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Brennpunkte

Umfragen: Grünen-Höhenflug hält an - Mehrheit für Neuwahl

Die Europawahl hat die Bundespolitik aufgemischt: Die Grünen liegen in Umfragen jetzt teilweise vor der Union, die SPD etwa gleichauf mit der AfD. Unter den möglichen Koalitionen gibt es eine, die kaum noch jemand will.



Grüne feiern
Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock (l.) und Fraktionschefin Katrin Göring-Eckard jubeln nach der Bekanngabe der ersten Prognose für die Europawahl. Die Grünen kletterten in einer aktuellen Umfrage auf den Rekordwert von 26 Prozent.   Foto: Kay Nietfeld

Nach ihrem Rekordergebnis bei der Europawahl setzen die Grünen ihren Höhenflug auch in den Umfragen zur Bundestagswahl ungebremst fort.

Im ARD-«Deutschlandtrend» landeten sie mit 26 Prozent (plus 6 im Vergleich zum Vormonat) erstmals auf Platz eins vor der Union mit 25 Prozent (minus 3). Auch in der jüngsten Forsa-Umfrage hatten sie die CDU/CSU vor wenigen Tagen bereits überholt. Im ZDF-«Politbarometer» der Forschungsgruppe Wahlen liegen sie mit 26 Prozent noch knapp hinter der Union mit 27 Prozent.

Die SPD sackt nach ihrer Europawahl-Pleite und dem Rücktritt von Parteichefin Andrea Nahles weiter ab. Ihr Wert sinkt im «Deutschlandtrend» um sechs Punkte auf den Tiefstwert von 12 Prozent. Damit liegt sie sogar hinter der AfD mit 13 Prozent (plus 1). Die FDP liegt unverändert bei 8 Prozent, die Linke verliert zwei Punkte und kommt auf sieben Prozent.

Im ZDF-Politbarometer sackte die SPD ebenfalls auf ein Rekordtief von 13 Prozent (minus 3 Prozentpunkte). Auf den gleichen Wert kommt die AfD. Linke und AfD erreichen je 7 Prozent.

Die Grünen hatten bei der Europawahl mit 20,5 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis bei einer bundesweiten Wahl eingefahren. SPD und Union mussten dagegen ihre bisher schlechtesten Ergebnisse hinnehmen. Am vergangenen Sonntag kündigte SPD-Partei- und -Fraktionschefin Andrea Nahles ihren Rücktritt an und brachte damit auch das schwarz-rote Bündnis ins Wanken. Die Wahlperiode läuft eigentlich noch bis 2021.

Mit der Arbeit der Bundesregierung sind laut «Deutschlandtrend» inzwischen fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) weniger oder gar nicht zufrieden. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Zufrieden oder sehr zufrieden äußerten sich nur 28 Prozent.

Angesichts der aktuellen Koalitionskrise ist nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov eine Mehrheit von 52 Prozent für ein Neuwahl des Bundestags, nur 27 Prozent plädieren für eine Fortsetzung des Bündnisses von Union und SPD.

Die sogenannte große Koalition ist der Umfrage zufolge von allen möglichen Bündnis-Optionen inzwischen diejenige, die am wenigsten gewollt wird. Nur neun Prozent der Befragten würden sich für diese Option entscheiden, wenn sie es sich aussuchen könnten. Die beliebteste Koalition ist dagegen eine aus Grünen, SPD und Linke mit 25 Prozent Zustimmung - vor «Jamaika» (Union, Grüne und FDP) mit 15 Prozent und Schwarz-Grün (Union und Grüne) mit 14 Prozent. Von den Wählern der Grünen wünschen sich sogar 54 Prozent ein Bündnis mit SPD und Linkspartei und nur 25 Prozent Schwarz-Grün.

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dpa

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Veröffentlicht am:
06. 06. 2019
18:52 Uhr

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06. 06. 2019
18:52 Uhr



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