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Türkische Gemeinde will keine «Kuschelzeremonie» mit Erdogan

Zwischen Annäherung und kritischer Distanz: Die Türkische Gemeinde in Deutschland erhofft sich von Erdogans Berlin-Besuch eine Fortsetzung der Entspannung. Aber nicht um jeden Preis.



Erdogan besucht Deutschland
Erdogan kommt auf Einladung von Bundespräsident Steinmeier zu einem Staatsbesuch nach Deutschland.   Foto: Henning Kaiser

Die Türkische Gemeinde in Deutschland hofft, dass der Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland eine Phase der Entspannung einläuten wird.

«Ich finde es gut, dass unser Staatspräsident Frank-Walter Steinmeier ein Staatsbankett zu seinen Ehren veranstaltet, weil es zeigt, dass Deutschland ein großes Interesse an einer Entspannung in den Beziehungen zur Türkei hat», sagte der Bundesvorsitzende des Migrantenverbandes, Gökay Sofuoglu, der Deutschen Presse-Agentur. Die aus der Türkei stammenden Zuwanderer und ihre Nachkommen hätten unter den zahlreichen Konflikten zwischen Berlin und Ankara in den vergangenen drei Jahren sehr stark gelitten.

Sofuoglu, der selbst an dem Staatsbankett teilnehmen wird, betonte, diese Einladung an Erdogan dürfe in der Türkei aber nicht missgedeutet werden. Sie bedeute nicht, «dass Deutschland die Politik Erdogans akzeptiert». Er gehe davon aus, dass während des Besuches auch über Menschenrechtsfragen gesprochen werde. «Das darf keine Kuschelzeremonie werden», fügte er hinzu.

Erdogan kommt am Donnerstagabend auf Einladung von Bundespräsident Steinmeier zu einem Staatsbesuch nach Deutschland. Der türkische Staats- und Regierungschef trifft auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und reist anschließend weiter nach Köln, wo er die Zentralmoschee des türkischen Islam-Verbandes Ditib eröffnet.

In sozialen Netzwerken werden Menschen mit türkischen Wurzeln dazu aufgerufen, aus anderen Regionen Deutschlands zu Tausenden nach Köln zu reisen, um ihm dort unter freiem Himmel mit türkischen Fahnen einen gebührenden Empfang zu bereiten.

NRW-Integrationsstaatssekretärin Serap Güler (CDU) kritisierte Ditib. «Wenn Erdogan nun tatsächlich derjenige sein soll, der diese Moschee eröffnet, wird die Ditib auch ihre letzten Fürsprecher verlieren», sagte sie dem «Kölner Stadtanzeiger». Die Ditib-Zentrale solle sich dann als geben, was sie wirklich sei: Erdogans politischer Arm in Deutschland.

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dpa

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Veröffentlicht am:
25. 09. 2018
11:36 Uhr

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25. 09. 2018
11:36 Uhr



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