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Elf Tote bei schweren israelischen Luftangriffen in Syrien

Israel attackiert immer wieder Ziele im syrischen Nachbarland, um iranische Kräfte von dort zu vertreiben. Nun sind bei Angriffen mehrere Menschen getötet worden. Israel reagierte damit auf Raketenbeschuss auf die Golanhöhen.



Himmel über Damaskus
Syrische Luftabwehr am Himmel über Damaskus.   Foto: Ammar Safarjalani/XinHua

Bei israelischen Luftangriffen in Syrien sind nach Angaben von Menschenrechtlern elf Menschen getötet worden. Es handele sich um den bisher schwersten Angriff Israels in Syrien, berichten israelische Medien.

Er war nach israelischen Armeeangaben eine Reaktion auf einen Angriff der iranischen Al-Kuds-Brigaden mit einer Rakete auf die von Israel besetzten Golanhöhen. «Wir werden solche aggressiven Akte nicht ignorieren», sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der Iran versuche sich in Syrien militärisch zu etablieren.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, dass bei dem israelischen Angriff zwei Syrer und neun Ausländer getötet worden seien. Mehrere Verletzte seien zudem in kritischem Zustand, so dass die Totenzahl noch steigen könne, erklärte die in Großbritannien ansässige Organisation. Ihre Quellen nannte sie nicht.

Die israelischen Streitkräfte teilten mit, es seien Ziele der Al-Kuds-Brigaden sowie der syrischen Armee angegriffen worden. Darunter seien mehrere Waffenlager und eine Einrichtung auf dem internationalen Flughafen von Damaskus, ein Ziel des iranischen Geheimdienstes sowie ein iranisches Trainingslager. Die Al-Kuds-Brigaden sind die Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden und werden vor allem im Ausland eingesetzt.

Nach russischen Militärangaben wurde auch der Flughafen in Damaskus teilweise getroffen. Mehr als 30 israelische Raketen seien bei den insgesamt drei Angriffen abgewehrt worden. Vier syrische Soldaten seien getötet und sechs weitere verletzt worden, hieß es. Die Angriffe hätten 45 Minuten gedauert.

Am Sonntag hatte die israelische Raketenabwehr ein Geschoss abgefangen, das die Al-Kuds-Brigaden auf den Golan abgefeuert haben sollen. Israelische Besucher des Skigebiets Hermon waren Zeugen des Vorfalls. Am Montag sollte die Anlage angesichts der angespannten Lage geschlossen bleiben.

«Das war ein inakzeptabler Angriff der iranischen Truppen, (...) die eine iranische Rakete aus der Umgebung von Damaskus abgefeuert haben», sagte der israelische Armeesprecher Jonathan Conricus. Der Angriff sei geplant gewesen. In Israel habe es keine Schäden und keine Verletzten gegeben.

Bereits am Sonntag hatten israelische Kampfjets nach syrischen Angaben mehrere Raketen auf den Flughafen von Damaskus abgefeuert. Diese sollen aber von der syrischen Abwehr abgefangen worden sein. Diesen israelischen Angriff bestätigte Conricus nicht.

Laut der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana war die Luftabwehr auch in der Nacht zum Montag aktiv. Dazu erklärten die israelischen Streitkräfte, Syrien habe «trotz klarer Warnungen, ein solches Feuer zu unterlassen», Dutzende Luftabwehrraketen abgefeuert. Als Reaktion habe Israels Luftwaffe auch mehrere Abwehrbatterien der syrischen Streitkräfte attackiert.

Netanjahu verwies am Montag zudem auf eine aktuelle Drohung des iranischen Luftwaffenkommandeurs der Armee, Amir Nassirsadeh. Nassirsadeh hatte laut dem Nachrichtenportal YJC gesagt: «Unsere jetzige und auch die zukünftige Generation sind voll und ganz bereit, gegen das zionistische Regime (Israel) zu kämpfen und dieses Regime vom Erdboden auszuradieren.»

Die Aussagen des Luftwaffenkommandeurs der Armee waren allerdings keine direkte Reaktion auf die israelischen Angriffe in Syrien. Der Iran hat in den letzten Jahren stets behauptet, keine Soldaten in Syrien zu haben - nur militärische Berater. Daher gehen Beobachter davon aus, dass Teheran die israelischen Angriffe auf iranische Ziele in Syrien nicht bestätigen wird.

Israel greift seit Jahren immer wieder Einrichtungen des Irans und der verbündeten libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah in Syrien an. Früher hatte Israel meist zu eigenen Angriffen geschwiegen und Berichte darüber nicht bestätigt. Betont wurde lediglich, dass Israel keine dauerhafte iranische Militärpräsenz in Syrien tolerieren werde. Der Iran ist neben Russland der engste Verbündete des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im seit sieben Jahren laufenden Syrienkrieg.

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dpa

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Veröffentlicht am:
21. 01. 2019
14:06 Uhr

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21. 01. 2019
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