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Hurrikan «Delta» trifft auf mexikanische Halbinsel Yucatán

Als Wirbelsturm der zweithöchsten Kategorie hatte «Delta» sich beliebten Urlaubsorten wie Cancún und Tulum genähert. Zwar hat er sich etwas abgeschwächt, er bleibt aber weiter sehr gefährlich. Auch die USA könnten ihn bald zu spüren bekommen.



Aus dem All
Dieses von der NASA veröffentlichte Satellitenbild zeigt den Hurrikan «Delta» aus dem Weltraum. Mexikos Yucatán-Halbinsel wappnet sich für den stärksten Sturm dort seit 15 Jahren.   Foto: -/NASA/AP/dpa » zu den Bildern

Mit großer Wucht ist Hurrikan «Delta» auf die Südostküste von Mexiko getroffen. Der Wirbelsturm der Kategorie zwei erreichte am Mittwochmorgen (Ortszeit) die Halbinsel Yucatán und verursachte Überschwemmungen.

Dutzende Bäume stürzten um, vielerorts kam es zu Stromausfällen. «Delta» traf nach Angaben des Nationalen Hurrikanzentrums der USA nahe der Ortschaft Puerto Morelos rund 35 Kilometer südlich des beliebten Urlaubsorts Cancún auf Land. In den kommenden Tagen wird er sich Vorhersagen zufolge den USA nähern.

Besonders bedrohte Gegenden waren in Yucatán evakuiert und verzichtbare Aktivitäten eingestellt worden. Knapp 40.000 Menschen wurden nach Angaben der mexikanischen Zivilschutzbehörde in Sicherheit gebracht. Rund 7700 Soldaten waren im Einsatz, um den betroffenen Menschen zu helfen, wie die mexikanische Regierung um Präsident Andrés Manuel López Obrador am Morgen (Ortszeit) in einer Pressekonferenz mitteilte. Es gab zunächst keine Berichte über Opfer.

Der Sturm war am Dienstag über dem Karibischen Meer als Hurrikan der zweithöchsten Stufe vier an den Cayman-Inseln vorbeigezogen. Er schwächte sich kurz vor Erreichen Mexikos auf die Kategorie zwei ab, das Hurrikanzentrum warnte aber weiter vor lebensbedrohlichen Sturmfluten, gefährlichem Wind und heftigem Regen. Auch die Cayman-Inseln und Kuba bekamen stürmisches Wetter ab.

Mit einer andauernden Windgeschwindigkeit von bis zu 165 Kilometern pro Stunde zog «Delta» über den Nordosten Yucatáns hinweg. Dort liegen beliebte Urlaubsorte wie Cancún, Tulum und die Insel Cozumel. Nach Medienberichten, die sich auf Behördenangaben stützten, hielten sich in dem dortigen Bundesstaat Quintana Roo trotz der Corona-Pandemie rund 40.000 Touristen auf. Allein in Cancún standen laut Bürgermeisterin Mara Lezama 170 Notunterkünfte bereit.

Mit 28 Stundenkilometern bewegte sich der Sturm in nordwestliche Richtung. Das Hurrikanzentrum sagte voraus, dass er am Donnerstag wieder an Kraft gewinnen und möglicherweise wieder die Kategorie vier erreichen werde. Am Freitag werde er sich dem nördlichen Golf von Mexiko - und damit der US-Küste - nähern.

«Delta» rief Erinnerungen an Hurrikan «Wilma» von 2005 wach. Dieser hatte große Teile der weißen Sandstrände von Cancún weggespült. Um sie wiederherzustellen, wurden für rund 20 Millionen US-Dollar 2,7 Millionen Kubikmeter Sand herbeigeschafft.

Die Hurrikan-Saison im Atlantik, die von Juni bis November dauert, fällt dieses Jahr besonders heftig aus. Die 21 Namen, die in alphabetischer Reihenfolge für die Stürme vorgesehen waren, sind bereits aufgebraucht, so dass nun auf das griechische Alphabet zurückgegriffen wird. Das passierte zuletzt ebenfalls im Jahr 2005. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, ist Experten zufolge eine Folge des Klimawandels.

© dpa-infocom, dpa:201007-99-852348/6

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Veröffentlicht am:
07. 10. 2020
17:20 Uhr

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07. 10. 2020
17:20 Uhr



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