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Brennpunkte

Rassistischer Terror: Morde in Deutschland

Mit Messer, Pistolen und Bomben setzen manche Rechtsextreme ihre Gesinnung in die Tat um - wie in Hanau haben viele ihrer Opfer einen Migrationshintergrund.



 

Halle , Oktober 2019: Am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur will ein schwerbewaffneter Deutscher eine Synagoge stürmen. Eine schwere Holztür verhindert ein Blutbad. Vor der Festnahme erschießt der 27-Jährige zwei Unbeteiligte. Er gesteht rechtsextreme und antisemitische Motive.

 

München , Juli 2016: Am Olympia-Einkaufszentrum in München erschießt ein 18-Jähriger neun Menschen und anschließend sich selbst. Die meisten Opfer sind Jugendliche mit südosteuropäischen Wurzeln. Motive des Täters mit deutscher und iranischer Staatsbürgerschaft: Mobbing, psychische Probleme und rechtsradikale Ansichten. Die Waffe hatte er sich im sogenannten Darknet besorgt.

 

Eisenach , November 2011: Die Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) fliegt nach einem Banküberfall auf. Beate Zschäpe und ihren Freunden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos werden zehn Morde zwischen 2000 und 2007 und weitere Verbrechen zugerechnet. Die meisten Todesopfer waren Gewerbetreibende mit türkischen oder griechischen Wurzeln. Mundlos und Böhnhardt erschießen sich, Zschäpe wird zu lebenslanger Haft verurteilt.

 

Düsseldorf , Juli 2000: Bei einem Attentat auf Zuwanderer aus Osteuropa werden zehn Menschen verletzt, ein ungeborenes Kind stirbt. Der Sprengsatz war an einer S-Bahn-Station befestigt. Das Landgericht spricht einen Verdächtigen mit Kontakten in die rechte Szene wegen "dürftiger Beweislage" Mitte 2018 frei. Die Tat ist weiter ungeklärt.

 

Solingen , Mai 1993: Bei einem Brandanschlag auf das Haus einer türkischen Großfamilie werden fünf Frauen und Mädchen getötet, 14 Menschen verletzt. Die vier Täter aus der Solinger Neonaziszene werden wegen Mordes verurteilt.

 

Mölln , November 1992: Neonazis setzen ein von Türken bewohntes Haus in der schleswig-holsteinischen Stadt in Flammen. Drei Frauen sterben. Ein Täter muss lebenslänglich in Haft, sein jugendlicher Komplize zehn Jahre.

 

München , Februar 1970: Sieben Menschen sterben bei einem nächtlichen Brandanschlag auf das Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde. Brennendes Benzin hatte den Opfern den Fluchtweg versperrt. Wer für das Attentat auf die jüdischen Bewohner verantwortlich ist, wird nie geklärt. dpa

 

Der Hanauer Attentäter Tobias R. kannte sich in Oberfranken aus: Er studierte in Bayreuth und wollte noch im Herbst offenbar nach Hof ziehen. Bei seiner Bluttat in Hanau starben zehn Menschen

 

 

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Veröffentlicht am:
20. 02. 2020
19:03 Uhr

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20. 02. 2020
19:03 Uhr



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