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Corona-Krise führt zu weniger Verkehrsunfällen

Während der strengen Beschränkungen in der Corona-Pandemie sind die Leute vornehmlich zu Hause geblieben. Das hat man auch auf den Straßen gemerkt.



Berlin
Eine Radfahrerin und ein Jogger sind auf der sonst verkehrsreichen Straße des 17. Juni vor dem Brandenburger Tor unterwegs.   Foto: Wolfgang Kumm/dpa » zu den Bildern

Homeoffice und Kontaktverbote haben dazu geführt, dass Menschen ihr Zuhause in den vergangenen Wochen weniger verlassen haben.

Das hat sich auch im Straßenverkehr niedergeschlagen: Während der Einschränkungen in der Corona-Pandemie sind auf Deutschlands Straßen weniger Unfälle passiert, wie aus Zahlen von Autoversicherern, Luftrettern und Polizei hervorgeht.

Die Kfz-Versicherungen erfassten seit den verhängten Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 weniger Schadensmeldungen nach Unfällen. Bei der R+V-Versicherungsgruppe ging die Zahl der Kfz-Schäden nach eigenen Angaben im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20 Prozent zurück. Die Huk-Coburg-Versicherung teilte mit, wegen der Ausgangsbeschränkungen und des dadurch zurückgehenden Verkehrs aktuell deutlich weniger Schadenfälle in der Kfz-Versicherung zu registrieren. Auch die Allianz-Versicherung berichtete von einem deutlichen Rückgang der Verkehrsunfälle.

Der DEVK-Versicherung wurden ebenfalls von Mitte März bis Ende April weniger Schäden gemeldet, wie eine Sprecherin mitteilte. So habe die Zahl der gemeldeten Unfälle mit Personenschäden deutlich abgenommen. Seit den jüngsten Lockerungen habe die Zahl der Unfälle wieder leicht zugenommen.

Die ADAC-Luftretter waren von Januar bis Anfang Mai rund 1300 Mal bei Verkehrsunfällen im Einsatz, wie ein Sprecher sagte. Das seien rund 200 Einsätze weniger gewesen als im gleichen Zeitraum im Vorjahr - ein Rückgang von fast 15 Prozent.

Die DRF-Luftrettung verzeichnete im April ebenfalls einen Rückgang der Notfalleinsätze aufgrund von Verkehrsunfällen: 317 Mal rückten die Retter bundesweit aus, wie eine Sprecherin mitteilte. Im April 2019 waren es 373 Einsätze. Im Einzelnen habe es im April im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang um rund 44 Prozent bei Pkw-Unfällen sowie Fußgänger-Unfällen gegeben, bei Motorrad- und Mopedunfällen um rund 21 Prozent. Der Anteil an Fahrradunfällen hingegen stieg um 75 Prozent im Vergleich zum April vergangenen Jahres, wie es hieß.

Insgesamt war auf den Straßen Deutschlands in der Zeit von Mitte März bis Ende April weniger los, wie Daten vom ADAC zeigen. Seit Ende April sind allerdings wieder mehr Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs: Die Zahl der Staus nahm im Vergleich zu Ende März zu. Während die Experten beispielsweise am letzten Montag im März 467 Staus auf den Autobahnen zählten, waren es am letzten Montag im April 905. Zuvor hatten die Zahl der Staus und auch die jeweilige Länge mit Beginn der Einschränkungen Mitte März deutlich abgenommen.

Auch Polizeiangaben aus einigen Regionen Deutschlands zeigen, dass der Verkehr insgesamt abnahm. Während der strengen Corona-Beschränkungen waren die Straßen in Bayern deutlich leerer als sonst. Es gab weniger Unfälle, sowohl mit Blech- als auch mit Personenschäden, hieß es aus dem bayerischen Verkehrsministerium. In Brandenburg kam es Polizeiangaben zufolge zwischen Januar und März zu rund 16.400 Verkehrsunfällen - etwa 2000 weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr. Auch in Hessen hatte der private Fahrzeugverkehr auf den Autobahnen deutlich nachgelassen, wie es vom Landeskriminalamt in Wiesbaden hieß.

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dpa

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Veröffentlicht am:
12. 05. 2020
11:52 Uhr

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12. 05. 2020
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