Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

Brennpunkte

Trump will Kelly Knight Craft zur UN-Botschafterin machen

Seit fast zwei Monaten ist der oberste Posten der USA bei den UN vakant. Eine umstrittene Kandidatin zog ihre Bewerbung zurück, nun will Präsident Trump die bisherige US-Botschafterin in Kanada nach New York schicken. Aber auch bei ihr gibt es Fragezeichen.



Kelly Knight Craft
Kelly Knight Craft war bisher Botschafterin der USA in Kanada.   Foto: Adrian Wyld/The Canadian Press via AP

Die bisherige US-Botschafterin in Kanada und frühere Unternehmerin Kelly Knight Craft soll nach dem Willen von Präsident Donald Trump neue Chefdiplomatin der USA bei den Vereinten Nationen werden.

Trump kündigte am Freitag im Kurznachrichtendienst Twitter an, sie für den Posten in New York zu nominieren. Die 56-Jährige habe einen «ausgezeichneten Job» gemacht, die USA zu repräsentieren. Wenn der Senat der Personalie zustimmt, würde Craft auf Nikki Haley folgen, die das Amt zum Ende des vergangenen Jahres aus persönlichen Gründen abgegeben hatte.

Craft war vor ihrer Zeit als US-Botschafterin in Kanada Unternehmerin im US-Bundesstaat Kentucky. Sie ist mit Joe Craft verheiratet, einem milliardenschweren Geschäftsmann aus der Kohleindustrie. Beide sind Spender der Republikaner von Trump. Im Wahlkampf 2016 unterstützte das Ehepaar Kandidaten der Konservativen nach einem Bericht der «Washington Post» mit rund 1,5 Millionen US-Dollar (1,3 Millionen Euro). Laut der «New York Times» spendeten die Crafts insgesamt zwei Millionen US-Dollar (1,8 Millionen Euro) für Trumps Wahlkampf und seine Amtseinführungszeremonie.

In Crafts Zeit als Botschafterin in Kanada fiel die Neuverhandlung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta sowie der G7-Gipfel in La Malbaie, bei dem es zum Eklat kam, weil Trump seine Unterstützung für die Gipfelerklärung im Nachhinein zurückzog.

Für Aufsehen sorgte Clark, als sie erklärte, sie glaube «beiden Seiten» in der Debatte über den Klimawandel. In einem Interview des Senders CBC war sie gefragt worden, ob sie an den Klimawandel glaube. Sie entgegnete daraufhin: «Ich glaube, es gibt Wissenschaftler auf beiden Seiten, die richtig liegen.»

Craft ist bereits Trumps zweite Kandidatin für das Spitzenamt. Die bisherige Anwärterin Heather Nauert hatte ihre Bewerbung am vergangenen Sonntag überraschend zurückgezogen. Sie erklärte, die vergangenen zwei Monate seien für ihre Familie sehr aufreibend gewesen.

Mehrere US-Medien berichteten allerdings, Grund für Nauerts Rückzug sei, dass sie vor Jahren eine Frau als Kindermädchen beschäftigt hatte, die keine US-Arbeitserlaubnis gehabt habe. Aus Angst vor Komplikationen im Nominierungsprozess wegen dieses Falls habe Nauert entschieden, sich selbst aus dem Rennen zu nehmen.

In der vergangenen Woche musste Trump dann einen neuen Kandidaten finden. Zeitweise gab es Spekulationen, der Präsident könne den umstrittenen US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, nach New York schicken. Die US-Vertretung in Berlin wies das zurück.

Dass die Wahl auf Craft fiel, hat auch damit zu tun, dass sie mit dem Top-Republikaner Mitch McConnell einen wichtigen Verbündeten im Kongress hat. Der Mehrheitsführer der Konservativen im Senat erklärte, er habe Trump empfohlen, Craft für das Amt auszuwählen.

Der US-Botschafterposten bei den Vereinten Nationen hat bislang Kabinettsrang. Es wird aber erwartet, dass sich das ändert. Trump sieht die UN kritisch, unter der bisherigen Botschafterin Haley hatten die USA einen Sparkurs eingeläutet.

Das Weiße Haus muss den Senat nun noch offiziell über die Nominierung informieren. Dann muss sich Craft in einer Anhörung den Fragen von Senatoren stellen. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Demokraten sie dabei aggressiv befragen werden.

Die Personalie ist nicht die einzige, die das Weiße Haus derzeit beschäftigt. So wird etwa der wichtige Posten des Verteidigungsministers nur kommissarisch geleitet, weil der bisherige Amtsinhaber James Mattis im Dezember zurückgetreten war. In Trumps zwei Jahren als Präsident hat es bereits zahlreiche Rücktritte und Entlassungen gegeben.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 02. 2019
15:35 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bewerbungen Dollar Donald Trump James Mattis Mitch McConnell Nikki Haley Politische Kandidaten Richard Grenell Twitter UNO Weißes Haus
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
US-Abzug

08.10.2019

Trump: Wir haben die Kurden nicht im Stich gelassen

Die türkische Regierung will ihre Offensive gegen Kurdenmilizen in Nordsyrien durchziehen. Die erwägen, sich mit der syrischen Regierung zusammenzutun. Und Donald Trump rudert zurück. » mehr

US-Präsident Trump

22.10.2019

Trump sieht sich als «Lynchmord»-Opfer

Trump hat mit einer neuen Äußerung für Empörung gesorgt. Er sieht sich als Opfer der Medien und der Demokraten. Aber mit seinem jüngsten Vergleich geht er vielen Abgeordneten zu weit. » mehr

Heather Nauert

17.02.2019

Trumps Kandidatin für UN-Botschafterposten zieht sich zurück

Die Kandidatin für das Amt der UN-Botschafterin der USA, Heather Nauert, hat überraschend ihre Bewerbung zurückgezogen. Das erklärte Nauert in einer schriftlichen Mitteilung des US-Außenministeriums. » mehr

Pelosi führt Debatte

27.09.2019

Trump will anonyme Tippgeber in Ukraine-Affäre aufspüren

Ein Whistleblower bringt Donald Trump schwer in Bedrängnis. Der US-Präsident versucht, den Hinweisgeber zu diskreditieren. Und auch für dessen mögliche Informanten hat er eine Botschaft parat, die Irritationen auslöst. » mehr

Dina Powell  und Ivanka Trump

10.10.2018

Trumps UN-Botschafterin Haley geht

Die UN-Botschafterin der USA erklärt überraschend ihren Rücktritt. Was sind die Hintergründe? Die Spekulationen über die Nachfolge sind bereites in vollem Gang - auch der Name des umstrittenen US-Botschafters in Deutschl... » mehr

Pompeo und Maas

07.11.2019

Pompeo und Maas legen gemeinsames Nato-Bekenntnis ab

US-Außenminister Mike Pompeo in Deutschland: Nach viel Streit schlägt er überaus versöhnliche Töne an. Zusammen mit seinem Amtskollegen Maas lässt er das transatlantische Bündnis hochleben. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Coburger Weihnachtsbaum 2019

Anlieferung Coburger Weihnachtsbaum | 18.11.2019 Coburg
» 19 Bilder ansehen

BBC Coburg - Gießen 46ers Rackelos 101:78 (58:34) Coburg

BBC Coburg - Gießen 46ers Rackelos 101:78 (58:34) | 17.11.2019 Coburg
» 46 Bilder ansehen

Rathaussturm in Steinberg Steinberg

Rathaussturm in Steinberg | 16.11.2019 Steinberg
» 8 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 02. 2019
15:35 Uhr



^