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Umwelthilfe: Silvesterfeuerwerke außerhalb der Innenstädte

Zu Silvester in der Innenstadt böllern - oder lieber nicht? Die Deutsche Umwelthilfe denkt an die Belastung mit Feinstaub, der Deutsche Städtetag argumentiert mit der Sicherheit.



Silvesterfeuerwerk
Zum Jahreswechsel werden laut Umwelthilfe durch Feuerwerkskörper in wenigen Stunden 5000 Tonnen Feinstaub freigesetzt.   Foto: Carmen Jaspersen

Die Deutsche Umwelthilfe warnt vor einer hohen Feinstaubbelastung zu Silvester und fordert eine Verlegung von Feuerwerken aus belasteten Innenstädten.

«Wir möchten eine Verschiebung der Feuerwerksaktivitäten raus aus der Innenstadt», sagte der Geschäftsführer der Umwelthilfe, Jürgen Resch, laut einer Mitteilung. «Entweder auf Flächen am Stadtrand, wo die Menschen ihre Feuerwerkskörper abfeuern können oder noch besser ein professionelles Feuerwerk außerhalb sensibler Zonen, an dem sich alle erfreuen können und welches kaum Feinstaub erzeugt.»

Der Deutsche Städtetag wies die Forderung zurück, Feuerwerk in belasteten Innenstädten zu stoppen. Es sei zwar richtig, dass Umwelt und Gesundheit von Feuerwerk «in einem gewissen Umfang belastet» würden. «Daraus die Forderung abzuleiten, Silvesterfeuerwerk an den Stadtrand zu verlagern, geht mir jedoch zu weit», sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, dem «Handelsblatt». Anders sehe es bei einem Stopp für Feuerwerk aus Sicherheitsgründen aus. «Einige Städte untersagen das Abfeuern von Feuerwerk und Raketen in bestimmten Teilen der Innenstädte, um die Sicherheit der feiernden Menschen zu erhöhen», sagte Dedy dem Blatt.

Zum Jahreswechsel werden laut Umwelthilfe durch Feuerwerkskörper in wenigen Stunden 5000 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Dies entspricht etwa 17 Prozent der jährlich im Straßenverkehr entstehenden Feinstaubmenge. Zugleich fordert die Umwelthilfe Verbote für Silvesterböller und mit Schwarzpulver angetriebene Raketen, die für die «extremen Feinstaubwerte», aber auch viele Brände und Verletzungen verantwortlich seien. Dies sei im Ausland häufig bereits Praxis, aber erst in wenigen deutschen Städten.

Die Umwelthilfe spielt besonders in der Dieselkrise eine große Rolle. Sie hat mit Klagen vor mehreren Gerichten Fahrverbote für ältere Dieselautos in Großstädten erwirkt. Dabei geht es aber vor allem um den Ausstoß von gesundheitsschädlichen Stickoxiden durch Dieselabgase.

Feinstaub-Partikel können laut Umweltbundesamt bis in die Lunge gelangen und in den Blutkreislauf eindringen. Sie können Entzündungen der Atemwege hervorrufen, außerdem Thrombosen und Herzstörungen. Der Feinstaub-Ausstoß ist in Deutschland seit Mitte der 1980er Jahre deutlich gesunken. Städte haben Umweltzonen eingerichtet, um ihre Feinstaubwerte zu senken. Der Grenzwert für Feinstaub für das Tagesmittel von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter darf an insgesamt 35 Tagen im Jahr überschritten werden.

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dpa

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21. 12. 2018
21:08 Uhr

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21. 12. 2018
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