Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: CoronavirusVideosCotubeBlitzerwarner

Brennpunkte

Bildungsministerin: Digitalpakt kann dieses Jahr starten

Auch nach dem jüngsten Durchbruch zum Digitalpakt dauert es noch, bis die Schulen flächendeckend WLAN haben. Doch die Bundesbildungsministerin erwartet bald spürbare Fortschritte - unter einer Voraussetzung.



Schüler mit Tablet-Computer
Ein Schüler arbeitet mit einem Tablet.   Foto: Martin Schutt/Illustration

WLAN im Klassenzimmer und andere Neuerungen durch den Digitalpakt Schule sollen nach Erwartungen der Bundesregierung noch im laufenden Jahr bei den ersten Schülern ankommen.

«Wenn wir unseren Zeitplan einhalten und unseren Teil vor Ostern abschließen können, könnten die ersten Maßnahmen noch in diesem Jahr an den Schulen starten», sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

In der vergangenen Woche hatte sich der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag im Streit um eine Grundgesetzänderung geeinigt. Diese soll den Weg frei machen für den zwischen Bund und Ländern bereits ausgehandelten Digitalpakt. Fünf Milliarden Euro vom Bund sollen für die digitale Ausstattung der Schulen fließen, obwohl der Bund für Schulen nicht zuständig ist.

Nachdem der Bundestag die Grundgesetzänderung am Donnerstag beschlossen hatte, wird ein Beschluss im Bundesrat Mitte März erwartet. Dann wollen Bund und Länder den Digitalpakt unterzeichnen, wie Karliczek ankündigte. «Vorher werden wir mit den Kultusministerinnen und Kultusministern der Länder beraten, was die Veränderungen auf der grundgesetzlichen Ebene für den Digitalpakt bedeuten», teilte sie mit.

Die Ministerin mahnte, dass über die vorliegende Vereinbarung nicht neu verhandelt werden solle. «Ich bin der Auffassung, wir sollten bei dem vereinbarten Text bleiben», sagte sie. «Dann können wir bald unsere Unterschrift darunter setzen.»

In einigen Ländern müssten die Parlamente dem Pakt noch zustimmen. Dann müssten Förderrichtlinien veröffentlicht werden. «Anschließend sind die Schulträger gefragt», sagte Karliczek. «Die Länder werden Anlaufstellen schaffen, bei denen die Schulträger ihre digitalen Konzepte einreichen können.» Viele hätten bereits Vorarbeiten geleistet.

Die Ministerin dämpfte Erwartungen zum Ausmaß der Bundesförderung. «Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass zusätzlich zu den fünf Milliarden Euro von der Bundesseite auch der finanzielle Beitrag der Länder erforderlich ist», sagte sie. «Die Entwicklung des digitalen Unterrichts ist eine originäre Aufgabe der Länder.» Die fünf Milliarden Euro seien dazu da, diesen Prozess zu beschleunigen und digitale Bildung flächendeckend an die Schulen zu bringen. «Die Länder müssen sich zum Beispiel um die Lehrerweiterbildung kümmern.» Der Bund finanziere in erster Linie Infrastruktur und Technik.

Zugleich betonte die CDU-Politikerin: «Wir können zeigen, dass die Zusammenarbeit zwischen Bund-, Landes- und kommunaler Ebene funktioniert und gute Ergebnisse bringt.»

Der Prozess der Digitalisierung werde weitergehen, mit neuen Entwicklungen, die sinnvoll und nutzbar seien. «Unser Forschungsprojekt Schul-Cloud ist angelegt bis 2021», erläuterte Karliczek etwa. «Wir fördern beim Hasso-Plattner-Institut die Entwicklung eines Cloud-Angebotes, das von den Ländern flexibel genutzt werden kann.»

Karliczek sagte: «Die Digitalisierung wird die Schulbücher nicht vollständig ersetzen.» Der Einsatz digitaler Geräte und Programme werde von Fach zu Fach sehr unterschiedlich sein. Insgesamt sind rund 40.000 Schulen betroffen, die auf neuere Computer, besseres Internet und digitale Lehrmethoden hoffen können.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
25. 02. 2019
08:03 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Anja Karliczek Bundesbildungsminister Bundesministerium für Bildung und Forschung CDU Deutsche Presseagentur Deutscher Bundesrat Deutscher Bundestag Digitalpakt Digitaltechnik Drahtloses Netz Hasso-Plattner-Institut Kultus- und Bildungsminister Milliarden Euro
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Kein Unterricht

11.04.2020

Ministerin: Abgestimmtes Vorgehen bei Schul-Wiederöffnung

Wie geht es nach den Osterferien mit der Schule in Deutschland weiter? Antworten könnte es am kommenden Mittwoch geben, nach einer Schalte der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Bundesbildungsministeri... » mehr

IT-Unterricht

16.11.2019

Digitalpakt-Mittel für die Schulen tröpfeln bisher nur

Neueste Technik für die Schulen - mehr als fünf Milliarden Euro stehen dafür seit Mai bereit. Ein halbes Jahr nach Inkrafttreten des «Digitalpakts» zeigt eine Umfrage aber: Viel von dem Geld gesehen haben die Schulen bis... » mehr

Unterricht

27.04.2020

Kultusminister diskutieren Rückkehr-Vorschlag für Schulen

Küchentisch statt Klassenzimmer: So sah für viele Kinder und Jugendliche der Lernalltag aus in den letzten Wochen. Nach und nach sollen nun immer mehr von ihnen zurückkehren in die Schulen. » mehr

Anja Karliczek

17.04.2020

Länder fordern mehr Hilfen für Studenten in der Krise

Viele Studenten stehen in der Corona-Krise plötzlich ohne Geld da. Wer seinen Kellnerjob los ist und auch kein Bafög bekommt, dem bleibt nur der Gang zum Jobcenter zur Beantragung eines Darlehens. Die Länder fordern mehr... » mehr

Leere Sitze

08.04.2020

Regierung will bedrohtem Kulturbetrieb helfen

Sport und Kultur liegen in der Corona-Krise brach, notleidende Betreiber will die Regierung nun unterstützen. Die Debatte um Lockerungen der Alltagsbeschränkungen geht weiter. Von ihren Plänen für den Sommerurlaub müssen... » mehr

Anja Karliczek

22.04.2020

Corona-Krise: Karliczek sträubt sich gegen Bafög-Öffnung

Die Debatte um die vorübergehende Öffnung des Bafögs für Studenten, die wegen der Corona-Krise ihren Job verloren haben, ebbt nicht ab. SPD und Opposition machen weiter Druck, Bildungsministerin Anja Karliczek bleibt bei... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Drei Verletzte bei Frontalcrash Eltmann/Ebelsbach

Drei Verletzte bei Frontalcrash | 29.05.2020 Eltmann/Ebelsbach
» 15 Bilder ansehen

Bauerndemo in Coburg

Bauerndemo in Coburg | 28.05.2020 Coburg
» 4 Bilder ansehen

Frontal-Crash mit Oldtimer Dippach

Frontal-Crash mit Oldtimer | 22.05.2020 Dippach
» 10 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
25. 02. 2019
08:03 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.