Topthemen: Globe TheaterHSC 2000 CoburgBBC CoburgStromtrasse

Brennpunkte

US-Außenminister kritisiert in Polen Nord Stream 2

Auf seiner Europareise prangert US-Außenminister Pompeo den zunehmenden Einfluss Russlands und Chinas in Ostmitteleuropa an und kritisiert die Erdgaspipeline Nord Stream 2. Als nächstes steht eine Nahost-Konferenz in Warschau auf dem Plan - und die ist umstritten.



Mike Pompeo
US-Außenminister Mike Pompeo bei einer Pressekonferenz in Warschau.   Foto: Czarek Sokolowski/AP

Auf seiner Europareise hat US-Außenminister Mike Pompeo in Polen die russisch-deutsche Erdgaspipeline Nord Stream 2 kritisiert.

Die USA seien Gegner des Projekts, das Russland überlegener und europäische Länder von russischen Gaslieferung abhängig machen würde, sagte Pompeo am Dienstag in Warschau. Dort wird er an diesem Mittwoch und Donnerstag an einer von den USA und Polen organisierten Nahost-Konferenz teilnehmen. Das Treffen, zu dem rund 60 Delegationen aus aller Welt erwartet werden, gilt wegen der auseinandergehenden Einstellungen von EU und USA zur Iran-Politik als umstritten.

Im Vorfeld der Konferenz sprach Pompeo mit seinem polnischen Kollegen Jacek Czaputowicz unter anderem über Sicherheitsfragen und Energiesicherheit. Kritik an Nord Stream 2 erneuerte auch Polen, das eine Abhängigkeit von russischem Gas befürchtet. Das Vorhaben sei für die Energiesicherheit Europas geradezu schädlich, sagte Czaputowicz.

Vor der Ankunft in Polen war Pompeo, der bis Freitag auch noch nach Brüssel und Reykjavik reist, in der Slowakei. In der Hauptstadt Bratislava erinnerte er an den Fall des Eisernen Vorhangs vor 30 Jahren und warnte vor «russischer Aggression», die die Freiheit auf dem Kontinent zu untergraben drohe. Auch China unterdrücke das eigene Volk, während es zugleich im Ausland mehr Einfluss suche, sagte der US-Außenminister, dessen Europareise am Montag in Budapest begann.

An der Seite von US-Vizepräsident Mike Pence und Polens Präsident Andrzej Duda wird Pompeo am Mittwochabend in Warschau die von beiden Ländern organisierte Konferenz zur Zukunft und Sicherheit im Nahen Osten eröffnen. Das Treffen wird von Gegnern als Anti-Iran-Konferenz kritisiert. Mehrere westeuropäische Außenminister bleiben der Veranstaltung fern. Deutschland wird von Staatsminister Niels Annen vertreten.

Europa und die USA sind gespalten in der Frage, wie man mit dem Iran umgehen soll. Während die Europäer auf ein Abkommen setzen, das die iranische Atombombe verhindern und gleichzeitig die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Iran stärken soll, setzen die Vereinigten Staaten auf Sanktionen.

Ihre Teilnahme bestätigten bisher auch der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu und der ungarische Außenminister Peter Szijjarto. Auf Ministerebene werden außerdem Saudi-Arabien, Bahrain, der Jemen, Jordanien, Kuwait, der Oman, Marokko und die Vereinigten Arabischen Emirate vertreten sein. Aus Ägypten und Tunesien werden die Vize-Außenminister erwartet. Der Iran, der die Konferenz scharf kritisiert hatte, war nicht eingeladen worden.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 02. 2019
19:39 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Andrzej Duda Außenminister Benjamin Netanjahu Konferenz Kritik Mike Pence Mike Pompeo Niels Annen Nord Stream 2 Nordeuropäische Gasleitung US-Außenminister
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Mike Pence

14.02.2019

USA fordern von Europäern Ausstieg aus Iran-Abkommen

Frieden und Stabilität im Nahen Osten insgesamt sollte das Thema einer hochrangig besetzten Konferenz in Warschau sein. Am Ende ging es fast nur um den Iran. Der Streit über den Umgang mit dem Land belastet zunehmend das... » mehr

Mike Pence in Warschau

13.02.2019

USA rüsten Polen mit schweren Kriegswaffen auf

US-Vizepräsident Pence ist erstmals in Polen. Anlass ist eine umstrittene Nahost-Konferenz, die Kritiker für ein Anti-Iran-Treffen halten. Der zweite Mann im Weißen Haus will aber auch an ein anderes Land ein klares Sign... » mehr

Merkel und Pence

10.02.2019

Auch Netanjahu kommt nicht zur Münchner Sicherheitskonferenz

Erst Macron, jetzt Netanjahu: Der Münchner Sicherheitskonferenz kommt ein Hochkaräter nach dem anderen abhanden. Die Gründe für die Absage sind auch im Fall Netanjahu unklar. Liegt es am Iran oder an der Innenpolitik? » mehr

Pipeline

08.02.2019

EU-Kompromiss ermöglicht Weiterbau von Nord Stream 2

Der Bau der russisch-deutschen Erdgaspipeline Nord Stream 2 ist eines der umstrittenesten Energieprojekte in Europa. Jetzt haben Gegner und Befürworter einen Kompromiss vereinbart. » mehr

Merkel in der Slowakei

07.02.2019

Deutschland und die Visegrad-Staaten wollen enger koperieren

Es war eine schwierige Reise. Doch selbst bei der Flüchtlingspolitik gab es beim Treffen von Kanzlerin Merkel mit der Visegrad-Gruppe freundliche Worte. Aber wie lange halten die Freundlichkeiten an? Noch ist die neue EU... » mehr

Sarah Sanders

20.12.2018

Trump schlägt wegen Syrien-Abzug Welle der Kritik entgegen

Die Experten innerhalb und außerhalb der USA sind sich einig: Die Entscheidung Donald Trumps zum Abzug der US-Truppen in Syrien ist falsch. Der Präsident verteidigt den offenbar einsam getroffenen Entschluss. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Gesundheitstag in Coburg

Gesundheitstag in Coburg | 17.02.2019 Coburg
» 6 Bilder ansehen

Büttenabend in Rothenkirchen

Büttenabend in Rothenkirchen | 16.02.2019 Rothenkirchen
» 29 Bilder ansehen

Büttenabend in Kronach

Büttenabend in Kronach | 16.02.2019 Kronach
» 23 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 02. 2019
19:39 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".