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Trudeau entschuldigt sich bei Juden für Abweisung von Schiff

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat sich für die Abweisung eines Schiffes im Jahr 1939 mit gut 900, vor den Nationalsozialisten aus Deutschland geflohenen Juden entschuldigt.



Justin Trudeau
ARCHIV - 11.11.2017, Vietnam, Danang: Justin Trudeau, Premierminister von Kanada: «Auch wenn Jahrzehnte vergangen sind (...) hat die Zeit keineswegs Kanada von seiner Schuld freigesprochen oder die Last unserer Schande verringert.»   Foto: Hau Dinh/AP/Archiv

Diese Entschuldigung sei lange überfällig, sagte Trudeau im kanadischen Parlament. Das Schiff mit 907 Juden an Bord hatte nach der Zurückweisung durch Kanadas damalige Regierung nach Europa zurückkehren müssen. Viele der Passagiere wurden später von den Nationalsozialisten ermordet.

«Auch wenn Jahrzehnte vergangen sind, seitdem wir den jüdischen Flüchtlingen den Rücken zugekehrt haben, hat die Zeit keineswegs Kanada von seiner Schuld freigesprochen oder die Last unserer Schande verringert», sagte Trudeau. Das Massaker in einer Synagoge der US-Stadt Pittsburgh Ende Oktober mit elf erschossenen Juden sei eine «tragische Mahnung», dass Antisemitismus in Kanada und anderswo auf der Welt weiter existiere. Trudeau rief alle Kanadier auf, gegen «fremdenfeindliches und antisemitisches» Verhalten anzugehen.

Vor der Entschuldigung im Parlament war Trudeau mit einer Frau zusammengetroffen, die sich damals auf dem abgewiesenen Schiff befunden hatte und mittlerweile in Kanada lebt.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
08. 11. 2018
15:41 Uhr

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Antisemitismus Ausländerfeindlichkeit Erschießungen Flüchtlinge Juden Justin Trudeau Kanadische Premierminister Kanadisches Parlament Massaker Nationalsozialisten Premierminister Schiffe
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