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Ermittler hoffen auf neue Hinweise nach Säure-Angriff

Rund zwei Jahre nach dem Säure-Angriff auf den Innogy-Manager Bernhard Günther sollen eine hohe Belohnung und eine Plakataktion neue Ermittlungsansätze bringen.



Ermittler hoffen auf neue Hinweise nach Säure-Angriff
Mit eine Plakat wird in Düsseldorf nach neuen Hinweisen zum Säureangriff auf den Manager Bernhard Günther gesucht.   Foto: David Young/dpa

Neue Hinweise zum Säure-Angriff auf den Manager Bernhard Günther erhoffen sich Ermittler, nachdem das Unternehmen Innogy 100.000 Euro Belohnung ausgelobt hat.

Der Schritt sei in enger Abstimmung mit der Wuppertaler Staatsanwaltschaft erfolgt, sagte die Sprecherin der Justizbehörde, Dorothea Tumeltshammer, der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach laufen die Ermittlungen noch - es gebe aber nur Indizien, keine neuen Beweise. Ein Mann, der im Oktober 2019 festgenommen worden war, werde noch immer als Beschuldigter geführt. Es liege aber weiterhin kein dringender Tatverdacht gegen ihn vor.

Aus diesem Grund war er damals nach vier Wochen wieder aus der Untersuchungshaft entlassen worden. «Bisher haben wir zu dem Fall keine neuen Erkenntnisse, aber das könnte sich durch die Auslobung natürlich ändern», sagte Tumeltshammer.

Günther war im März 2018 in einem Park seines Wohnorts Haan bei Düsseldorf von zwei Männern angegriffen und durch Säure im Gesicht schwer verletzt worden. «Bei diesem hinterhältigen Anschlag handelt es sich mutmaßlich um eine Auftragstat», unterstrich Innogy am Dienstag erneut. Die Belohnung solle daher «zur Ergreifung der Tatausführenden, zur Ermittlung möglicher Mittelsmänner und insbesondere zur Überführung der Auftraggeber des Anschlags führen.»

Der Manager hatte Ende 2019 in einem «Handelsblatt»-Interview gesagt, dass er das Motiv der Attacke im beruflichen Umfeld sehe. Er habe als Auftraggeber eine spezielle Person im Verdacht. Gegenüber «Bild» sagte: «Es gibt ja bereits Hinweise, wer diesen Säureanschlag auf mich in Auftrag gegeben haben könnte. Ich hoffe, dass wir mit dieser Belohnung dafür nun auch Beweise erhalten.» Günther ergänzte: «Ich will wissen, wer dahinter steckt und was die Hintergründe sind. Das würde mir und meiner Familie helfen, das Erlebte seelisch zu bewältigen und damit abzuschließen.»

Innogy ließ Fahndungsplakate in Köln und Düsseldorf aufhängen, unter anderem im Düsseldorfer Bahnhofsviertel. Laut «Bild» sollte im jeweiligen Rotlicht-Milieu der Städte plakatiert werden, da in dieser Szene die Täter nach Ansicht Günthers angeheuert wurden. Ein anonymer Hinweis hatte bereits zu dem 2019 festgenommenen Mann geführt. Damals hatte Innogy erstmals eine Belohnung von 80.000 Euro ausgesetzt.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
09. 06. 2020
15:38 Uhr

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dpa

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09. 06. 2020
15:38 Uhr



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