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Mindestens ein Toter bei Flugzeugunglück in Istanbul

Bei der Landung in Istanbul kommt eine Maschine so hart auf, dass sie zerbricht. 183 Menschen sind an Bord. Das Unglück verläuft einigermaßen glimpflich - dennoch gibt es viele Verletzte und mindestens einen Toten.



Istanbuler Flughafen
Rettungskräfte an einem Flugzeug, das am Istanbuler Flughafen von der Landebahn abgekommen war und Feuer gefangen hatte.   Foto: -/AP/dpa

Bei einer Beinahe-Katastrophe am Istanbuler Airport Sabiha Gökcen ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Das sagte am späten Abend Gesundheitsminister Fahrettin Koca.

Ein Flugzeug mit 183 Menschen an Bord war von der Landebahn abgekommen und auseinandergebrochen. In einer Stellungnahme aus dem türkischen Verkehrsministerium hatte es zunächst geheißen, es habe keine Todesopfer gegeben. Koca sprach zudem von 157 Verletzten.

Bilder zeigten, dass der vordere Teil der Maschine ganz abgerissen war, sowie schwere Brüche im mittleren und hinteren Teil - dort war auf ersten Bildern auch ein Feuer zu sehen. Dem Sender TRT zufolge zerbrach das Flugzeug in drei Teile. Auf TV-Bildern war auch zu sehen, wie Passagiere durch einen Riss in der Flugzeughülle und über eine Tragfläche nach draußen kletterten. Einem von TRT interviewten Augenzeugen zufolge verließen Passagiere das Flugzeug zunächst auf eigene Faust, Hilfe sei erst später gekommen.

Die Maschine habe ersten Informationen zufolge «eine harte Landung» hingelegt und sei dann ins Gelände gerutscht, sagte Verkehrsminister Mehmet Cahit Turhan. Zu den Gründen für die Bruchlandung, die wohl nur mit sehr viel Glück einigermaßen glimpflich ausging, gab es zunächst nur wenige Angaben. In Istanbul war das Wetter am Mittwoch stürmisch und regnerisch. Der Istanbuler Gouverneur Ali Yerlikaya sagte zu Journalisten, das Flugzeug sei am Boden erst einmal 50 bis 60 Meter weit geschlittert und dann aus 30 bis 40 Metern Höhe in tieferliegendes Gelände gefallen.

Kommentatoren des Senders Habertürk berichteten, das abgerissene Cockpit liege umgestürzt da. Den Piloten gehe es aber gut, sagte Yerlikaya.

Den Bildern zufolge handelt sich um eine Maschine der Fluggesellschaft Pegasus. Sie soll aus der westtürkischen Stadt Izmir gekommen sein. Pegasus bestätigte das am Abend in einer ersten kurzen Stellungnahme.

Nach offiziellen Angaben waren 177 Passagiere an Bord, unter ihnen auch zwei Babys, sowie sechs Crew-Mitglieder. Der Airport sei nach dem Unfall für weitere Flüge geschlossen worden, berichteten Medien. Einige würden zum großen neuen Istanbul-Flughafen umgeleitet. In einem Tweet machte die Flughafenverwaltung darauf aufmerksam, dass Flüge auch storniert würden. Passagiere sollten sich für mehr Informationen an die Fluggesellschaften wenden.

Am Sabiha-Gökcen-Flughafen war erst Anfang Januar ein Pegasus-Flugzeug von der Landebahn abgekommen. Es habe keine Verletzten gegeben, ließ die Fluggesellschaft verlauten. Das Gouverneursamt der Provinz Istanbul teilte damals per Twitter mit, dass 164 Passagiere sicher aus der Maschine gebracht worden seien. Der Unfall habe sich wegen schlechten Wetters ereignet.

Bei einer anderen Beinahe-Katastrophe waren im August 2018 in einer Bruchlandung im Norden Mexikos alle 103 Insassen einer Maschine der Aeroméxico mit dem Leben davongekommen. Ursache des Unglücks war schlechtes Wetter. 2016 entkamen in Dubai 300 Menschen der Katastrophe, als eine Boeing 777 der Fluggesellschaft Emirates nach der Landung in Flammen aufging und ausbrannte. 2010 überlebten 126 Menschen wie durch ein Wunder die Bruchlandung ihres Flugzeugs auf der kolumbianischen Karibikinsel San Andrés. Die Maschine zerbrach auf der Landepiste in drei Teile, ging aber nicht in Flammen auf. Ein Passagier starb allerdings an einem Herzanfall.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
05. 02. 2020
21:29 Uhr

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dpa

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05. 02. 2020
21:29 Uhr



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