Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: 30 Jahre WiedervereinigungCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

Brennpunkte

US-Vize Pence würdigt Mondlandung - ISS-Mission zum Jubiläum

Mike Pence besucht die Nasa und die Apollo-Rakete prangt auf einer der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Washingtons: Die USA feiern das Jubiläum der Mondlandung vor 50 Jahren. Wie die geplante Renaissance der Raumfahrt bezahlt werden soll, ist aber unklar.



Feier im Kennedy Space Center
Er war dabei: US-Vizepräsident Mike Pence verweist während einer Veranstaltung im Kennedy Space Center auf den Apollo-11-Astronauten Buzz Aldrin (r).   Foto: John Raoux/AP » zu den Bildern

Fünfzig Jahre nach der ersten Landung des Menschen auf dem Mond am 20. Juli 1969 (US-Zeit) haben die US-Amerikaner vielerorts das historische Ereignis gefeiert.

Am Samstag würdigte Vizepräsident Mike Pence im Kennedy Space Center in Florida den Erfolg der Apollo-11-Mission. «Der Mond war eine Entscheidung, eine amerikanische Entscheidung», sagte er. «Und für einen kurzen Moment waren alle Völker der Erde wirklich eins.»

Pence bekräftigte US-Pläne für eine neue Mondmission namens Artemis, die bis 2024 erneut Menschen auf den Mond bringen soll. «Die nächsten Männer und die erste Frau auf dem Mond werden Amerikaner sein. Wir werden Wochen und Monate auf der Mondoberfläche verbringen», kündigte er an. «Dieses Mal werden wir bleiben.»

Zum Jahrestag der ersten Mondlandung sind vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur drei Raumfahrer mit einer Sojus-Rakete zur Internationalen Raumstation ISS geflogen. Sie dockten um 00.48 Uhr MESZ dort an. Neben dem Italiener und Esa-Astronauten Luca Parmitano wurden auch der Amerikaner Andrew Morgan und der russische Kosmonaut Alexander Skworzow ins All geschickt. In der zweiten Hälfte ihrer sechsmonatigen Mission soll Parmitano als erster Italiener das Kommando auf der ISS übernehmen. Der 42-Jährige war bereits 2013 auf der Raumstation und wäre bei einem Außeneinsatz fast in seinem Raumanzug ertrunken, weil sich Wasser in seinem Helm gesammelt hatte.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst, der bereits zwei Mal auf der ISS war, hielt aus Anlass des Mondlandungsjubiläums einen Vortrag im Berliner Zeiss-Großplanetarium. Er würde es begrüßen, wenn jeder Mensch einmal ins All fliegen könnte, sagte der als «Astro-Alex» bekannte Astronaut dabei. «Ich bin überzeugt davon, dass es jedem Menschen gut tut, diesen Planeten einmal von außen zu sehen.» Dies sei gut, weil «man plötzlich realisiert, manche Dinge, die ich bisher für wichtig gehalten habe, die sind vielleicht gar nicht so wichtig.»

In Washington waren bereits seit Tagen Fotos und Videoaufnahmen der Apollo-Mission auf das knapp 170 Meter hohe Washington Monument projiziert worden, den Obelisken im Zentrum der Museumsmeile der Stadt. Zu tropischen Temperaturen fand das Spektakel seit Dienstag jeden Abend Tausende Besucher. Das Luft- und Raumfahrtmuseum Smithsonian hatte zudem ein dreitägiges Festival ausgerufen. Raumfahrtfans hatten am Samstag zu einer Gedenkminute um 21.17 Uhr deutscher Zeit aufgerufen, dem Moment, zu dem das Landemodul mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin an Bord im Jahr 1969 auf dem Mond aufsetzte. Rund sechs Stunden später hatten die beiden dann als erste Menschen den Mond betreten. Die Nasa zeigte die Original-Aufnahmen als Live-Stream 50 Jahre danach auf ihrer Webseite.

Bereits am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump die beiden noch lebenden Astronauten der «Apollo 11»-Mission im Weißen Haus empfangen. Das Jubiläum am Samstag sei ein «großer Tag» für die USA, sagte Trump bei dem Treffen mit Michael Collins (88) und Buzz Aldrin (89) im Oval Office. Der Präsident kündigt öffentlich auch immer wieder eine sogenannte «Space Force» mit Militärstreitkräften im Weltall an. Details und konkrete Finanzierung dieser Ideen sind noch unklar, der US-Kongress ist bisher eher kritisch. Trump nahm an den Feierlichkeiten am Wochenende nicht teil und verbrachte den Samstag in seinem Golf-Ressort in der Nähe von New York.

Die «New York Times» würdigte das Ereignis in ihrer Wochenendausgabe mit fast zwei Dutzend Sonderseiten. Sie veröffentlichte unter anderem das originale Titelblatt vom Tag nach der Mondlandung und ein ausführliches Special über Edward Dwight Junior, einen afroamerikanischen Astronauten, der zwar für die Mondmission von der US-Raumfahrtbehörde Nasa trainiert wurde, aber letztlich nicht daran teilnehmen durfte.

Veröffentlicht am:
21. 07. 2019
15:37 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Alexander Gerst Apollo 11 Apollo-Programm Astronautinnen und Astronauten Buzz Aldrin Donald Trump Kennedy Space Center Kongress der Vereinigten Staaten Kosmonautinnen und Kosmonauten Michael Collins Mike Pence Mondmissionen NASA Neil Armstrong Präsidenten der USA Russische Kosmonauten Weißes Haus
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Donald Trump

07.10.2020

Trump stoppt Verhandlungen über Corona-Hilfspaket per Tweet

Einen Monat vor der US-Präsidentenwahl sitzt Amtsinhaber Donald Trump twitternd im Weißen Haus. Herausforderer Joe Biden macht Wahlkampf . Klar scheint: Ein Corona-Hilfspaket wird es vor der Wahl nicht geben. » mehr

US-Nationalflagge

30.05.2020

Raumfahrer wieder von den USA aus zur ISS gestartet

Vor neun Jahren flogen zuletzt Astronauten von den USA aus zur Internationalen Raumstation, seitdem ging das nur noch über Russland. Mit einem Privatunternehmen hat es die Nasa jetzt erstmals wieder selbst getestet - und... » mehr

Fußabdruck

25.05.2019

Der Weg zum Mond: Vor 50 Jahren landeten die ersten Menschen

Die erste Mondlandung vor 50 Jahren brannte sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit ein. Ihre Ursprünge lagen weniger in der Wissenschaft als in weltpolitischen Konfrontationen. Könnte so etwas jetzt wieder pass... » mehr

Dr. Brian Garibaldi

04.10.2020

Arzt: Trump kann womöglich schon bald zurück ins Weiße Haus

Die Ärzte von US-Präsident Trump zeigen sich optimistisch: Sollte es dem Covid-Patienten weiter gut gehen, könnte er das Krankenhaus vielleicht schon wieder verlassen. Trumps Leibarzt räumt ein, dass der Zustand des Präs... » mehr

Donald Trump

03.10.2020

Krankheitsverlauf bei Trump womöglich schwerer als bekannt

Seit Freitagabend ist US-Präsident Trump wegen einer Coronavirus-Infektion im Krankenhaus. Seine Ärzte zeigen sich öffentlich «sehr zufrieden» mit den Fortschritten der Behandlung. Aus anderer Quelle kommen allerdings be... » mehr

SpaceX «Falcon 9»

31.05.2020

Raumfahrer aus USA an ISS angekommen

Vor neun Jahren flogen zuletzt Astronauten von den USA aus zur Internationalen Raumstation, seitdem ging das nur noch über Russland. Mit einem Privatunternehmen hat es die Nasa jetzt erstmals wieder selbst getestet - und... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Tödlicher Bahnunfall in Kronach Kronach

Tödlicher Bahnunfall in Kronach | 24.10.2020 Kronach
» 4 Bilder ansehen

Lastwagen-Unfall auf der B 303 bei Ebersdorf Ebersdorf

Lastwagen-Unfall auf der B 303 bei Ebersdorf | 20.10.2020 Ebersdorf
» 9 Bilder ansehen

Unfall bei Eschenau

Unfall bei Eschenau | 20.10.2020 Ebern
» 6 Bilder ansehen

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
21. 07. 2019
15:37 Uhr



^