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Kurswechsel bei Corona-App: Regierung erwartet höhere Akzeptanz

Die Bundesregierung hofft, dass ihre Festlegung auf eine dezentrale Speicherung von Kontaktdaten die Akzeptanz für die geplante Corona-Warn-App erhöhen wird. Weitgehende neue Lockerungen wird es wohl vorerst nicht geben.



Berlin - Bei der nun angestrebten Software-Lösung einer Corona-App sollen Daten nur auf den einzelnen Geräten gespeichert werden. Das «schafft Vertrauen», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Es diene dem Ziel, dass möglichst viele Bürger die App auch nutzten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich zunächst für eine zentrale Speicherung der Daten ausgesprochen. Das war zum Teil in der Opposition und bei einigen Datenschützern auf Kritik gestoßen. Zuletzt hatten sich Spahn und Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) dann aber auf eine dezentrale Variante festgelegt. Noch ist unklar, wann die Smartphone-Anwendung, die auf Abstandsmessung via Bluetooth basiert, an den Start gehen kann.

Die App soll via Bluetooth erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind - und Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass sie sich länger neben infizierten Personen aufgehalten hatten. Aktuell bemühen sich die Mitarbeiter der Gesundheitsämter, Infektionsketten nachzuverfolgen.

Derweil dämpfte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag die Hoffnungen auf weitgehendere schnelle Lockerungen. Am Donnerstag soll es eine Bund-Länder-Schalte zur Corona-Krise geben. «An diesem 30. April wird es wichtige vorbereitende Beratungen und sehr begrenzte Beschlüsse geben», sagte Seibert in Berlin. Der Termin komme zu früh, um die Auswirkungen der zuletzt beschlossenen Öffnungen beurteilen zu können. Stattdessen verwies Seibert auf die nächsten geplanten Beratungen am 6. Mai.

Die Bundesregierung müsse bei den verschiedenen Öffnungsschritten immer im Blick haben, wie sich die Infektionszahlen veränderten, sagte Seibert. Derzeit berät sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) alle zwei Wochen mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder. dpa

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Veröffentlicht am:
27. 04. 2020
14:19 Uhr

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27. 04. 2020
14:19 Uhr



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