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Kein Silvesterfeuerwerk an Hamburgs Binnenalster erlaubt

Im vergangenen Jahr gab es an Silvester unschöne Szenen rund um die Hamburger Binnenalster. Dabei wurden auch Menschen verletzt. Damit das nicht noch mal passiert, gibt es dort nun ein Böller-Verbot. Nicht nur Hamburg plant solche Verbotszonen.



Silvester in Hamburg
Silvesterraketen erleuchten den Himmel über der Binnenalster in Hamburg.   Foto: Angelika Warmuth/dpa/Archiv

Wegen Sicherheitsbedenken soll es an Silvester kein Feuerwerk am Hamburger Jungfernstieg geben. Die Polizei der Hansestadt hat ein Böllerverbot rund um die Binnenalster ausgesprochen.

Durch den unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerkskörpern und immer mehr Menschen sei die Gefahr von Verletzungen gestiegen, sagte Innensenator Andy Grote (SPD). Bei Aggressionen aus der Menge sei auch die Situation für Einsatzkräfte schwierig. Polizeibeamte sollen das Verbot mit Kontrollen umsetzen.

Böllerfreie Zonen soll es auch in den Innenstädten von München, Stuttgart, Hannover und Köln geben. München etwa hat ein Feuerwerksverbot in der Altstadt und Fußgängerzone erlassen. Flächendeckende Verbote sind in Deutschland aber bislang kaum geplant, wie aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter 53 Städten und Gemeinden in der vergangenen Woche hervorging.

Komplett untersagt sind Böller und Feuerwerke nur an der Nordsee: Die Inseln Föhr, Amrum und Sylt erlauben den Silvesterbrauch nicht - wie schon in den Vorjahren.

Vor allem Umweltschützer hatten in den vergangenen Monaten versucht, Böller zumindest aus den Innenstädten zu verbannen. Wegen der Luftreinheit will aber keine der befragten Städte das Böllern untersagen. Wie in Hamburg führen die Städte als Grund für Verbotszonen vor allem Sicherheitsbedenken an.

Im vergangenen Jahr seien in Hamburg 10.000 Menschen an die Binnenalster gekommen, sagte der Polizeipräsident der Hansestadt, Ralf Martin Meyer. Darunter seien auch viele Familien mit Kindern. «Natürlich spielt auch Alkohol eine Rolle. Es werden Raketen abgeschossen in einer Art und Weise, die nicht sicher ist», sagte Meyer. Im vergangenen Jahr seien fünf Polizisten verletzt worden. Zudem sei ein siebenjähriges Kind im Gesicht verletzt worden, ein 16-Jähriger an der Hand.

Daher wolle die Polizei in diesem Jahr im Vorfeld reagieren. Grundlage ist eine Allgemeinverfügung nach dem Gefahrenabwehrgesetz. In einer groß angelegten Informationskampagne will die Polizei über das Verbot informieren. Es gebe Plakate, Flyer in verschiedenen Sprachen und Informationen über das Fahrgastfernsehen in öffentlichen Verkehrsmitteln.

«Das Verbot ist nichts Besonderes, das gibt es in vielen Städten», meinte Grote. Der Jungfernstieg habe sich in den vergangenen Jahren zu einem Kristallisationspunkt entwickelt, rund um die Alster und an den Landungsbrücken gebe es diese Probleme nicht. Wie viele Beamte für die Überwachung des Verbots oder insgesamt in der Silvesternacht im Einsatz sind, wurde nicht mitgeteilt.

Um Silvesterfeuerwerk sollte es an diesem Donnerstag im brandenburgischen Baruth gehen. Dort lud die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) auf ihrem Testgelände zur Pressekonferenz.

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dpa

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Veröffentlicht am:
05. 12. 2019
11:17 Uhr

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05. 12. 2019
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