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Die Nacht im Protokoll

Ein 43-jähriger Deutscher hat im hessischen Hanau neun Menschen erschossen. Später werden seine Leiche und die seiner Mutter gefunden.



### Titel ###
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Ein 43-jähriger Deutscher hat im hessischen Hanau neun Menschen erschossen. Später werden seine Leiche und die seiner Mutter gefunden. Ein Minutenprotokoll:

 

gegen 22 Uhr: In Hanau fallen in zwei Shisha-Bars und in einem Kiosk Schüsse.

 

gegen 23.30 Uhr: Medien vermelden nach Polizeiangaben, dass in Hanau mehrere Menschen erschossen wurden.

 

0.18 Uhr: Das Polizeipräsidium Südosthessen gibt per Pressemitteilung die Großfahndung nach "noch unbekannten Tätern" bekannt.

 

0.49 Uhr: In einer Pressemeldung der Polizei wird bestätigt, dass "acht Personen tödlich verletzt wurden".

 

5.03 Uhr: Per Twitter teilt die Polizei Südosthessen mit, dass der mutmaßliche Täter leblos in seiner Wohnung gefunden wurde. Spezialkräfte entdecken dort eine weitere Leiche. Die Zahl der Toten liegt mittlerweile bei insgesamt elf.

 

6.19 Uhr: Regierungssprecher Steffen Seibert twittert im Namen der Bundesregierung: "Tiefe Anteilnahme gilt den betroffenen Familien, die um ihre Toten trauern."

 

gegen 7.30 Uhr: Aus Sicherheitskreisen wird bekannt, dass ein Bekennerschreiben und ein Video gefunden wurden. Der Clip, der zunächst noch im Internet zu sehen war, wurde vor wenigen Tagen ins Netz gestellt. Ein Hinweis auf die Tat ist darin nicht enthalten.

 

gegen 8.30 Uhr: Die Bundesanwaltschaft teilt mit, dass der Generalbundesanwalt bereits in der Nacht die Ermittlungen übernommen habe. Es gebe Hinweise auf ein ausländerfeindliches Motiv.

 

gegen 10 Uhr: Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) teilt mit: Die Generalbundesanwaltschaft ermittelt wegen Terrorverdachts. Bei dem mutmaßlichen Täter handele es sich um einen 43-jährigen Deutschen. Er wurde wie seine Mutter tot in seiner Wohnung gefunden.

 

gegen 10.50 Uhr: Aus Sicherheitskreisen wird bekannt, dass unter den Toten viele Menschen mit Migrationshintergrund sind.

 

gegen 11.40 Uhr: Die deutschen Innenminister gehen nach Angaben des bayerischen Ressortchefs Joachim Herrmann (CSU) von einem rechtsradikalen Hintergrund aus. Der Täter, der einst in Bayreuth studiert hat, habe "eine Reihe überwiegend aus dem Ausland stammender Menschen erschossen".

 

Der Hanauer Attentäter Tobias R. kannte sich in Oberfranken aus: Er studierte in Bayreuth und wollte noch im Herbst offenbar nach Hof ziehen. Bei seiner Bluttat in Hanau starben zehn Menschen

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Veröffentlicht am:
20. 02. 2020
19:01 Uhr

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20. 02. 2020
19:01 Uhr



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