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SPD rutscht in Umfrage auf Platz drei hinter AfD

Ein halber Prozentpunkt in jede Richtung reicht aus: Haarscharf zieht die AfD an den Sozialdemokraten vorbei auf Platz zwei einer Insa-Umfrage. Andrea Nahles' einstige Konkurrentin Simone Lange sieht auch hausgemachte Gründe.



Andrea Nahles
Andrea Nahles, SPD-Parteivorsitzende, spricht beim politischen Frühschoppen auf dem Volksfest Gillamoos.   Foto: Matthias Balk

Die SPD ist in einer Umfrage in der Wählergunst hinter die AfD auf den dritten Platz zurückgefallen. Sie verlor beim Meinungsforschungsinstitut Insa gegenüber der Vorwoche einen halben Prozentpunkt auf 16 Prozent, während die AfD sich um einen halben Punkt auf 17 Prozent verbesserte.

Die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange, die im Frühjahr gegen Andrea Nahles als SPD-Chefin kandidiert hatte, bezeichnete die Entwicklung als schmerzhaft, aber vorhersehbar.

Stärkste Partei blieb die Union mit 28,5 Prozent und ebenfalls einem halben Punkt Zuwachs. Die Grünen verharrten bei 13,5 Prozent. Die FDP rangierte bei 9,5 Prozent (minus 0,5), die Linke bei 10 Prozent (minus 0,5). Bei anderen Umfrageinstituten lag die SPD zuvor noch knapp vor der AfD.

SPD-Politikerin Lange reagierte besorgt auf das Ergebnis. «Natürlich macht mir das Angst», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Das Ergebnis schmerze natürlich. «Wobei das auch ein bisschen voraussehbar war. Wir haben alle gewusst, die große Koalition bringt die AfD in die Rolle eines Oppositionsführers im Deutschen Bundestag.»

Die SPD-Spitze könne daraus aber auch eine Chance schöpfen, erklärte Lange, die auch Teil der linken Sammlungsbewegung «Aufstehen» um Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht ist. «Lasst uns dann gemeinsam nach vorne gucken und nicht immer, dass die Demokraten sich gegenseitig das Leben schwer machen. Die Linken schimpfen auf die SPD und umgekehrt. Das kann kein Mensch mehr hören, auch ich nicht.»

Lange selbst hatte zuvor Kritik von der SPD-Spitze für ihren Auftritt mit der Sammlungsbewegung geerntet. SPD-Vize Ralf Stegner hatte ihn als PR-Aktion einer Bewegung um Wagenknecht und Oskar Lafontaine bezeichnet, «die beide jetzt nicht dafür bekannt sind, dass sie das Wohl der SPD fördern wollen». Lange hatte im April mit 27,6 Prozent der Stimmen für den SPD-Vorsitz einen Achtungserfolg erzielt, wenngleich sie in der Abstimmung gegen Andrea Nahles unterlag.

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dpa

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Veröffentlicht am:
04. 09. 2018
17:57 Uhr

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dpa

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04. 09. 2018
17:57 Uhr



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