfen und Verzweiflung. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Lkw bleibt in Unterführung stecken

Lkw bleibt in Unterführung stecken | 09.07.2020 Coburg
» 13 Bilder ansehen

Lagerhalle in Geiselwind brennt völlig aus Geiselwind

Lagerhalle brennt völlig aus | 23.06.2020 Geiselwind
» 31 Bilder ansehen

BMW und Motorrad stoßen auf der B 173 zusammen Redwitz an der Rodach

BMW und Motorrad stoßen auf der B 173 zusammen | 23.06.2020 Redwitz an der Rodach
» 8 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 11. 2018
16:41 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.