Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

Brennpunkte

Nur einige Hundert Teilnehmer bei Pro-Chemnitz-Demo

Einen Tag vor dem Jahrestag einer tödlichen Messerattacke in Chemnitz hat das rechtsextremistische Bündnis Pro Chemnitz zur Demonstration aufgerufen. Der Zulauf fällt allerdings überschaubar aus.



Pro Chemnitz
Teilnehmer der rechtsextremistischen Bewegung Pro Chemnitz versammeln sich in Chemnitz zu einer Kundgebung.   Foto: Hendrik Schmidt » zu den Bildern

Ein Jahr nach einem tödlichen Messerangriff in Chemnitz hat die rechtsextremistische Bewegung Pro Chemnitz weniger Teilnehmer als angekündigt zu einer Demonstration auf die Straße gebracht.

Nach Angaben von Polizei und Ordnungsbehörde folgten am Sonntagabend rund 450 Menschen dem Aufruf. Angemeldet waren laut Stadt 1000 Teilnehmer. In den Reihen von Pro Chemnitz wurden Deutschland-Fahnen geschwenkt und es gab «Wir sind das Volk»-Rufe.

In Sicht- und Hörweite hatte sich Gegenprotest des Bündnisses Chemnitz nazifrei versammelt. Dort zählten die Behörden bis zu 300 Teilnehmer. Zudem fanden in der Stadt noch ein Bürgerfest und eine Gewerkschaftsveranstaltung statt.

Die Polizei war mit knapp 700 Beamten im Einsatz. Die sächsische Landespolizei erhielt nach Angaben einer Sprecherin Unterstützung von der Bundespolizei sowie von Beamten aus Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Am 26. August 2018 war am Rande des Chemnitzer Stadtfestes ein Deutscher erstochen worden. Die Tat hatte rechte Demonstrationen und rassistische Übergriffe ausgelöst, die Chemnitz monatelang erschütterten. Für die ersten Demos hatten vor allem Hooligans aus dem Umfeld des Chemnitzer FC mobilisiert. Danach rief regelmäßig Pro Chemnitz zu Aufmärschen auf. Die Wählervereinigung wird im sächsischen Verfassungsschutzbericht 2018 als rechtsextremistisch eingestuft.

Wegen der tödlichen Attacke war am Donnerstag ein Syrer zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte im Prozess geschwiegen, in einem Fernseh-Interview jedoch bestritten, den 35-Jährigen erstochen zu haben. Nach einem zweiten Verdächtigen aus dem Irak wird weltweit gesucht.

Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) sagte, Pro Chemnitz suche die Bühne. Im vorigen Jahr sei das dem Bündnis gelungen. «In einer Demokratie gibt es ein Versammlungsrecht. Das genießt gerade Pro Chemnitz», sagte die Stadtchefin. Sie hoffe aber, «dass das Bild dieser Stadt nicht nur das ist». Veranstaltungen wie das dreitägige Bürgerfest seien «die stärkste Antwort» auf die Ereignisse vom vorigen Jahr.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
25. 08. 2019
22:17 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Alternative für Deutschland Beamte Bernd Riexinger Bundespolizei Bürgermeister und Oberbürgermeister CDU Demokratie FC Bayern München Felix Müller Landespolizeien Messer-Attentate Michael Kretschmer Olaf Scholz Ordnungsbehörden Pegida Polizei Rechtsradikalismus SPD Serap Güler Stadtfeste Twitter Öffentliche Behörden
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
«Unteilbar»-Demo in Dresden

24.08.2019

Tausende demonstrieren in Dresden für Freiheit und Toleranz

Dresden erlebt eine der größten Demonstrationen seit der Wende. Menschen aus allen Teilen Deutschlands fahren in die Elbestadt, um ein klares Zeichen gegen Fremdenhass und Intoleranz zu zeigen. » mehr

Im Wahllokal

01.09.2019

Hohe Wahlbeteiligung in Sachsen und Brandenburg

Seit dem Morgen sind die Wahllokale in Brandenburg und Sachsen geöffnet. Neu gewählt werden zwar «nur» zwei Landtage, doch den Abstimmungen wird auch eine hohe bundespolitische Bedeutung beigemessen. Mit Spannung erwarte... » mehr

Protest gegen «Schild und Schwert Festival»

23.06.2019

Ostritzer kaufen den Neonazis das Bier weg

Ostritz hat ein Zeichen gesetzt: Die ostsächsische Stadt möchte keine Neonazi-Treffen haben. Überstrahlt wird der Gegenprotest von einem besonderen Coup. » mehr

Grundrente

11.11.2019

Parteiführungen der Groko segnen Grundrentenkompromiss ab

Die Führungen von SPD und CSU segnen den Grundrentenkompromiss einmütig ab. In der CDU gibt es drei Gegenstimmen - aus der Parteijugend und der Wirtschaft. Wie reagiert die Unionsfraktion? » mehr

Bodo Ramelow

28.10.2019

Schwieriges Wahlergebnis in Thüringen

Wie lässt sich in Thüringen nach der Wahl vom Sonntag eine stabile Regierung bilden? Sollen Linke und CDU zusammenarbeiten? CDU-Spitzenmann Mohring zeigt zumindest Gesprächsbereitschaft. Die Reaktionen in den eigenen Rei... » mehr

Wahlplakat der AfD

03.09.2019

Nach Landtagswahlen Rufe nach anderem Umgang mit AfD

Die Wahlerfolge für die AfD in Brandenburg und Sachsen bringen die anderen Parteien weiter in Erklärungsnot. Nun wird auch Selbstkritik laut. Parallel läuft die Suche nach neuen Regierungsbündnissen in beiden Bundeslände... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Schwerer Unfall bei Ebensfeld Ebensfeld

Schwerer Unfall in Ebensfeld | 14.11.2019 Ebensfeld
» 9 Bilder ansehen

Festakt 30 Jahre Mauerfall in Ludwigsstadt

Festakt 30 Jahre Mauerfall | 13.11.2019 Probstzella
» 25 Bilder ansehen

Neugestaltung Bahnhof Coburg

Neugestaltung Bahnhof Coburg | 13.11.2019 Coburg
» 6 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
25. 08. 2019
22:17 Uhr



^