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Erdogan greift EGMR nach Urteil gegen Kurden Demirtas an

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat das Menschenrechtsgericht in Straßburg nach der Entscheidung zur Entlassung des pro-kurdischen Politikers Selahattin Demirtas erneut scharf angegriffen.



Recep Tayyip Erdogan
«EGMR, auf welcher Seite stehst Du?» Erdogan kritisiert das Menschenrechtsgericht nach der Entscheidung zur Entlassung des pro-kurdischen Politikers Selahattin Demirtas.   Foto: Burhan Ozbilici/AP

Er kritisierte zudem die EU und warf ihr vor, nichts gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die Gülen-Bewegung zu unternehmen, die in der Türkei zu Terrororganisationen zählen.

Die PKK könne in Europas Städten frei agieren, sagte Erdogan vor Ortsvorstehern in Ankara. An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gerichtet sagte er: «EGMR, auf welcher Seite stehst Du?» Kein Land und keine Institution habe das Recht, von Demokratie zu sprechen, wenn es selbst Terror unterstütze. «Das nennt man nicht Unterstützung für die Einforderung von Recht und Freiheit, sondern geradeheraus Terrorverehrung, Terror-Liebe», sagte Erdogan weiter.

Der EGMR hatte am Dienstag geurteilt, die Türkei müsse den seit zwei Jahren inhaftierten Demirtas so schnell wie möglich aus der Untersuchungshaft entlassen. Erdogan hatte daraufhin erklärt, dass er die EGMR-Entscheidung zu Demirtas als nicht bindend betrachte.

Demirtas war im November 2016 unter Terrorvorwürfen verhaftet worden. Bis Februar war er Vorsitzender der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP. Er forderte Erdogan bei den Wahlen im Juni zudem als Präsidentenkandidat heraus. Erdogan sieht die HDP - die eine legale politische Partei ist - als verlängerten Arm der PKK. Die HDP weist das vehement zurück.

Die Türkei als Mitglied des Europarats muss sich an das EGMR-Urteil halten. Rechtskräftig ist es aber noch nicht. Beide Seiten können innerhalb von drei Monaten die Verweisung an die Große Kammer des EGMR beantragen. Am Donnerstag wird eine EU-Delegation zu Gesprächen in Ankara erwartet.

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dpa

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Veröffentlicht am:
21. 11. 2018
14:19 Uhr

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21. 11. 2018
14:19 Uhr



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