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Höchststand: 731 neue Tote in New York

New York auf dem vorläufigen Höhepunkt der Corona-Pandemie: Während die Zahlen der Opfer kräftig steigen, wird nun sogar eine Kirche als Krankenhaus umfunktioniert. Doch Gouverneur Cuomo sieht Licht am Ende des Tunnels.



Corona-Krise
Die New Yorker Kathedrale St. John the Divine wird in der Corona-Pandemie zum Behelfs-Krankenhaus.   Foto: Marcus Santos/ZUMA Wire/dpa

Auf dem vorläufigen Höhepunkt der Corona-Krise in New York hat der besonders heftig getroffene US-Bundesstaat 731 Tote an nur einem Tag verzeichnet. Insgesamt lag die Zahl der Toten damit bei etwa 5500, wie Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz sagte.

In den vergangenen Tagen waren um die 600 Patienten in dem Staat gestorben. Der Gouverneur machte aber wegen anderer, sinkender Zahlen - vor allem die neu eingelieferter Patienten - Hoffnung: «Soweit wir sehen, gibt es eine Abflachung (der Kurve) oder ein mögliches Plateau. Das liegt an dem, was wir tun. Und wir müssen es weiter tun.» In New York mit seinen knapp 20 Millionen Einwohnern gelten seit Wochen strenge Ausgangsbeschränkungen.

Unterdessen werden in der gleichnamigen Millionenmetropole weiterhin alle möglichen Gebäude zu Notfallkliniken umfunktioniert, zum Beispiel die Kathedrale St. John the Divine. In dem knapp 200 Meter langen Kirchenschiff sollen Zelte für bis zu 200 Patienten aufgebaut werden, berichteten Lokalmedien am Dienstag unter Berufung auf Dekan Clifton Daniel. Auch die darunterliegende Krypta soll genutzt werden. Die rund 100 Jahre alte Episkopalkirche im Nordwesten Manhattans gilt als eines der größten gotischen Gotteshäuser der Welt.

Der Bundesstaat New York mit seinen insgesamt rund 19 Millionen Einwohnern ist in der Corona-Krise derzeit das Epizentrum der USA. Die Fallzahlen dort sind um ein vielfaches höher als in anderen Staaten - auch, weil dort deutlich mehr getestet wird. Die Zahl der bestätigten Fälle liegt bei mehr als 138.000.

US-Medien betonten derweil, dass die Zahl der Todesopfer in New York City in der Krise die der Terroranschläge des 11. September überstiegen habe. Damals starben knapp 3000 Menschen. Auch im Nachbarstaat New Jersey sind laut Johns-Hopkins-Universität in Baltimore nun bereits mehr als 1000 Menschen gestorben.

Besonders betroffen sind auch die Polizisten von New York City. Mindestens zwölf Mitarbeiter seien bereits in Zusammenhang mit mutmaßlichen Coronavirus-Infektionen gestorben, berichtete der Nachrichtensender CNN am Dienstag. Mehr als 2000 weitere Mitarbeiter seien mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Bürgermeister Bill de Blasio betonte allerdings bei einer Pressekonferenz am Montagabend (Ortszeit), die Situation bessere sich allmählich. Immer mehr Polizisten würden sich nach überstandenen Krankheiten zurück zum Dienst melden.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
08. 04. 2020
00:33 Uhr

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08. 04. 2020
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