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Tod durch Giftstoff aus Apotheke - Ermittlungen gehen weiter

Eine Mutter und ihr Säugling kommen durch einen Routine-Test auf Diabetes ums Leben. Schuld ist ein Giftstoff, der in einem Mittel aus einer Kölner Apotheke gefunden wurde. Noch stehen die Ermittler vor vielen offenen Fragen.



Andreas Koch
Der Leiter der Kriminalinspektion in Köln, Andreas Koch. Die Ermittlungen zum Tod einer Mutter und ihres Babys durch einen Giftstoff aus einer Apotheke gehen weiter. Foto: Federico Gambarini   Foto: dpa

Die Ermittlungen zum Tod einer Mutter und ihres Babys durch einen Giftstoff aus einer Kölner Apotheke gehen weiter.

«Wir versichern, dass wir alles daran setzen werden, diese Ereignisse aufzuklären. Da arbeiten wir mit Hochdruck dran», sagte der Leiter der Kriminalinspektion, Andreas Koch, in Köln.

Eine 28-jährige Kölnerin war in der vergangenen Woche nach Angaben der Polizei an «multiplem Organversagen» gestorben, nachdem sie eine Glukose-Mischung aus einer Kölner Apotheke zu sich genommen hatte, die Teil eines Routine-Tests auf Diabetes in der Schwangerschaft gewesen sei. Auch das ungeborene Baby, das man noch durch einen Kaiserschnitt zu retten versuchte, kam ums Leben.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren gegen Unbekannt eingeleitet, eine Mordkommission ermittelt in alle Richtungen. Bislang ist unklar, ob Fahrlässigkeit der Grund für die Verunreinigung des Mittels war oder ob jemand vorsätzlich handelte. Man habe bereits etliche Beweismittel sichergestellt und erste Zeugen befragt, sagte der Kölner Staatsanwalt Ulrich Bremer. Auch eine Obduktion des Babys soll weitere Erkenntnisse bringen.

Die Ermittler hatten den toxischen Stoff in einem Behälter der Apotheke festgestellt, aus dem Bestandteile in kleinere Tüten umgefüllt werden. Um welchen Stoff es sich handelte, wollten die Ermittler bei ihrer Pressekonferenz nicht sagen.

Unklar ist weiterhin, ob sich weitere vergiftete Mischungen im Umlauf befinden. Polizei und Stadt warnten ausdrücklich davor, Mittel mit Glukose einzunehmen, die in der Heilig-Geist-Apotheke in Köln-Longerich zusammengestellt wurden. Patienten, die glukosehaltige Präparate dieser Apotheke besitzen, sollten sie nicht einnehmen und umgehend bei der nächsten Polizeiwache abgeben. Bis zum Dienstag habe sich aber noch niemand gemeldet, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Stadt hat der Apotheke vorerst untersagt, selbstproduzierte Medikamente zu verkaufen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
25. 09. 2019
06:55 Uhr

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25. 09. 2019
06:55 Uhr



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