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Brennpunkte

Feuerwehren kämpfen gegen Waldbrände

In mehreren Regionen Deutschlands rücken Feuerwehrleute aus, um Waldbrände zu löschen. Rauchwolken stehen auch über einem Nationalpark im deutsch-niederländischen Grenzgebiet. Viel Wind und trockene Böden begünstigen die Flammen.



Waldbrand
Rauch steht über einem Waldstück bei Gummersbach.   Foto: Markus Klümper/dpa

Bei Trockenheit und Wind machen Wald- und Moorbrände derzeit in vielen Regionen Deutschlands den Einsatzkräften zu schaffen.

In Nordrhein-Westfalen kämpften Feuerwehrleute gegen mehrere größere Brände in freier Natur, sie eilten auch ihren niederländischen Kollegen bei einem Feuer im Grenzgebiet zu Hilfe. Wind fachte den Brand im niederländischen Nationalpark De Meinweg - nur rund 30 Kilometer westlich von Mönchengladbach gelegen - immer wieder an.

Hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr herrscht aktuell auch im Nordosten Deutschlands im Bereich des östlichen Niedersachsens bis nach Brandenburg sowie im Süden und Südwesten Deutschlands. «Schon seit mehr als vier Wochen hat es kaum geregnet, in einigen Regionen herrscht bereits die höchste Stufe der Waldbrandgefahr», sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). «Die oberste Bodenschicht ist staubtrocken.» Sollten die Wetterverhältnisse der ersten Aprilhälfte andauern, könnte dieser April als einer der besonders trockenen in die Statistik eingehen.

Besonders heftig war am Dienstag das Feuer in dem niederländischen Nationalpark. Es breite sich sehr stark aus, meldeten die Sicherheitsbehörden der Provinz Limburg. Aus dem Wald- und Heidegebiet stiegen weithin sichtbar große Rauchwolken auf, meldete die niederländische Agentur ANP. Ein nahe gelegenes Wohnviertel wurde evakuiert. Zunächst hatte die Feuerwehr erklärt, dass der Großbrand unter Kontrolle sei. Bis Dienstagmittag zerstörten die Flammen nach Angaben der Feuerwehr rund 170 Hektar Wald - davon etwa 10 Hektar auf der deutschen Seite, wie es vom Kreis Viersen hieß.

Auch andernorts in Nordrhein-Westfalen gab es Waldbrände. In Gummersbach östlich von Köln hatten am Montag gut 35 Hektar Wald in Flammen gestanden, zeitweise hing eine riesige Rauchwolke über der Stadt im Oberbergischen Kreis. Ein Feuerwehrsprecher sagte am Dienstagmorgen, der Brand sei zu einem großen Teil gelöscht. Es gebe noch vereinzelt Brandherde.

Bei Wenden im Kreis Olpe im Sauerland hatten bis zu 400 Feuerwehrleute einen Waldbrand auf einer Fläche von rund drei Hektar bekämpft, nachdem die Flammen am Montagabend ausgebrochen waren. Am Dienstagmorgen wurden noch Glutnester gelöscht. Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

In Niedersachsen beschäftigte ein Moorbrand bei Lohne viele Einsatzkräfte. In einem rund ein Hektar großen Waldstück brenne das Unterholz, außerdem eine Torfmiete, sagte der Sprecher der Kreisfeuerwehr Vechta, Jens Lindemann. In dem Wald kämen ein Löschroboter und ein Löschhubschrauber zum Einsatz. Es sei eine Fläche von 30 bis 35 Hektar betroffen. Am Samstag war auch im emsländischen Papenburg ein Feuer auf einem 32 Hektar großen Moorgebiet ausgebrochen. Daraufhin wurden Häuser geräumt. Dieses Feuer sei inzwischen gelöscht, sagte ein Polizeisprecher in Lingen.

Brände wurden auch aus anderen Teilen Deutschlands gemeldet - etwa aus dem Wilden Moor bei Rendsburg in Schleswig-Holstein, aus Thüringen und einem Wald in Nürnberg.

Den DWD-Berechnungen zufolge fielen vom 14. März bis zum 18. April vielerorts weniger als zehn Liter pro Quadratmeter. Zugleich sorgten an vielen Tagen Sonnenschein, sehr trockene Luft und zeitweise auch frischer bis starker Wind für hohe Verdunstungsraten von etwa sechs Litern pro Quadratmeter am Tag. Der Wasserbedarf der Pflanzen war in diesem Zeitraum deutlich höher als die Niederschlagsmenge und musste aus dem im Boden gespeicherten Wasser gedeckt werden.

Zumindest bis zum Wochenende dürfte sich an dieser Situation wenig ändern: Bei trockenem, sonnigen und zunehmend warmen Wetter erhöhen die sehr trockene Luft und kräftiger Ostwind die Verdunstung. Die Bodenfeuchtigkeit dürfte daher weiter sinken. Erst am Wochenende könnte es örtlich zu Niederschlägen kommen. «Die Regenmengen, mit denen wir ab dem Wochenende rechnen können, dürften aber vorerst nicht ausreichen, um die aktuelle Trockenheit flächendeckend und nachhaltig zu beenden», warnte Tobias Fuchs, Vorstand für Klima und Umwelt beim DWD.

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dpa

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Veröffentlicht am:
21. 04. 2020
16:33 Uhr

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dpa

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21. 04. 2020
16:33 Uhr



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