Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: CoronavirusVideosCotubeBlitzerwarner

Brennpunkte

Trump bleibt in der Russland-Affäre weiter unter Druck

Die Schlagzeilen rund um die Russland-Ermittlungen wird US-Präsident Trump nicht los. Sein ältester Sohn muss in der Sache nochmals im Senat aussagen. Auch die Demokraten im Repräsentantenhaus lassen nicht locker.



Vater und Sohn
Die Schlagzeilen rund um die Russland-Ermittlungen wird US-Präsident Trump nicht los. Sein ältester Sohn Donald jr. (r.) muss in der Affäre nochmals im Senat aussagen.   Foto: Dan Anderson » zu den Bildern

Nach dem Abschluss der Russland-Untersuchungen von FBI-Ermittler Robert Mueller bleibt US-Präsident Donald Trump unter Druck.

Sein ältester Sohn sagte Donald Trump Jr. am Mittwoch erneut vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aus - hinter verschlossenen Türen. Auf dem Weg zu der Befragung sagte Trump Jr. auf die Frage, ob er seine Aussage im Senat vom September 2017 abändern wolle, er habe «nichts zu korrigieren». Damals ging es um ein Treffen mit Vertretern Russlands im Trump-Tower sowie ein Bauprojekt seines Vaters in Moskau.

Trump Jr. solle zu einem halben Dutzend Aspekten befragt werden, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf informierte Kreise. Im Mai war bekannt geworden, dass der von Trumps Republikanern geführte Geheimdienstausschuss des Senats den Präsidentensohn unter Strafandrohung vorgeladen hatte, um weitere Fragen zu den Russland-Ermittlungen zu beantworten.

Trump hatte irritiert auf die Vorladung seines Sohnes reagiert. Dieser habe bereits mehrere Stunden im Kongress ausgesagt und sei durch den Bericht von FBI-Sonderermittler Mueller «komplett entlastet» worden. Der republikanische Ausschussvorsitzende Richard Burr musste wegen der Vorladung des 41-Jährigen heftige Kritik aus den eigenen Reihen einstecken.

Das von den oppositionellen Demokraten dominierte Repräsentantenhaus stimmte unterdessen am Dienstag (Ortszeit) für eine Resolution, die den Vorsitzenden des Justizausschusses, Jerry Nadler, ermächtigt, gegen Justizminister William Barr und Trumps früheren Rechtsberater Donald McGahn vor Gericht zu ziehen. Barr und McGahn sollen damit zur Zusammenarbeit mit dem Justizausschuss gezwungen werden.

Der Ausschuss hatte Barr unter Strafandrohung aufgefordert, den ungeschwärzten Abschlussbericht Muellers zu den Russland-Ermittlungen vorzulegen. Der Justizminister lehnt das jedoch ab. McGahn wiederum - eine zentrale Figur in Muellers Ermittlungen - kam einer Zwangsvorladung des Justizausschusses nicht nach.

Mueller hatte etwa zwei Jahre lang untersucht, ob das Wahlkampfteam von Trump geheime Absprachen mit Vertretern Russlands traf und ob Trump später, als er schon Präsident war, die Justizermittlungen dazu behinderte. Hintergrund der Ermittlungen war die mutmaßliche Einmischung Moskaus in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016.

Ende März hatte Mueller seine Arbeit abgeschlossen und Barr seinen Abschlussbericht übergeben, der bislang nur in Teilen geschwärzt veröffentlicht wurde. Der Sonderermittler und sein Team waren zwar auf «zahlreiche» Kontakte zwischen Trumps Wahlkampflager und Vertretern Russlands gestoßen. Beweise für eine Straftat fanden sie aber nicht.

In dem Bericht sind diverse Versuche Trumps aufgeführt, Einfluss auf die Ermittlungen zu nehmen - unter anderem über McGahn. Mueller äußerte sich nicht eindeutig zum Vorwurf der Justizbehinderung, sondern führte Argumente dafür und dagegen an. Er sprach Trump aber ausdrücklich nicht von dem Vorwurf frei.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 06. 2019
17:43 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Abschlussberichte CNN Columbia Broadcasting System Donald Trump Präsidenten der USA Repräsentantenhaus Richard Burr Russlandaffäre Senat US-Senat
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Geoffrey Berman

21.06.2020

Machtkampf mit US-Regierung: Staatsanwalt tritt zurück

Die Regierung von US-Präsident Trump kündigt den Rücktritt eines prominenten New Yorker Staatsanwaltes an - der den Schritt aber verweigert. Nun ist der Machtkampf entschieden. Die Demokraten im Kongress erheben schwere ... » mehr

WHO-Logo

08.07.2020

USA treten aus Weltgesundheitsorganisation aus

Trump hat es längst angekündigt, jetzt ist es offiziell: Die USA kehren der Weltgesundheitsorganisation mitten in der Corona-Pandemie den Rücken. UN und WHO bestätigen den Eingang der Erklärung - wollen sie aber erst noc... » mehr

Joe Biden

04.03.2020

Großer Erfolg für Biden bei Vorwahl-Marathon

Joe Bidens Kandidatur war fast schon totgesagt. Nun verbucht der Ex-Vizepräsident spektakuläre Erfolge beim «Super Tuesday». Der Rückzug von Michael Bloomberg dürfte ihm einen weiteren Schub geben - doch das Rennen bleib... » mehr

Donald Trump

03.07.2020

Corona-Fälle nehmen in den USA weiter rapide zu

Die dramatische Zunahme an Corona-Infektionen in den USA bricht nicht ab. Gesundheitsexperten in den USA mahnen angesichts der Feiern zum Unabhängigkeitstag zur Vorsicht. Dort, wo Präsident Trump erwartet wird, soll in F... » mehr

John Bolton

30.01.2020

Trump-Impeachment steuert auf wichtige Entscheidung zu

Seit Wochen dominiert das Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Trump die Schlagzeilen in Amerika. Am Freitag dürfte eine zentrale Frage entschieden werden. » mehr

Mitt Romney

05.02.2020

Republikaner Romney will für Verurteilung Trumps stimmen

US-Präsident Trump verurteilt das Amtsenthebungsverfahren gegen ihn immer wieder als «Hexenjagd» der Demokraten. Dass ein republikanischer Senator Trump nun auch für schuldig hält, ist ein Rückschlag - auch wenn es am Er... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Lkw bleibt in Unterführung stecken

Lkw bleibt in Unterführung stecken | 09.07.2020 Coburg
» 13 Bilder ansehen

Lagerhalle in Geiselwind brennt völlig aus Geiselwind

Lagerhalle brennt völlig aus | 23.06.2020 Geiselwind
» 31 Bilder ansehen

BMW und Motorrad stoßen auf der B 173 zusammen Redwitz an der Rodach

BMW und Motorrad stoßen auf der B 173 zusammen | 23.06.2020 Redwitz an der Rodach
» 8 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 06. 2019
17:43 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.