Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

Computer

Weltwirtschaftsforum: Digitaler Welt droht Vertrauenskrise

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat in einem neuen Report dringenden Handlungsbedarf für die weitere Entwicklung der digitalen Welt angemahnt.



Digital-Gipfel
Angst vor der digitalen Zukunft? Viele Menschen habe sie.   Foto: Carmen Jaspersen

Es gehe darum, eine vertrauensvolle, nachhaltige und für alle zugängliche digitale Welt sicherzustellen, heißt es. Andernfalls drohe eine ernste Krise. «Die digitale Welt ist wie unsere natürliche Welt», sagte Derek O'Halloran vom WEF. «Wir alle - Regierungen, Unternehmen und Individuen - haben die Pflicht sicherzustellen, dass sie sauber, sicher und gesund bleibt.»

Dem Report zufolge hat sich das Wachstum von verfügbaren Internet-Zugängen weltweit deutlich abgeschwächt - von 19 Prozent im Jahr 2007 auf nur noch 6 Prozent Zuwachs 2017. Zugleich sei allerdings erstmals die Marke von 50 Prozent der Weltbevölkerung erreicht, die Zugang zum Netz haben. Um den digitalen Graben zu schließen, seien aber mehr Investitionen nötig, so die Verfasser des Reports. Dabei gehe es nicht nur um den einfachen Zugang, sondern auch um die Verbesserung der Akzeptanz.

Einer Milliarde Menschen fehle derzeit eine formale Identität, mit der sie sich im Netz ausweisen könnten. Damit seien sie von der wachsenden digitalen Wirtschaft komplett ausgeschlossen, deren Wert bis 2022 auf rund 60 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts geschätzt wird. Gute und sichere Identitäts-Lösungen seien ein Schlüssel dafür, um den digitalen Graben zu schließen und die Rechte der Menschen in der Gesellschaft zu sichern.

Cyber-Attacken verursachen demnach der globalen Wirtschaft jährlich einen Schaden in Höhe von bis zu 400 Milliarden Dollar. Mehr als 4,5 Milliarden Datensätze seien allein in der ersten Hälfte des Jahres von Schadsoftware kompromittiert worden, 2017 seien es demnach im ganzen Jahr noch 2,7 Milliarden Daten gewesen. Zugleich würden Unternehmen in diesem Jahr voraussichtlich 1,2 Billionen Dollar für die digitale Transformation investieren. Nur 45 Prozent der Weltbevölkerung geht allerdings davon aus, dass neue Technologien ihr Leben verbessern werden.

Dabei wachse die Menge an anfallenden Daten exponentiell. Bis 2020 erwartet das Forum weltweit mehr als 20 Milliarden verbundene Geräte. Noch sei jedoch nicht geklärt, ob die Daten die neue Währung für Unternehmen werden oder ein gesellschaftliches Gut, das besser geschützt werden müsse. Es bedürfe Anstrengungen und weiterer Innovationen, damit Gesellschaften von den Daten profitierten und zugleich ihre Privatsphäre geschützt werde.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 12. 2018
10:05 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Daten und Datentechnik Digitaltechnik Vertrauenskrisen Weltbevölkerung Weltwirtschaftsforum
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Tim Berners-Lee

25.11.2019

Internet-Forum der UN fordert «Internet als Menschenrecht»

Das Internet ermöglicht unzähligen Menschen den Zugang zu Informationen und Dienstleistungen. Allerdings sind die Segnungen des Netzes auf dem Globus sehr unterschiedlich verteilt. Ein Forum der Vereinten Nationen adress... » mehr

Handschlag mit der KI

12.11.2019

Experte: Deutschland bei KI unter Zugzwang

Deutschland steht nach Einschätzung eines Experten «nur noch ein kleines Zeitfenster von zwei bis drei Jahren» zur Verfügung, um sich bei Künstlicher Intelligenz eine weltweit führende Position aufzubauen. » mehr

Tim Cook

05.06.2019

Apple setzt voll auf Datenschutz und riskiert mächtig Ärger

Vor Jahren wirkte Apple-Chef Tim Cook mit seinen Plädoyers für den Datenschutz noch wie ein einsamer Rufer in der Wüste. Doch inzwischen erklärt auch die Konkurrenz die Privatsphäre zum Menschenrecht. Auf der Konferenz W... » mehr

Mädchen mit Smartphone

28.05.2019

Umfrage: Smartphones für Kinder selbstverständlich

Smartphones sind fester Bestandteil des Alltags von Kindern. Und die ersten Schritte im Internet machen viele Kinder einer Umfrage zufolge bereits im Alter von 6 bis 7 Jahren. Höchste Zeit für die Vermittlung von Medienk... » mehr

Facebook

30.04.2019

Facebook könnte 2070 mehr Tote als lebende Nutzer haben

Bei Facebook könnten bis 2070 mehr tote als lebende Nutzer registriert sein. Das geht aus einer Studie des Oxford Internet Institute in Großbritannien hervor, deren Ergebnisse am Wochenende veröffentlicht wurden. » mehr

Australien gegen Internetgiganten

vor 18 Stunden

Australien sagt Internetgiganten den Kampf an

Mit umfassenden Medienreformen will Australien Internetgiganten wie Facebook und Google stärker regulieren. Wie die Regierung mitteilte, sollen die Reformen fairen Wettbewerb fördern, mehr Transparenz schaffen und Nutzer... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Unfall auf der B 303 Ebersdorf

Unfall auf der B 303 | 12.12.2019 Ebersdorf
» 7 Bilder ansehen

Brand in Kronach

Brand in Kronach | 12.12.2019 Kronach
» 8 Bilder ansehen

FRG Ebern wird Fair-Trade-Schule Ebern

FRG Ebern wird Fair-Trade-Schule | 11.12.2019 Ebern
» 10 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 12. 2018
10:05 Uhr



^