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Schwierige Rettungsarbeiten nach Tsunami

Drei Tage nach dem Tsunami in Indonesien finden Helfer viele weitere Opfer. Heftiger Regen behindert die Bergungsarbeiten. Wie viele Tote und Verletzte in abgelegenen Dörfern wurden noch gar nicht gefunden?



Trümmerfeld in Pandeglang
Trümmerfeld in Pandeglang.   Foto: Veri Sanovri/XinHua » zu den Bildern

Bei dem verheerenden Tsunami in Indonesien sind nach neuen Angaben mindestens 429 Menschen ums Leben gekommen. Erst jetzt haben Helfer auch die abgelegensten Dörfer erreicht, die durch den indirekt von einem Vulkanausbruch ausgelösten Tsunami zerstört wurden.

Die Zahl der Opfer könnte noch steigen: Mehr als 1485 Menschen seien verletzt worden, 154 weitere würden noch vermisst, teilte der indonesische Katastrophenschutz am Dienstag mit. Zudem erschwert starker Regen die Bergungsarbeiten. Straßen in der besonders betroffenen Provinz Banten an der Südwestspitze der Insel Java waren bereits vor dem Tsunami in schlechtem Zustand. Nun können viele nur mit Hilfe von Baggern passierbar gemacht werden.

Teams von Soldaten, Behördenmitarbeitern und anderen Helfern arbeiten sich unermüdlich zu Dörfern im Bezirk Pandeglang vor. Dort richtete der Tsunami besonders schwere Schäden an. Die Regierung habe für die Region einen zwei Wochen dauernden Notstand ausgerufen, sagte Katastrophenschutz-Sprecher Sutopo Purwo Nugroho. Das Gebiet ist vor allem bei Einheimischen als Urlaubsziel beliebt.

Der Tsunami hatte am Samstag Küstengebiete der bei Urlaubern beliebten Inseln Java und Sumatra überschwemmt. Zu dem Zeitpunkt herrschten Flut und Vollmond, was die Wirkung der Wellen verstärkte.

Unter den zahlreichen Opfern war auch die in Indonesien beliebte Band Seventeen. Die Musiker wurden während ihres Konzerts auf einer Strandbühne vom Tsunami weggespült. Nur Sänger Riefian Fajarsyah überlebte. Seine Frau starb ebenso wie die anderen Bandmitglieder. Auf Instagram entschuldigte sich der Musiker, er könne nicht zur Beisetzung der Bandkollegen reisen, er müsse bei seiner Frau bleiben.

Auslöser des Tsunamis war nach offiziellen Angaben eine Eruption des in der Sundastraße rund 50 Kilometer von der Küste entfernten Vulkans Anak Krakatau. Die Erschütterung hatte demnach zu einem Erdrutsch geführt, der dann den Tsunami auslöste. Die Flutwelle traf insgesamt fünf Bezirke auf Java und Sumatra. Am schlimmsten verwüstet wurde der Bezirk Pandeglang im Westen von Java.

Der Vulkan Anak Krakatau - das «Kind des Krakatau» - ist noch nicht zur Ruhe gekommen. Die Insel wächst seit Jahrzehnten aus den Überresten der bei der verheerenden Explosion des Krakatau 1882 fast vollständig zerstörten Vulkaninsel aus dem Meer.

Schon am Montag waren Tausende Menschen wieder in ihre Häuser zurückgekehrt. Viele hatten sich wegen Gerüchten über einen weiteren Tsunami in Notunterkünfte geflüchtet. Deutsche sind nach Angaben des Auswärtigen Amts vom Montag nicht unter den Opfern.

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dpa

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Veröffentlicht am:
25. 12. 2018
18:21 Uhr

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25. 12. 2018
18:21 Uhr



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