Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

Brennpunkte

Linker US-Präsidentschaftsbewerber Sanders jetzt Millionär

Der linke US-Senator Bernie Sanders will Trump als Präsident ablösen, er setzt sich unter anderem für eine Reichensteuer ein. Wie es um sein Einkommen steht, darüber gibt Sanders nun freiwillig Auskunft: Ein Buch hat ihm Einkünfte in Millionenhöhe beschert.



Bernie Sanders
Bernie Sanders, demokratischer US-Senator und Kandidat für die Präsidentschaftswahlen 2020, hat seine Steuererklärungen freiwillig offengelegt.   Foto: Christopher Dolan/The Times-Tribune

Der Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten, Bernie Sanders (77), ist durch einen Bestseller zum Millionär geworden.

Der Senator veröffentlichte Steuererklärungen, wonach er und seine Ehefrau Jane Sanders in den Jahren 2016 und 2017 auf ein gemeinsames Einkommen von jeweils mehr als einer Million Dollar kamen - nach 240.622 Dollar im Jahr 2015. Sanders' Buch «Our Revolution» («Unsere Revolution») war im November 2016 erschienen, kurz nach dem Sieg des Republikaners Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl.

Sanders - der sich als einen demokratischen Sozialisten bezeichnet - setzt sich für eine Reichen- und eine Spekulationssteuer ein. Bei einer Diskussionsveranstaltung von Trumps Haussender Fox News am Montagabend sagte Sanders, sein Buch «war ein Bestseller, der überall auf der Welt verkauft wurde, und wir haben Geld verdient. Wenn irgendwer denkt, dass ich mich dafür entschuldigen sollte, einen Bestseller zu schreiben, dann tut es mir leid, das werde ich nicht tun». Sanders forderte Trump dazu auf, nun ebenfalls seine Steuererklärungen vorzulegen.

Der Präsident weigert sich, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen. Die Demokraten im Abgeordnetenhaus wollen Trump dazu zwingen. Sanders sagte den Fox-Moderatoren bei der Veranstaltung in Bethlehem im Bundesstaat Pennsylvania, er zahle seine Steuern. «Warum holen Sie nicht Donald Trump hierher und fragen ihn, wie viele Steuern er bezahlt?» Der Senator aus Vermont wandte sich dann direkt an Trump, der regelmäßig Fox News schaut. «Hey Präsident Trump, meine Frau und ich haben gerade (Steuererklärungen über) zehn Jahre veröffentlicht», sagte Sanders. «Bitte machen Sie dasselbe.»

Aus den Steuererklärungen geht hervor, dass Sanders und seine Ehefrau im vergangenen Jahr noch auf ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von gut 561.000 Dollar kamen. Der unabhängige Senator ist ein scharfer Kritiker Trumps, den er am Montagabend «einen krankhaften Lügner» und «einen gefährlichen Präsidenten» nannte.

Sanders gehört zur wachsenden Zahl von Bewerbern für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die Wahl im November 2020. In Umfragen liegt er an zweiter Stelle hinter dem früheren Vizepräsidenten Joe Biden, der seine Bewerbung um die Kandidatur allerdings noch gar nicht offiziell erklärt hat.

Die «New York Times» berichtete, unter den offiziellen Bewerbern um die Kandidatur der Demokraten habe Sanders bislang die meisten Spenden eingesammelt: Sanders konnte demnach 18,2 Millionen US-Dollar verbuchen, an zweiter Stelle liegt Senatorin Kamala Harris mit 12 Millionen Dollar. Sanders kann vor allem auf Kleinspender bauen: Der Zeitung zufolge stammen 84 Prozent seiner Mittel von Spendern, die 200 Dollar oder weniger gaben. Sanders trat bereits 2016 bei den Vorwahlen der US-Demokraten an, unterlag aber Hillary Clinton.

Bei der Kandidatur der Republikaner bekam Trump unterdessen Konkurrenz vom früheren Gouverneur des US-Bundesstaats Massachusetts, Bill Weld. Weld erklärte am Montag im Sender CNN, er werde sich um die Kandidatur seiner Partei bewerben. Der 73-Jährige ist der erste Republikaner, der Trump herausfordert. Welds Chancen dürften allerdings schlecht stehen: Nach Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Gallup genießt Trump unter Anhängern der Republikaner seit Monaten Zustimmungswerte um die 90 Prozent.

Weld sagte, es wäre eine «politische Tragödie», wenn Trump 2020 wiedergewählt und weitere vier Jahre im Amt bleiben würde. «Ich hätte Angst um die Republik.» Weld hatte Trump kürzlich in einem Interview der Zeitschrift «Rolling Stone» «bösartigen Narzissmus» attestiert. Weld hatte sich 2016 an der Seite des Präsidentschaftskandidaten der kleinen Libertären Partei, Gary Johnson, um die Vizepräsidentschaft beworben. Im Februar war Weld zu den Republikanern zurückgekehrt.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
16. 04. 2019
15:44 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bernie Sanders Bestseller Bücher CNN Donald Trump Fox News Channel Gary Johnson Hillary Clinton Joe Biden Kamala Harris New York Times Präsidentschaftsbewerber Präsidentschaftswahlen Senatoren Steuererklärungen Steuern und staatliche Abgaben US-Senatoren Vorwahlen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Michael Bloomberg

09.11.2019

Bloomberg sichert sich Option für Präsidentschaftsbewerbung

Steigt der schwerreiche frühere New Yorker Bürgermeister Bloomberg noch in das Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur ein? Präsident Trump hat nur Spott dafür übrig. Führende Anwärter für die Kandidatur d... » mehr

Elizabeth Warren

16.10.2019

US-Demokratin Warren ist neues Ziel parteiinterner Attacken

Elizabeth Warren hat sich im Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten nach ganz vorne geschoben. Das macht sie nun zum Ziel von heftigen Seitenhieben ihrer Mitbewerber. Und was ist mit dem vorher so klaren Favoriten Joe ... » mehr

Fernsehdebatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber

vor 15 Stunden

Demokratische Präsidentschaftsbewerber rügen Trump

Am Abend nach einer aufsehenerregenden Zeugenaussage in den Impeachment-Ermittlungen treten die Präsidentschaftsanwärter der Demokraten zur fünften TV-Debatte an. Die Ukraine-Affäre spielt auch dort eine wichtige Rolle. » mehr

Bernie Sanders

31.07.2019

TV-Debatte der US-Demokraten zeigt Gräben auf

So viele Demokraten wie nie mühen sich für 2020 um eine Präsidentschaftskandidatur. Bei TV-Debatten müssen sie sich vor nationalem Publikum beweisen. Runde Nummer zwei in Detroit gerät zu einem öffentlichen Kampf um den ... » mehr

US-Präsident Trump

16.04.2019

Erster Republikaner will 2020 gegen Trump antreten

Bisher schien Donald Trump die Republikanische Partei fest im Griff zu haben. Doch jetzt wagt sich der erste innerparteiliche Konkurrent aus der Deckung. » mehr

Sanders und Biden

13.09.2019

TV-Debatte der US-Demokraten: Biden gegen Warren und Sanders

Bei der Fernsehdebatte der US-Demokraten in Detroit knöpften sich die Präsidentschaftsbewerber den Favoriten Joe Biden noch kollektiv vor. Bei Runde drei in Houston gab es weniger direkte Attacken und mehr inhaltlichen S... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Coburger Weihnachtsbaum 2019

Anlieferung Coburger Weihnachtsbaum | 18.11.2019 Coburg
» 19 Bilder ansehen

BBC Coburg - Gießen 46ers Rackelos 101:78 (58:34) Coburg

BBC Coburg - Gießen 46ers Rackelos 101:78 (58:34) | 17.11.2019 Coburg
» 46 Bilder ansehen

Rathaussturm in Steinberg Steinberg

Rathaussturm in Steinberg | 16.11.2019 Steinberg
» 8 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
16. 04. 2019
15:44 Uhr



^