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Rassistische Sprüche: Johnson-Berater zurückgetreten

Um die Berater, die der britische Premier Boris Johnson um sich schart, gibt es immer wieder Querelen. Einer von ihnen muss nun seinen Hut nehmen - er soll sich unter anderem über Afroamerikaner und alleinerziehende Frauen ausgelassen haben.



Britische Regierung
Premier Boris Johnson (l) und sein wichtigster Berater Dominic Cummings. Ein weiterer Mitarbeiter musste nach rassistischen Äußerungen gehen.   Foto: Matt Dunham/AP/dpa

Der britische Regierungsberater Andrew Sabisky ist nach dem Auftauchen rassistischer Sprüche von seinem Posten zurückgetreten.

Britische Zeitungen hatten berichtet, dass Sabisky früher unter anderem eine Zwangsverhütung befürwortete, um ungeplante Schwangerschaften und eine «permanente Unterschicht» zu verhindern. Menschen mit afroamerikanischer Abstammung in den USA habe er als im Durchschnitt weniger intelligent als weiße Amerikaner bezeichnet.

Kritiker aus den Reihen der regierenden Konservativen und der Opposition warfen ihm Rassismus vor und forderten seinen Rauswurf. Premierminister Boris Johnson äußerte sich zunächst nicht selbst zu dem Vorfall. Ein Regierungssprecher antwortete ausweichend.

Sabisky selbst twitterte: «Die Medien-Hysterie um meine alten Online-Sachen ist verrückt.» Es mache keinen Sinn, wenn er nicht richtig arbeiten könne. Er habe daher beschlossen, als Auftragnehmer zurückzutreten. Den Medien warf er selektives Zitieren vor.

Der 27-Jährige soll auch alleinerziehende Mütter als ignorant und aggressiv bezeichnet haben. Frauensport hielt er den Berichten zufolge für eher vergleichbar mit den Paralympics als mit Männersport. Die Menschen in Papua-Neuguinea soll Sabisky «Kannibalen» genannt haben.

Er soll sich auf eine Stellenanzeige von Johnsons umstrittenen Berater Dominic Cummings beworben haben. Cummings hatte unter anderem Projektmanager, Politik-Experten und «supertalentierte Spinner» gesucht. Der Wahlkampfstratege gilt als genialer, aber auch unberechenbarer Kopf hinter dem überwältigenden Erfolg Johnsons bei der Parlamentswahl im Dezember und dem Brexit-Votum im Jahr 2016.

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dpa

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Veröffentlicht am:
18. 02. 2020
11:20 Uhr

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18. 02. 2020
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