Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

Brennpunkte

Kolumbiens Präsident stoppt Friedensprozess mit Rebellen

Der Bombenanschlag auf eine Polizeischule in Bogotá setzt dem Friedensprozess zwischen der Regierung und der ELN ein jähes Ende. Präsident Duque will hart gegen die Rebellen vorgehen. Auch Kuba sieht er in der Pflicht.



Ivan Duque
Ivan Duque, Präsident von Kolumbien, will hart gegen die linke Guerillaorganisation ELN vorgehen.   Foto: Sergio Acero/colprensa

Nach dem schweren Bombenanschlag mit 21 Toten auf eine Polizeiakademie in Kolumbien hat die Regierung die Friedensgespräche mit der linken Guerillaorganisation ELN vorerst gestoppt.

«Wenn die ELN wirklich Frieden will, dann muss sie dem Land konkrete Taten zeigen», sagte Präsident Iván Duque.

Dazu gehörten die Freilassung von 16 Geiseln in ihrer Gewalt und ein Ende jeglicher krimineller Handlungen. Nur unter diesen Bedingungen sei es möglich, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Regierung machte die ELN für den Anschlag verantwortlich. Die Rebellen haben sich zu den Vorwürfen allerdings noch nicht geäußert.

Die im Zuge der Friedensgespräche ausgesetzten Haftbefehle gegen die Führungsriege der Rebellengruppe würden wieder in Kraft gesetzt, sagte Duque. Er bat alle Staaten um die Festnahme der ELN-Kommandeure. Die Mitglieder des ELN-Oberkommandos halten sich auch immer wieder in Kuba auf. «Wir werden nicht ruhen, bis wir alle Täter und Drahtzieher zur Rechenschaft gezogen haben», sagte der Präsident.

Am Donnerstag waren bei einem Anschlag auf eine Polizeischule in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá 21 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Kurz nach einer Zeremonie zur Beförderung von Kadetten hatte ein Mann ein mit Sprengstoff beladenes Auto auf das Gelände der Polizeiakademie General Santander im Süden der Millionenmetropole gefahren und zur Detonation gebracht. Der Attentäter, ein langjähriges Mitglied und Sprengstoffexperte der ELN, kam bei dem Anschlag ums Leben. Sein Motiv ist unklar. Ein Verdächtiger wurde nach dem Attentat in Bogotá festgenommen.

Kuba möchte sich zu den Haftbefehlen gegen Kommandeure der kolumbianischen Guerillaorganisation ELN mit den Verhandlungsparteien und weiteren Ländern besprechen. «Kuba wird die zwischen der Regierung (Kolumbiens) und der ELN unterzeichneten Protokolle für den Friedensdialog streng einhalten, einschließlich des Protokolls für den Fall der Unterbrechung der Verhandlungen», schrieb der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 01. 2019
10:41 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Anschläge Aufständische und Rebellen Bombenanschläge Friedensprozesse Friedensverhandlungen Guerillaorganisationen Haftbefehle Kommandanten Regierungen und Regierungseinrichtungen Tote Twitter
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Anschlag in Kabul

07.08.2019

Autobomben-Anschlag in Kabul: Dutzende Tote und Verletzte

Eigentlich soll es doch Frieden in Afghanistan geben - von einem möglichen Durchbruch in den Gesprächen ist die Rede. Aber die Taliban verüben einen blutigen Anschlag nach dem anderen. Nun hat es erneut die Hauptstadt Ka... » mehr

Treffen von Erdogan und Putin in Sotschi

22.10.2019

Erdogan und Putin verkünden längere Waffenruhe in Nordsyrien

Knapp zwei Wochen nach dem Einmarsch türkischer Truppen im Norden Syriens trifft Kremlchef Putin seinen türkischen Amtskollegen Erdogan zu Krisengesprächen. Nach stundenlangen Unterredungen scheint festzustehen: Erdogan ... » mehr

Bombenanschlag auf Polizeischule

18.01.2019

21 Tote bei Bombenanschlag auf Polizeiakademie in Kolumbien

Mit tödlicher Wucht ist der Terror in Kolumbiens zuletzt friedlicher gewordene Hauptstadt Bogotá zurückgekehrt. Ein Mitglied der linken ELN-Guerilla soll das Auto mit der Bombe gefahren haben. Handelte er auf eigene Faus... » mehr

Am Tatort

01.12.2019

Boris Johnson gibt Labour Mitschuld an London-Attentat

Zwei Tage nach dem Terrorlauf an der London Bridge mit zwei Opfern kehrt die britische Politik in den Wahlkampfmodus zurück. Gefeiert werden die Männer, die sich dem Attentäter mit einem Narwal-Stoßzahn, einem Feuerlösch... » mehr

Bombenanschlag

17.01.2019

Tote bei Bombenanschlag auf Polizeischule in Kolumbien

Der Täter rast mit seinem Auto auf das Gelände der Akademie, dann explodiert der Wagen. Wer hinter dem Anschlag in Bogotá steckt, ist zunächst unklar. Drogenbanden und linke Rebellen fordern in Kolumbien immer wieder den... » mehr

Waffenruhe möglich

19.11.2018

Jemen: Konfliktparteien setzen auf Entspannung

Tausende Menschen starben in Jemens Bürgerkrieg, Millionen Hungern infolge der größten humanitären Krise der Gegenwart. Nun deutet sich ein möglicher Wendepunkt an. Doch die Menschen im bitterarmen Land bleiben skeptisch... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

VfL Lübeck-Schwartau - HSC 2000 Coburg

VfL Lübeck-Schwartau - HSC 2000 Coburg | 06.12.2019 Lübeck
» 65 Bilder ansehen

Frankenwald-Advent in Nordhalben

Frankenwald-Advent in Nordhalben | 04.12.2019 Nordhalben
» 18 Bilder ansehen

Weihnachtsmarkt in Mitwitz

Weihnachtsmarkt in Mitwitz | 30.11.2019 Mitwitz
» 33 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 01. 2019
10:41 Uhr



^