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Hurrikan «Hanna» erreicht Texas - Corona erschwert Hilfe

«Hanna» ist der erste Hurrikan über dem Atlantik in dieser Saison - und er trifft das vom Coronavirus schwer gezeichnete Texas. Ein zweiter Wirbelsturm ist im Pazifik mit Kurs auf Hawaii unterwegs.



Hurrikan «Hanna»
Eine Straße in der texanischen Stadt Corpus Christi ist bereits von dem anstehenden Hurrikan überflutet worden.   Foto: Eric Gay/AP/dpa

Der erste Hurrikan der diesjährigen Saison über dem Atlantik ist im US-Bundesstaat Texas auf Land gestoßen.

Der Hurrikan der niedrigsten Stufe eins erreichte am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometer pro Stunde die Küste, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum der US-Klimabehörde NOAA mitteilte. Danach schwächte «Hanna» sich ab und wurde zum Tropensturm heruntergestuft.

Schäden wurden zunächst nur aus der Küstenstadt Port Mansfield gemeldet. Das Hurrikan-Zentrum warnte aber weiterhin vor schweren Regenfällen, die zu lebensbedrohlichen Sturzfluten führen könnten. Im Pazifik war ein weiterer Wirbelsturm, Hurrikan «Douglas», mit hohen Windgeschwindigkeiten in Richtung Hawaii unterwegs.

Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, rief für zahlreiche Bezirke den Notstand aus. Die dort grassierende Corona-Pandemie erschwere die Arbeit der Helfer bei dem Sturm, sagte Abbott laut US-Medien weiter.

«Diese Herausforderung ist kompliziert und wird noch verschärft, wenn man bedenkt, dass er durch ein Gebiet fegt, das das am stärksten von Covid-19 betroffene Gebiet des Bundesstaates ist.» Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind in Folge der Corona-Pandemie bisher rund 5000 Menschen allein in Texas gestorben.

Im Pazifik war Hurrikan «Douglas» in der Nacht zum Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von fast 150 Kilometern pro Stunde in Richtung Hawaii unterwegs. Das Hurrikan-Zentrum teilte mit, «Douglas» werde «gefährlich nahe» an den größten Inseln Hawaiis vorbeiziehen. Zwar werde erwartet, dass der Sturm sich abschwäche. Er werde die Inseln aber immer noch fast in Hurrikan-Stärke passieren.

Über dem Atlantik erwartete NOAA in diesem Jahr nach einer Vorhersage vom Mai eine überdurchschnittlich aktive Hurrikan-Saison. Von Juni bis Ende November sei mit bis zu zehn Hurrikanen zu rechnen, davon könnten bis zu sechs sehr starke Wirbelstürme werden, hatte die Behörde erklärt. Im Durchschnitt gibt es pro Jahr über dem Atlantik sechs Hurrikane, drei davon entwickeln sich zu Stürmen großer Stärke.

Angesichts verfügbarer Klimadaten und der höheren Wassertemperatur im Atlantik und der Karibik liege die Wahrscheinlichkeit einer normalen Saison nur bei 30 Prozent, die einer unterdurchschnittlichen sogar nur bei 10 Prozent, hieß es damals. US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, dass seine Regierung die Stürme genau beobachte und mit den betroffenen Bundesstaaten in Kontakt stehe.

© dpa-infocom, dpa:200726-99-924458/5

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dpa

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Veröffentlicht am:
26. 07. 2020
22:32 Uhr

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26. 07. 2020
22:32 Uhr



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