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Slack-Aktie bricht nach Quartalszahlen ein

Der Online-Dienst Slack wurde bereits zu den möglichen Gewinnern der Coronavirus-Krise gezählt, weil Beschäftigte von Unternehmen mehr über das Internet arbeiten. Umso härter reagiert nun die Börse, als die Hoffnungen beim jüngsten Quartalsbericht nicht aufgingen.



Slack
Der Büro-Chatdienst Slack hat die Anleger mit seiner Prognose für das anstehende Geschäft so stark enttäuscht, dass die Firma zeitweise rund ein Fünftel ihres Werts verlor.   Foto: Fabian Sommer/dpa

Der Büro-Chatdienst Slack hat die Anleger mit seiner Prognose für das anstehende Geschäft so stark enttäuscht, dass die Firma zeitweise ein Fünftel ihres Werts verlor.

Im vorbörslichen US-Handel am Donnerstag verbesserte sich die Stimmung etwas, und die Aktie verzeichnete noch ein Minus von rund zwölf Prozent.

Slack hatte mit den Zahlen für das Ende Januar abgeschlossene vergangene Geschäftsquartal zwar die Schätzungen der Analysten übertroffen, aber mit der Umsatzprognose für das laufende Vierteljahr die Erwartungen verfehlt.

Dabei wurde Slack bereits unter den potenziellen Profiteuren der Coronavirus-Krise gesehen, da Unternehmen mehr Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten lassen und auf Dienstreisen verzichten. Unter anderem Videokonferenz-Dienste wie Zoom verzeichnen dadurch einen Nachfrageschub. Allerdings musste auch Zoom zuletzt einräumen, es sei unsicher, inwieweit das dauerhaft zahlende Kunden bringen werde.

Ähnlich äußerte sich auch Slack-Chef Stewart Butterfield. Der Dienst werde zwar stärker genutzt, sagte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Zugleich zeigte er sich vorsichtig: «Zu diesem Zeitpunkt haben wir noch keine klare Vorstellung von den Folgen des ökonomischen Umfelds auf unser Geschäft.» Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass Slack «mit dem richtigen Produkt zur richtigen Zeit» auf dem Markt sei.

In seinem vierten Geschäftsquartal steigerte Slack den Umsatz im Jahresvergleich um 49 Prozent auf knapp 182 Millionen US-Dollar (163,04 Mio Euro). Die Firma habe inzwischen 70 Kunden, die mehr als eine Million Dollar pro Jahr ausgeben, bei 893 seien es mehr als 100 000 Dollar. Slack ist in einer Grundversion mit eingeschränkten Funktionen kostenlos. Der Jahresumsatz erreichte 630,4 Millionen Dollar, ein Plus von 57 Prozent.

Für das laufende Vierteljahr rechnet Slack mit einem Umsatz zwischen 185 und 188 Millionen Dollar, was einem Plus von 37 bis 39 Prozent entsprechen würde. Analysten hatten mehr als 188 Millionen Dollar erwartet. Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Slack einen Umsatzzuwachs von bis zu 37 Prozent auf bis zu 862 Millionen Dollar.

Im abgelaufenen Quartal fiel der Verlust mit 89 Millionen Dollar mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor aus. Für das gesamte Geschäftsjahr standen rote Zahlen von 571 Millionen Dollar in der Bilanz, im Jahr davor hatte es einen Verlust von 140,7 Millionen Dollar gegeben.

Die Slack-Aktie war im Juni vergangenen Jahres mit einem Preis von mehr als 38 Dollar an der Börse gestartet. Im nachbörslichen Handel am Donnerstag fiel der Preis bis auf 17,22 Dollar.

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dpa

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Veröffentlicht am:
13. 03. 2020
13:08 Uhr

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