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Erster Sommermonat war warm und niederschlagsreich

Der Juni hat Deutschland statistisch gesehen insgesamt genügend Regen beschert. Doch in manchen Regionen ist es weiterhin viel zu trocken.



Sonne und Regen
Ein Weizenfeld bei Bad Soden im Taunus leuchtet im Sonnenschein, während Regenwolken über der Skyline von Frankfurt am Main hinwegziehen.   Foto: Arne Dedert/dpa

Nach einem viel zu trockenen Frühjahr hat der erste Sommermonat weiten Teilen Deutschlands den lang ersehnten Regen gebracht. Wie aus der vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervorgeht, fielen im Juni durchschnittlich rund 90 Liter pro Quadratmeter.

Das entspricht ungefähr dem vieljährigen Mittel von 85 Litern. Allerdings fielen die Niederschläge sehr unterschiedlich aus - so dass es «regional weiterhin sehr trocken» ist, wie der DWD mitteilte.

Tropische Starkregengewitter zur Mitte des Monats haben das statistische Mittel kräftig verschoben: So fielen etwa bei Wanzleben-Börde südwestlich von Magdeburg (Sachsen-Anhalt) an einem einzigen Tag 133,4 Liter auf den Quadratmeter. In Bayern war es den Angaben zufolge überdurchschnittlich nass. An den Alpen summierten sich im Monatsverlauf die Niederschlagsmengen auf 250 bis 300 Liter. Im Allgäu fielen örtlich sogar mehr als 300 Liter. Entsprechend war der Juni mit rund 150 Litern Regen der niederschlagsreichste der vergangenen 30 Jahre in Bayern.

Ganz anders sah es hingegen in Teilen Brandenburgs und Sachsens aus. Dort wurden laut DWD örtlich weniger als 15 Liter Regen gemessen. Mit einem durchschnittlichen Niederschlag von 55 und 45 Litern zählten Brandenburg und Berlin im ersten klimatologischen Sommermonat zu den trockensten Gebieten in Deutschland. Ein deutliches Gefälle zeigt sich auch bei den Sonnenstunden: Während an den Küsten die Sonne mehr als 250 Stunden schien, zeigte sie sich in den Alpenregionen nur halb so häufig.

Und die Temperaturen? «Insgesamt war der Juni 2020 zwar etwas zu warm, präsentierte sich sonst aber mit typisch mitteleuropäischem Sommerwetter», bilanzierte der DWD nach der ersten Auswertung seiner rund 2000 Messstationen. Mit 16,8 Grad Celsius lag der Temperaturdurchschnitt um 1,4 Grad über dem Mittel der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 1,1 Grad. Am heißesten war es mit 34,0 Grad am 13. Juni südlich von Eisenhüttenstadt (Brandenburg).

Das Frühjahr hingegen war eines der sechst niederschlagärmsten seit 1881 und zum siebten Mal in Folge zu trocken gewesen. Mit rund 108 Litern Niederschlag pro Quadratmeter fielen nur gut 50 Prozent des vieljährigen Durchschnitts.

© dpa-infocom, dpa:200629-99-605453/2

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dpa

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Veröffentlicht am:
29. 06. 2020
14:35 Uhr

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29. 06. 2020
14:35 Uhr



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