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Bis zu 10 Meter hohe Schneewehen lassen Österreicher bangen

Die Schneehöhen in Österreich werden immer bedrohlicher. Teilweise türmt sich die weiße Pracht inzwischen mehrere Meter hoch, in der Steiermark erreichen Schneewehen sogar schon zehn Meter.



Pölstal
Darunter liegt ein Haus: Feuerwehrleute beim Freilegen eines Daches im österreichischen Pölstal.   Foto: Gemeinde Pölstal » zu den Bildern

Die Wetterlage in den österreichischen Alpen hat sich durch neue Schneefälle weiter verschärft. In einigen Regionen der Steiermark gilt seit Dienstagabend die höchste Lawinenwarnstufe.

Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme angesichts der erwarteten Neuschneemenge von bis zu einem Meter, teilte der Einsatzstab mit. «Anordnungen der Behörden jetzt nicht zu befolgen, ist kein Kavaliersdelikt, sondern lebensgefährlich», sagte der stellvertretende Landeschef Michael Schickhofer. Betroffen ist unter anderem die bei Touristen beliebte Region Dachstein.

Auf dem rund 1800 Meter hohen Loser in der Steiermark hat der Schnee die Bergstation inzwischen fast unter sich begraben. Die Mitarbeiter der Bergbahn kämpften gegen die Schneemassen, schrieb das Unternehmen auf Facebook. «Bei den typisch eingewehten Stellen liegt bis zu 10 Meter Schnee.»

In vielen Regionen der Alpenrepublik herrschte weiterhin die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Experten in Tirol zeigten sich vorsichtig zuversichtlich. «Wir haben die Lage weiterhin voll im Griff und sind auf alle Eventualitäten vorbereitet», erklärte der Leiter der Landeswarnzentrale, Marcel Innerkofler.

Inzwischen bremst der permanente Flockenwirbel den Wintersport aus. Nach Angaben des Skiportals «Skiresort.de» sind aktuell 1700 Kilometer Piste gesperrt - 5150 Kilometer sind offen. Laut Portal sind 450 Skilifte geschlossen und 1700 geöffnet.

Viele Touristen, deren Orte bisher eingeschneit waren, konnten während einer kurzzeitigen Wetterberuhigung am Dienstag ihre weiße Falle verlassen. So wurde die Katschbergstraße zwischen Untertauern und Obertauern am Vormittag für Fahrzeuge mit Schneeketten oder Allradantrieb geöffnet. Mit Beginn der Dunkelheit sollte sie allerdings wieder geschlossen werden.

Am 1200 Meter hohen Präbichl konnten laut Bericht der «Kleinen Zeitung» 110 Gäste ihr eingeschneites Quartier verlassen. Weiterhin fest sitzen die Menschen in den obersteirischen Gemeinden Pölstal und Hohentauern, die beide am Montag den Katastrophenzustand ausgerufen hatten. In Hohentauern sind derzeit rund 550 Menschen eingeschneit.

Insgesamt sind nach Angaben der Behörden in Österreich rund 100 Straßen wegen Lawinengefahr gesperrt. Probleme bereiten zudem immer wieder umgestürzte Bäume. In Ober- und Niederösterreich waren rund 2000 Haushalte ohne Strom, weil die Stromtrassen unterbrochen waren. An einigen Orten halfen Soldaten des Bundesheers.

In Dienten am Hochkönig (Pinzgau) schaufelten mehr als 40 Menschen den Schnee von Schule, Kindergarten und Gemeindeamt, um die Gefahr von Einstürzen zu verringern. Die Behörden registrierten zahlreiche Anrufe besorgter Bürger, die um die Stabilität ihrer Hausdächer fürchteten. «Grundsätzlich sind Haus- und Wohnungsdächer in Tirol so gebaut, dass gewisse Schneelasten für sie kein Problem darstellen», wurden sie amtlicherseits zunächst beruhigt.

Vorerst ist nach Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) kein Ende der aktuellen Wetterlage in Sicht. Von Nordwesten her ströme immer wieder feuchte Luft in Richtung der Alpen, staue sich und bringe große Schneemengen. «Nach einer kurzen Beruhigung am Freitag und Samstag dürfte am Sonntag die nächste Schneefront die Alpennordseite erreichen», hieß es.

Wegen starken Schneefalls in St. Anton wurde das Abfahrtstraining der Damen im alpinen Ski-Weltcup verschoben. Das für Donnerstag geplante Training wurde nach Angaben des Internationalen Ski-Verbands FIS abgesagt. Es soll am kommenden Freitag nachgeholt werden.

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dpa

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Veröffentlicht am:
08. 01. 2019
17:36 Uhr

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08. 01. 2019
17:36 Uhr



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