Lade Login-Box.
Topthemen: BlitzerwarnerGlobe-TheaterStromtrasseHSC 2000 Coburg

Computer

Beiträge jetzt länger in öffentlich-rechtlichen Mediatheken

An diesem Mittwoch tritt ein neuer Rundfunkstaatsvertrag in Kraft. Er bringt einige Fortschritte mit sich, heißt es aus zuständiger Stelle.



ARD und ZDF
Beiträge in denöffentlich-rechtlichen Mediatheken werden künftig länger abrufbar sein.   Foto: Rolf Vennenbernd

Der an diesem Mittwoch in Kraft tretende neue Rundfunkstaatsvertrag bringt nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Medienstaatssekretärin Heike Raab (SPD) Vorteile sowohl für Mediennutzer als auch für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Zeitungsverlage.

In dem neuen Vertrag wird beispielsweise geregelt, dass Beiträge in den Mediatheken künftig länger abrufbar sein dürfen. Bislang habe nach sieben Tagen alles gelöscht werden müssen, das ändere sich nun. «Es ist ein Riesenschatz, den der öffentlich-rechtliche Rundfunk in den Mediatheken den Fernsehzuschauerinnen und Fernsehzuschauern und Hörerinnen und Hörern zur Verfügung stellt», sagte Raab der Deutschen Presse-Agentur. Sie spricht als Medienstaatssekretärin von Rheinland-Pfalz für das Bundesland, das bei der Rundfunkkommission den Vorsitz hat.

Mit dem neuen Vertrag würden etwa in den Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen «Previews» möglich - damit beispielsweise vorab schon Serien angeschaut werden könnten - «so wie das die großen US-Plattformanbieter heute schon tun», sagte Raab. «Das muss auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk tun können.»

Ein großer Fortschritt ist Raab zufolge außerdem die neue Schlichtungsstelle, die Konflikte zwischen Verlegern und Sendern außergerichtlich beilegen soll. Raab sprach in dem Zusammenhang von einer «Ausbalancierung der Dualität zwischen den Öffentlich-Rechtlichen und den Privaten». In der Onlinewelt konkurrieren alle Medienvertreter miteinander - «die schreibende Zunft und die audiovisuellen Medien», sagte Raab.

In der Vergangenheit habe es Konfliktfälle gegeben, Verleger hätten öffentlich-rechtlichen Anstalten vorgeworfen, dass Angebote im Netz wie eine gedruckte Zeitung daherkommen. Nun sei geregelt, dass öffentlich-rechtliche Online-Angebote nicht presseähnlich sein dürften und es einen Bezug zur Aktualität oder einer Sendung brauche.

«Weil es in den vergangenen Jahren Streitfälle gab, die alle vor den deutschen Gerichten ausgetragen worden sind und unglaublich langwierig waren, haben wir uns darauf geeinigt, dass es eine Schlichtungsstelle geben soll», sagte Raab. Konkret gebe es eine, wenn die ARD betroffen sei, und eine, sofern es um das ZDF gehe.

In beiden sitzen Stellen Raab zufolge der Vorstandschef von Axel Springer, Mathias Döpfner, als Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), ein BDZV-Vizepräsident sowie ein Vertreter des jeweils von dem Streitfall betroffenen Verlages.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
30. 04. 2019
16:25 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
ARD Axel Caesar Springer Deutsche Presseagentur Heike Raab Mathias Döpfner Rundfunk Rundfunkstaatsvertrag SPD Verleger ZDF Zeitungen Zeitungsverlage Zeitungsverleger
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Gabor Steingart

07.05.2019

Springer steigt bei Medien-Startup von Gabor Steingart ein

Mit seinem Newsletter und seinem Podcast erreicht Gabor Steingart zehntausende Nutzer. Jetzt baut der Journalist mit Hilfe des Springer-Konzerns sein Angebot aus. Herzstück soll ein Schiff werden. » mehr

Löschzentrum von Facebook

02.04.2019

Facebook fördert Abo-Modelle bei deutschen Verlagen

Facebook hat ein Förderprogramm aufgelegt, um die Weiterentwicklung digitaler Bezahlmodelle bei Verlagen in Deutschland voranzutreiben. » mehr

Palantir-Chef Karp im Interview

23.01.2019

Palantir-Chef verteidigt Arbeit für Sicherheitsbehörden

Palantir ist ein geheimnisumwobenes und heftig umstrittenes Start-up. Unter den Nutzern ihrer Datenanalyse-Software sind US-Geheimdienste wie CIA und NSA - aber auch die hessische Polizei. Mitgründer und Chef Alexander K... » mehr

Valdo Lehari jr.

08.09.2018

Zeitungsverleger: Wollen mit Google auf Augenhöhe kommen

Seit Jahren dringen die Verleger auf eine Reform des EU-Urheberrechts. Sie wollen mit Konzernen wie Google auf Augenhöhe verhandeln. Dafür wäre aus ihrer Sicht aber die Einführung eines so bezeichneten Leistungsschutzrec... » mehr

Telekomzentrale in Bonn

12.08.2019

Mobilfunk-Unternehmen starten Login-Dienst Mobile Connect

Die führenden Mobilfunk-Unternehmen in Deutschland steigen in den Wettstreit der Login-Plattformen ein. Die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica starteten den Dienst Mobile Connect, der eine Anmeldung im Netz per Mo... » mehr

Streamingdienste

16.04.2019

YouGov: Streamingdienste legen vor allem bei den Jüngeren zu

Die Nutzung von Mediatheken und Streamingdiensten ist eine Frage des Alters. Besonders für die Gruppe der sogenannten Millennials, die 18- bis 34-Jährigen, gehört es längst zum Alltag, Filme und Serien nicht mehr klassis... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Seßlacher Altstadtfest - Sonntag

Altstadtfest Seßlach - Sonntag | 18.08.2019 Seßlach
» 16 Bilder ansehen

Altstadtfest Seßlach - Samstag

Altstadtfest Seßlach - Samstag | 17.08.2019 Seßlach
» 7 Bilder ansehen

Altstadtfest Seßlach - Freitag

Altstadtfest Seßlach - Freitag | 16.08.2019 Seßlach
» 14 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
30. 04. 2019
16:25 Uhr



^