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Japaner sind die Super-Touris - Deutsche eher unbeliebt

In der globalisierten Welt reisen Menschen in andere Kulturkreise und werden dort unterschiedlich wahrgenommen. Die Landsleute eines Landes sind eigentlich überall gerngesehen - das gilt allerdings nicht unbedingt für die Deutschen.



Japaner in Rothenburg ob der Tauber
Japanische Touristen vor dem Renaissance-Rathaus in Rothenburg ob der Tauber.   Foto: Stefan Kiefer

Japanische Urlauber sind in Europa Everybody's Darling. Ob in Großbritannien, Frankreich, Finnland oder Spanien - die Gäste aus dem Land der aufgehenden Sonne sind dort gerngesehen.

Das ist das Ergebnis einer heute veröffentlichten globalen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, für die 29.004 Erwachsene aus 26 Ländern befragt wurden. Auf die Frage, welche Urlauber am positivsten im eigenen Land wahrgenommen werden, nannten 26 Prozent der Finnen und 18 Prozent der Franzosen die Japaner. Auch in Deutschland und Spanien erreichten sie mit jeweils 12 Prozent die vergleichsweise höchsten Werte.

Die deutschen Urlauber hingegen können sich von den Japanern offensichtlich noch etwas abschauen. In Deutschlands Sonnen-Reise-Ziel Spanien nehmen nur sechs Prozent der Befragten die Deutschen als tadellose Touristen wahr. Doppelt so viele geben den Japanern den Vorzug. 17 Prozent der Spanier erklärten die Deutschen zu den unbeliebtesten Urlaubern. Lediglich beim Nachbarn Frankreich rücken die deutschen Gäste nah an die Japaner heran.

Auf den vorderen Rängen liegen die Deutschen noch bei Italienern und Dänen, von denen jeweils 18 Prozent sie zu den Lieblingsurlaubern kürten. Die skandinavischen Länder stellten einander besonders gute Noten aus, die Dänen stehen bei den Norwegern hoch im Kurs (23 Prozent), die Norweger bei den Schweden (22 Prozent).

Am anderen Ende der Beliebtheitsskala stehen laut der Umfrage in Europa Russen und Briten. Russische Touristen haben vor allem in Dänemark und Deutschland einen schlechten Ruf - 38 beziehungsweise 36 Prozent der dort Befragten nannten sie auf die Frage nach den unbeliebtesten Touristen. Die Briten wiederum kommen in Deutschland (39 Prozent) und Spanien (46 Prozent) am schlechtesten weg.

Damit haben sie etwas mit den Chinesen gemein: Touristen aus dem Reich der Mitte sind im Asien-Pazifik-Raum am unbeliebtesten. 67 Prozent der Menschen in Singapur halten Chinesen für die schlimmsten Touristen. Auch Vietnamesen und Thailänder mit 45 und 44 Prozent Ablehnungsquoten mögen die Urlauber aus China nicht. Auffällig bei den Befragten aus diesem geografischen Raum: Japaner sind auch hier besonders gerngesehen, in Singapur halten 43 Prozent, in Malaysia 36 Prozent der Befragten sie für die touristischen Musterknaben.

Die Deutschen und Briten sind in Europa am selbstkritischsten. Nur 40 Prozent der Deutschen und 29 Prozent der Briten glauben, dass der Auftritt ihrer Landsleute im Ausland positiv ist. Hingegen sind die Dänen (67 Prozent), Spanier (66 Prozent) und Italiener (61 Prozent) überzeugt, dass ihre Landsleute im Ausland einen guten Eindruck hinterlassen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
03. 09. 2019
07:35 Uhr

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03. 09. 2019
07:35 Uhr



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