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Notfallplan für Kliniken - Betten durch Umbau von Hallen

Es ist absehbar, dass für die Corona-Infizierten bald mehr Betten und mehr Beatmungsgeräte nötig sind. Ein Notfallplan soll dafür sorgen, dass in den Krankenhäusern nachgerüstet wird.



Uniklinik Köln
Krankenhäuser und Universitätskliniken bereiten sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf die Aufnahme von mehr Patienten vor.   Foto: Rolf Vennenbernd/dpa » zu den Bildern

Angesichts steigender Zahlen an Corona-Infizierten wollen Bund und Länder die stationäre Krankenhausversorgung ausweiten.

Um Kliniken zu entlasten, die sich auf den Aufbau von Intensivkapazitäten konzentrieren, müssten an anderen Kliniken und gegebenenfalls provisorischen weiteren Standorten wie Hotels oder umgerüsteten Hallen zusätzliche Betten- und Behandlungskapazitäten - bis hin zur Verdoppelung - aufgebaut werden. Das geht aus einem «Grobkonzept Infrastruktur Krankenhaus» hervor, auf das sich Bund und Länder am Dienstag verständigt haben.

Danach sollen unter anderem Rehabilitationseinrichtungen, Hotels oder größere Hallen umgerüstet werden, um dort die zahlreichen leichteren Behandlungsverläufe zu versorgen. Notfalls sollen dazu Deutsches Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk oder auch andere Dienste herangezogen werden. «Dies entlastet dann die Krankenhäuser für schwerere Verläufe», heißt es in dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Zur Steigerung der Beatmungskapazität plane das Bundesgesundheitsministerium mit den Gesundheitsministern

der Länder bis Anfang nächster Woche, wann die vom Bund beschafften Beatmungsgeräte unterschiedlicher Kategorien wo eingesetzt werden können. «Weitere Beschaffungen seitens der Länder und Kliniken sind davon ausdrücklich unbenommen.»

Die Länder sollten mit ihren Kliniken, die über Intensivkapazitäten verfügen, Pläne erarbeiten, um dieses Ziel durch den Aufbau provisorischer Intensivkapazitäten zu erreichen. Alle Kliniken und Einrichtungen des Gesundheitswesens sollten «ihre Lagerbestände, Altbestände und "Keller" durchforsten» nach Betten, Liegen oder Beatmungsgeräten, die zusätzlich genutzt werden könnten, heißt es weiter.

Jede Klinik sollte auch vorausschauende Personalplanung betreiben: vorhandenes Personal zusätzlich für einen etwaigen Einsatz im Intensivbereich schulen. Auch sollten Konzepte entwickelt werden für den Einsatz von Medizinstudenten höherer Semester, sowie für den Einsatz von Ärzten und Pflegekräften, die sich aus dem Ruhestand oder anderen Bereichen zur Unterstützung zur Verfügung stellen.

Die Länder sollten zudem Kontakt zu den Medizinischen Diensten der Krankenversicherung aufnehmen und gemeinsame Konzepte entwickeln, wie dort beschäftigte Ärzte und Pflegekräfte in der akuten Versorgung unterstützen könnten.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
17. 03. 2020
19:38 Uhr

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17. 03. 2020
19:38 Uhr



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