Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

Brennpunkte

Trump läutet Wiederwahl-Kampagne mit heftigen Attacken ein

Donald Trump will weitere vier Jahre im Weißen Haus bleiben. Mit einer Großkundgebung in Florida läutet der Präsident nun hochoffiziell seine Kampagne zur Wiederwahl im nächsten Jahr ein - und spult im Wesentlichen seine bisherigen Wahlkampfbotschaften ab.



Start in den Wahlkampf
Donald Trump zu Beginn der Wahlkampfveranstaltung im Amway Center in Orlando.   Foto: Evan Vucci/AP » zu den Bildern

Mit heftigen Angriffen auf die Demokraten und einem neuen Slogan hat US-Präsident Donald Trump offiziell seine Kampagne für die erhoffte Wiederwahl 2020 begonnen.

Gemeinsam mit seinen Anhängern werde er «Amerika weiterhin großartig machen» und dann dafür sorgen, dass es auch «wirklich großartig bleibt», sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) vor rund 20.000 jubelnden Zuhörern in Orlando (Florida).

Unter ihm werde das Land besser dastehen als je zuvor. «Und deswegen stehe ich hier vor Euch, um offiziell meinen Wahlkampf für eine zweite Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zu starten.»

Trump erklärte «Keep America Great» zu seinem neuen Wahlkampfmotto für 2020, auf Deutsch in etwa: Sorgt dafür, dass Amerika großartig bleibt. In die Wahl 2016 war Trump mit dem Slogan «Make America Great Again» gezogen («Macht Amerika wieder großartig»). Trump nannte dies den besten Wahlkampfslogan aller Zeiten. Das ausgegebene Ziel sei jedoch weitgehend erreicht.

«Wir werden nicht verlieren», sagte Trump seinen Anhängern mit Blick auf die Präsidentenwahl im November nächsten Jahres. «Ich werde euch niemals enttäuschen.»

Eindringlich warnte Trump vor einem Wahlsieg der Demokraten. «Unsere radikalen demokratischen Gegner sind von Hass, Vorurteilen und Wut getrieben», sagte er. «Sie wollen euch zerstören und sie wollen unser Land zerstören, wie wir es kennen.»

Die Demokraten wollten Amerika zu einem sozialistischen Staat machen, die US-Bürger ihrer Grundrechte berauben und die Grenzen für illegal einwandernde Migranten öffnen, behauptete Trump. Er werde nicht zulassen, dass es dazu komme. Der Präsident mahnte, es stehe viel auf dem Spiel, und rief seine Anhänger eindringlich dazu auf, wählen zu gehen.

Neben seinen gewohnten Angriffen auf die Demokraten und die Medien spulte Trump bei der mehr als einstündigen Rede größtenteils sein übliches Repertoire an Wahlkampfbotschaften ab. Der Präsident erklärte, keine andere US-Regierung habe derart viel erreicht wie seine in den vergangenen zweieinhalb Jahren. Die Wirtschaft stehe besser da denn je, die Arbeitslosigkeit sei auf einem historischen Tiefpunkt und international seien die USA wieder respektiert.

«Der amerikanische Traum ist zurück», sagte Trump. «Er ist größer und stärker und besser denn je.» Mit konkreten Aussagen über seine künftige politische Agenda hielt er sich aber zurück.

Trump wurde in Florida von Vizepräsident Mike Pence, dessen Ehefrau Karen und der First Lady Melania Trump begleitet. Sein Stellvertreter Pence sagte: «Wir haben 2016 Geschichte geschrieben und wir werden wieder Geschichte schreiben.» Auch Trumps Familie, Mitglieder seiner Regierung und einige republikanische Senatoren waren bei dem Wahlkampfauftakt mit dabei.

Dass Trumps Team als Ort dafür Florida wählte, ist kein Zufall. Der Sonnenstaat im Süden gilt als Schlüssel zum Wahlsieg. Mit 29 Wahlmännern ist Florida gemeinsam mit New York der drittgewichtigste Bundesstaat im US-Wahlsystem nach Texas und Kalifornien - und mit Abstand der größte «Swing State». Darunter versteht man die Bundesstaaten, in denen ungewiss ist, ob die Demokraten oder Republikaner dort siegen werden.

Um Trump herauszufordern, bewerben sich mehr als 20 Demokraten um die Kandidatur ihrer Partei. Namentlich nannte Trump nur die beiden bislang aussichtsreichsten demokratischen Bewerber: den früheren Vizepräsidenten Joe Biden und den unabhängigen Senator Bernie Sanders, der sich schon 2016 um die Kandidatur für die Demokraten bemüht hatte. Beide potenziellen Herausforderer bedachte Trump mit den üblichen Schmähungen: Sanders nannte er den «verrückten Bernie» («Crazy Bernie»), Biden den «schläfrigen Joe» («Sleepy Joe»).

Sanders schrieb auf Twitter, Trump habe die großen Herausforderungen des Landes bei seinem Auftritt in Orlando gar nicht angesprochen. «Trump lebt in einem Paralleluniversum», kritisierte er. «Er hat keinen Bezug zu den normalen Menschen. Er muss besiegt werden.»

Bei den Republikanern gibt es außer Trump bislang nur einen weiteren Kandidaten, der für die Partei in die Wahl ziehen will. Dabei handelt es sich um den früheren Gouverneur des US-Bundesstaats Massachusetts, Bill Weld. Ihm werden aber keine nennenswerten Chancen eingeräumt, Trump die Kandidatur der Republikaner streitig zu machen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 06. 2019
16:07 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bernie Sanders Demokratie Donald Trump Hass Joe Biden Mike Pence Präsidenten der USA Präsidentschaftswahlen Twitter US-Regierung Vizepräsidenten Weißes Haus
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Parteitag der Demokraten

21.08.2020

Biden verspricht Ende der «Zeit der Dunkelheit» in USA

Joe Biden ist jetzt auch offiziell Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten. Der 77-Jährige verspricht, im Falle eines Wahlsiegs gegen Amtsinhaber Trump der Präsident aller Amerikaner zu sein - und sie in eine bessere ... » mehr

Parteitag der Republikaner

25.08.2020

Republikaner-Parteitag schürt Angst vor Bidens Demokraten

Der amerikanische Traum kann nur mit US-Präsident Trump überdauern: Diese Botschaft sendeten die Republikaner am ersten Abend ihres Parteitags. Düster sieht es ihnen zufolge aus, sollten die Demokraten die Wahl im Novemb... » mehr

Donald Trump

28.04.2020

Trump hofft auf «spektakuläre» Erholung der US-Wirtschaft

Mehr als 26 Millionen Arbeitslose, ein historischer Einbruch des Wachstums. Die Fakten zeigen: Trump bricht sein Wahlkampf-Argument weg. Aber der US-Präsident verbreitet weiter Optimismus. » mehr

Obama und Biden

14.04.2020

Ex-US-Präsident Barack Obama stellt sich hinter Joe Biden

Lange schwieg Barack Obama dazu, wen er für den besten Herausforderer von Donald Trump hält. Nun spricht sich der Ex-Präsident für seinen früheren Vize aus. Die Demokraten bemühen sich, die eigenen Reihen im Kampf gegen ... » mehr

Kamala Harris

20.08.2020

Obama rechnet mit Trump ab - Harris offiziell nominiert

Ein Ex-Präsident kritisiert in den USA seinen direkten Nachfolger nicht - eigentlich. Barack Obama stellt Donald Trump aber beim Parteitag der Demokraten schonungslos an den Pranger und spricht von «dunklen Zeiten», aus ... » mehr

Biden zieht mit Harris als Vize-Kandidatin in Wahl

18.08.2020

US-Demokraten beginnen Parteitag mit Attacken auf Trump

Die Demokraten versuchen, eine breite Front gegen US-Präsident Donald Trump über die Grenzen der eigenen Partei hinaus zu schmieden. Inmitten der Corona-Krise halten sie einen virtuellen Parteitag ab. Michelle Obama lief... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

"It'z Jazz around the Globe" in Coburg

"It'z Jazz around the Globe" in Coburg | 26.09.2020 Coburg
» 44 Bilder ansehen

Busfahrer streiken in Coburg Coburg

Streik der Busfahrer in Coburg | 25.09.2020 Coburg
» 10 Bilder ansehen

ICE kollidiert mit Schafherde Sonneberg

ICE kollidiert mit Schafherde | 23.09.2020 Sonneberg
» 23 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 06. 2019
16:07 Uhr



^