Lade Login-Box.
Corona Ticker
Topthemen: CoronavirusVideosCoburger OB-Kandidaten vor der KameraCotubeBlitzerwarner

Brennpunkte

Temperatursturz um fast 20 Grad im Norden, Gewitter im Süden

Endlich etwas Abkühlung von der Gluthitze: In manchen Teilen Deutschlands werden vermutlich nicht einmal 20 Grad erreicht. Jedoch sind Waldbrände vielerorts noch eine große Herausforderung.



Sommergewitter in den Bergen
Mit einem Regenschirm trotzt eine Radfahrerin im bayerischen Garmisch-Partenkirchen dem Regen.   Foto: Angelika Warmuth

Schluss mit Schwitzen, wenn auch nicht überall: Eine von Norden einströmende Kaltfront bringt Deutschland eine geteilte Wetterlage.

Vor allem im Norden und Nordwesten führt das nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu merklich kühleren Temperaturen, die bei Höchstwerten von 19 bis 23 Grad dort noch nicht einmal für einen meteorologischen Sommertag reichen. Weiter südlich ist es nicht nur wärmer, sondern zunächst auch schwül.

Nachdem für Montag in Nordbayern heftige Gewitter und lokaler Starkregen erwartet wurden, soll es am Dienstag zu einer Wetterberuhigung kommen. Im Norden sind bei Wolken und Temperaturen von 16 bis 20 Grad gelegentliche Schauer zu erwarten. Im Süden ist es hingegen überwiegend heiter und sonnig, mit Temperaturen zwischen 21 und 28 Grad aber längst nicht mehr so heiß.

Vielerorts wäre Regen jetzt segensreich. In Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel wütet der nach offiziellen Angaben größte Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes. Betroffen seien 430 Hektar auf einem früheren Truppenübungsplatz bei Lübtheen etwa 50 Kilometer südwestlich von Schwerin. Das Gelände sei hochgradig mit Munition belastet, was die Löscharbeiten erheblich erschwere, sagte Umweltminister Till Backhaus: «Die Sicherheit von Leib und Leben hat jetzt oberste Priorität.» Die Feuerwehrleute dürften sich aus Sicherheitsgründen dem Brandgebiet nur bis auf 1000 Meter nähern. Rauchschwaden zogen bis nach Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Trotz der Gefahr durch Explosionen kämpfen Feuerwehrleute in Südhessen weiter gegen einen Waldbrand in der Nähe eines ehemaligen Munitionsdepots. Man rechnet dort noch mit Löscharbeiten bis Mittwoch. Die heißen Temperaturen der vergangenen Tage haben auch die Waldbrandgefahr in Bayern steigen lassen. Im Nationalpark Bayerischer Wald sei daher das Grillen bis auf Weiteres verboten, teilte die Parkverwaltung am Montag mit. Dort galt die zweithöchste Warnstufe.

Ostsee-Urlauber wurden derweil von Hitzeschäden ausgebremst. Die A1 in Lübeck wurde am Montag in Richtung Norden voll gesperrt. Die Umleitung führte durch das Lübecker Stadtgebiet. Laut Polizei war durch die Hitze ein Stück Beton gesprungen, dieses drückte sich hoch.

Es gibt aber auch Positives zu berichten. Der außergewöhnlich warme Juni hat den Berliner Schwimmbädern die höchsten Besucherzahlen seit Jahren beschert. Mehr als eine Million Gäste seien im vergangenen Monat gezählt worden, teilten die Berliner Bäderbetriebe am Montag mit. Damit sei der bisherige Spitzenwert aus dem Juli 2013 übertroffen worden - damals hatten sich 978.000 Besucher abgekühlt.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
01. 07. 2019
17:13 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Deutscher Wetterdienst Explosionen Meteorologie Papst Franziskus I. Polizei Regen Starkregen Till Backhaus Wald und Waldgebiete Waldbrände Wetterlagen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
München

27.02.2020

Bis zu 16 Grad zum Winter-Ende

Die ersten Bäume knospen, die Frühblüher sind viel zu früh dran, obwohl der meteorologische Winter noch gar nicht vorbei ist. Es ist zu warm in Deutschland - und am Wochenende wird es noch wärmer. » mehr

Straßenbäume gießen

25.04.2019

Wetter wird wechselhaft und kühler - doch es bleibt trocken

Der Boden ist trocken bis in die Tiefen. Der Regen der kommenden Tage bringt wenig Hilfe. In Thüringen bricht ein weiterer Waldbrand aus. Und ein Bundesamt analysiert Dürre-Risiken. » mehr

Sonnenbad

27.06.2019

Durchatmen: Kurze Erholung nach dem Hitzehoch

Nach dem heißesten Juni-Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnung kühlt es vor allem im Norden Deutschlands ab. Doch schon bald rollt die nächste Welle heißer Sahara-Luft auf uns zu. » mehr

Rekord-Temperaturen

30.06.2019

Deutschland schwitzt und schwitzt - Juni-Rekord gebrochen

Die Temperaturen in Deutschland klettern von einem Juni-Rekord zum nächsten. Deutschland schwitzt - am letzten Tag des Monats ist es noch einmal so richtig heiß. Das bekommen Läufer in Hamburg zu spüren - und auch Badegä... » mehr

Waldbrände in Brandenburg

06.06.2019

Gewitter ziehen nach Osten - Waldbrand breitet sich aus

Nach Tagen mit Gewittern kann sich der Westen Deutschlands erstmal entspannen - Wind und Regen ziehen weiter nach Osten. Ob das im Kampf gegen den großen Waldbrand in Brandenburg hilft? » mehr

Schwammspinner-Invasion

22.10.2019

Studie zu Aufforstung gegen Klimawandel angezweifelt

205 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, rund zwei Drittel der von Menschen verursachten klimaschädlichen CO2-Emissionen könne durch Aufforstung der Wälder aufgefangen werden - so eine Studie der ETH Zürich. Kritiker sehen jed... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Stichwahl in Coburg Coburg

Stichwahl 2020 Coburg und Kronach | 29.03.2020 Coburg
» 22 Bilder ansehen

Rad-Reisebericht

Ehepaar aus den Haßbergen erkundet Jerusalem mit Rad | 24.03.2020 Jerusalem
» 15 Bilder ansehen

SPD-Wahlparty in der Loreley Coburg

Kommunalwahl 2020 Coburg | 15.03.2020 Coburg
» 27 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
01. 07. 2019
17:13 Uhr



^