Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

Computer

Telekom: Schnelles Internet in über 30 Millionen Haushalte

Für ihre Breitbandstrategie wird die Deutsche Telekom häufig kritisiert. Deutschland-Chef Wössner hingegen sieht deutliche Fortschritte und verteidigt das Vorgehen des Unternehmens.



Glasfaserkabel
Wichtig für schnelles Internet: Leerrohre für Glasfaserleitungen liegen an einer Baugrube.   Foto: Julian Stratenschulte

Die Deutsche Telekom hat eine positive Bilanz ihrer umstrittenen Breitbandstrategie gezogen. «Wir können in den kommenden Tagen 30 Millionen Telekom-Anschlüsse für das Highspeed-Zeitalter öffnen», sagte der Deutschland-Chef der Telekom, Dirk Wössner, in einer Telefonkonferenz.

In diesen Haushalten könne die Telekom Spitzengeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde bis 250 MBit/s anbieten. Davon seien 1,1 Millionen Haushalte mit Glasfaserkabel bis ins Haus an das Netz angeschlossen.

Möglich geworden sei der Fortschritt nur durch eine massive Investition in den Glasfaserausbau. «Es wird zwar immer noch viel von der alter Kupferleitung gesprochen, aber de facto investieren wir im Wesentlichen in den Ausbau von Glasfaser.» Wössner bezieht sich mit dieser Bemerkung auf die häufig kritisierte Tatsache, dass die Mehrzahl der Telekomanschlüsse auf der «letzten Meile» vom Schaltkasten am Straßenrand bis zur Wohnung noch die vorhandenen Telefonkabel nutzen. Die Übertragung auf den Kupferkabeln wird mit den technischen Verfahren des Vectoring und Supervectoring optimiert. Der Verteilerkasten am Straßenrand ist in der Regel mit Glasfaser ans Netz angeschlossen.

Hätte man das Geld allein in einen direkten Glasfaser-Anschluss der Haushalte (FTTH) gesteckt, hätte man nur zehn bis 20 Prozent der 30 Millionen Haushalte mit einem schnellen Internet versorgen können, betonte Wössner. Mit Supervectoring, das die Telekom vor einem Jahr gestartet habe, erreiche man Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 250 MBit/s. «Aktuell können wir diese Geschwindigkeiten an rund 23 Millionen Haushalten realisieren.» Ende dieses Jahres sollen es 27 bis 28 Millionen Haushalte sein.

Wössner räumte ein, dass es sich beim Supervectoring um eine Brückentechnologie handele. «Dort, wo wir neu bauen, verlegen wir Glasfaser bis in die Wohnung oder ans Gebäude.» Um den Ausbau der Glasfaser-Verbindungen voranzutreiben, müssten sich allerdings Rahmenbedingungen ändern. So sollten die Leitungen nicht zwangsweise im klassischen Tiefbau verlegt werden, der sehr teuer sei, sondern auch oberirdisch. Im klassischen Tiefbau seien im bundesweiten Durchschnitt Kosten von rund 70.000 Euro pro Kilometer Glasfaser die Regel.

«Wir könnten vorhandene Masten nutzen. Also Masten, die bereits stehen, aufrüsten und ertüchtigen. Andere Länder machen dies konsequent», sagte Wössner. Wenn man die Kabel unterirdisch verlege, könnten auch preiswertere Verfahren zum Einsatz kommen, wie das sogenannte Trenching. Dabei werden schmale Gräben oder Schlitze in den Boden oder Asphalt gefräst, die längst nicht so tief sind wie der klassische Tiefbau für Strom- oder Abwasserleitungen.

Verbesserungsbedarf sieht Wössner auch bei der Vernetzung der Wohnungen. Mit modernen Maschen-Netzwerken («Mesh») könne die hohe Bandbreite auch wirklich in jedem Winkel der Wohnung ankommen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
22. 08. 2019
16:32 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Deutsche Telekom AG Gebäude Masten Technik Tiefbau
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Breitbandausbau

09.10.2019

Ausbau sehr schneller Internet-Anschlüsse kommt voran

Wie schnell ist mein Internet? Diese Frage wird in Anbetracht rasant steigender Datenmassen wichtiger. Die gute Nachricht: Im Schnitt wird es schneller. Doch die Nachfrage nach Highspeed zieht nur langsam an. » mehr

Sonys neue Playstation

12.06.2020

Sony enthüllt Aussehen der Playstation 5

Seit Monaten hat Sony häppchenweise Informationen über die mit Spannung erwartete Playstation 5 preisgegeben. Jetzt weiß man schließlich auch, wie sie aussehen wird. Nicht allen gefiel es - Sony schlug im Netz einiges an... » mehr

Funkloch

19.11.2019

Bitkom veröffentlicht interaktive Funkloch-Karte

Deutschland ist immer noch mit Funklöchern übersäht. Wo es aktuell beim Ausbau besonders hakt, lässt sich jetzt auf einer interaktiven Karte einsehen. Der Digitalverband Bitkom will damit deutlich machen, woran die schle... » mehr

Corona Warn-App

05.06.2020

Warn-App: Positiv Getestete können sich über Hotline melden

Anwender der künftigen Corona-Warn-App können auch über eine Telefonhotline ihren Infektionsstatus in der App aktualisieren, wenn sie positiv getestet wurden. » mehr

Apple

29.05.2020

Apple kauft kanadisches Daten-Start-up Inductiv

Apple will seine Sprachassistentin Siri mit einem Zukauf verbessern. Der iPhone-Konzern übernahm das kanadische Start-up Inductiv, das sich auf Technologie zum maschinellen Lernen spezialisiert, wie ein Sprecher bestätig... » mehr

Google-Rechenzentrum

22.04.2020

Google reduziert CO2-Emissionen mit Künstlicher Intelligenz

Google hat eine Technologie vorgestellt, um den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid seiner Rechenzentren weiter zu verringern. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Großbrand in Tettau auf Bauernhof

Großbrand auf Tettauer Bauernhof | 09.08.2020 Tettau
» 50 Bilder ansehen

Muggendorfer Gebirgslauf

Muggendorfer Gebirgslauf | 05.08.2020
» 24 Bilder ansehen

Der Coburger Bahnhof der Zukunft Coburg

Der Coburger Bahnhof der Zukunft | 03.08.2020 Coburg
» 21 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
22. 08. 2019
16:32 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.