Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

Brennpunkte

China empört über Trumps Vorwurf der Einmischung in US-Wahl

Trump beschuldigt Peking vage, sich in die wichtige US-Kongresswahl einzumischen. China reagiert verärgert. Geht es im Verhältnis zwischen den beiden größten Wirtschaftsnationen weiter bergab?



Donald Trump
US-Präsident Donald Trump spricht im Rahmen der 73. Sitzung der UN-Vollversammlung zu Journalisten.   Foto: Mary Altaffer/AP

Zwischen Peking und Washington ist ein heftiger Streit über den Vorwurf von US-Präsident Donald Trump entbrannt, dass sich China in den Wahlkampf für die Kongresswahl einmische.

Das chinesische Außenministerium sprach von «Verleumdung» und «erfundenen» Anschuldigungen. Ohnehin ist das Verhältnis durch den Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften belastet. In einer Rede im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte Trump am Vortag den Vorwurf der Wahleinmischung erhoben.

«Bedauerlicherweise haben wir herausgefunden, dass China versucht hat, gegen meine Regierung bei den im November bevorstehenden Wahlen 2018 zu intervenieren», sagte Trump. Auf Twitter veröffentlichte der Präsident später Fotos von Sonderseiten der «China Daily», die das chinesische Blatt in der Zeitung «Des Moines Register» in Iowa wie Anzeigen gekauft hatte. Darin wurde Trumps Handelspolitik kritisiert. Der US-Präsident sprach von «Propaganda» durch die von staatlicher chinesischer Seite finanzierte Zeitung.

Ein ranghoher US-Regierungsmitarbeiter erklärte, die USA seien auch besorgt darüber, dass China mit Strafzöllen Bundesstaaten ins Visier nehme, die für Trump gestimmt hätten. Der Mitarbeiter, der nicht namentlich zitiert werden wollte, sagte, Peking arbeite zudem daran, Politiker, Künstler und andere in den USA zu belohnen, die China unterstützten. Kritiker Chinas würden hingegen bestraft. Er erläuterte aber nicht näher, warum die US-Regierung darin eine Einmischung in die Zwischenwahlen sieht.

Bei den Wahlen am 6. November werden ein Drittel der Senatoren und das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt. Der Vorwurf der Wahleinmischung gegen China ist nicht neu. Trump hatte ihn bereits auf mehreren Wahlkampfveranstaltungen erhoben. Er wurde von den US-Geheimdiensten bestätigt. Geheimdienstdirektor Dan Coats hatte am 12. September erklärt, neben Russland seien China, Nordkorea und Iran die Länder, denen man Einmischungsversuche zuschreibe.

Der chinesische Außenminister Wang Yi wehrte sich in New York gegen die Vorwürfe. «China hat das Prinzip der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder immer befolgt. Wir haben uns nicht und werden uns nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischen.» Die Anschuldigungen seien «unberechtigt».

Die Sitzung des Sicherheitsrates, die Trump für seine Anschuldigungen gegen China nutzte, hatte eigentlich den Kampf gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen zum Thema.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
27. 09. 2018
14:18 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Anklage Außenhandelspolitik Außenministerien Benjamin Netanjahu China Daily Chinesisches Außenministerium Dan Coats Donald Trump Heiko Maas Massenvernichtungswaffen Mike Pompeo Nicolás Maduro Präsidenten der USA Repräsentantenhaus SPD Senatoren Sergej Lawrow Sigmar Gabriel Strafzölle Theresa May Twitter UN-Sicherheitsrat UNO US-Geheimdienste US-Regierung Wahlkampfveranstaltungen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Militäroffensive der Türkei

10.10.2019

Türkei gewinnt in Syrien an Boden - Zehntausende flüchten

Schätzungsweise 450.000 Menschen leben in Syrien nahe der türkischen Grenze. Viele von ihnen ergreifen im Zuge der türkischen Offensive die Flucht. Mit den Angriffen am Boden und aus der Luft verschärft sich eine der sch... » mehr

Heiko Maas

16.10.2019

Erdogan schließt Waffenruhe in Syrien aus und verhöhnt Maas

«Mischt Euch nicht ein!» Der türkische Staatschef will sich zu Syrien vom Westen nichts sagen lassen. Für Berlin hat er nur Hohn übrig. Dem US-Vermittler zeigt er schon vorab die Grenzen auf. » mehr

US-Präsident Donald Trump

30.09.2019

Donald Trump bringt Festnahme von Ausschuss-Chef ins Spiel

«Landesverrat» und «bürgerkriegsähnlicher Bruch»: Die Tonlage in der Ukraine-Affäre verschärft sich immer weiter. Der US-Präsident beschränkt seine Attacken nicht nur auf den Whistleblower, der ihn in Bedrängnis gebracht... » mehr

Iranische Waffen

26.06.2019

Iran lehnt Gespräche mit USA ab

US-Präsident Donald Trump sagt, er sei ohne Vorbedingungen zu Gesprächen mit dem Iran bereit. Doch von einer Entspannung ist die Krise dennoch weit entfernt. Das gegenseitige Misstrauen ist groß. » mehr

Pompeo und Maas

07.11.2019

Pompeo und Maas legen gemeinsames Nato-Bekenntnis ab

US-Außenminister Mike Pompeo in Deutschland: Nach viel Streit schlägt er überaus versöhnliche Töne an. Zusammen mit seinem Amtskollegen Maas lässt er das transatlantische Bündnis hochleben. » mehr

Kramp-Karrenbauer bei der Nato

24.10.2019

Nato reagiert verhalten auf Kramp-Karrenbauers Syrien-Plan

In Deutschland musste die Verteidigungsministerin für ihren Syrien-Plan viel Kritik einstecken. Auch auf dem internationalen Parkett löst Annegret Kramp-Karrenbauer damit keine Begeisterung aus. Aber zumindest stößt sie ... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Unfall Rosengarten

Unfall im Coburger Rosengarten | 12.11.2019 Coburg
» 7 Bilder ansehen

Schwäne werden in die Freiheit entlassen

Schwäne werden in Freiheit entlassen | 11.11.2019 Ebersdorf
» 10 Bilder ansehen

30 Jahre Mauerfall

30 Jahre Mauerfall | 10.11.2019
» 13 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
27. 09. 2018
14:18 Uhr



^