Lade Login-Box.
Topthemen: Loewe-InsolvenzNP-FirmenlaufGlobe-TheaterMordfall OttingerHSC 2000 CoburgStromtrasse

Topthemen

Hurrikan «Michael» hinterlässt «unglaubliche Zerstörung»

«Michael» ist der stärkste Hurrikan gewesen, der diesen Teil Floridas seit Beginn der Aufzeichnungen heimgesucht hat. Das ganze Ausmaß der Verwüstung ist am Tag danach noch nicht abzusehen - klar ist aber, dass der Sturm verheerende Schäden angerichtet hat.



Hurrikan «Michael»
Beschädigte Boote und Trümmer liegen im Yachthafen von Port St. Joe.   Foto: Douglas R. Clifford/Tampa Bay Times/AP

Hurrikan «Michael» hat im US-Bundesstaat Florida eine Schneise der Verwüstung geschlagen und zahlreiche Menschen verletzt. «Es gibt unglaubliche Zerstörung», sagte Floridas Gouverneur Rick Scott am Donnerstag dem Sender CNN.

«Wir haben viele Verletzte.» CNN berichtete, der Sturm habe in Florida und dem benachbarten Bundesstaat Georgia zwei Menschenleben gekostet, darunter das eines Kindes. Scott machte zunächst keine Angaben zu Toten, sagte aber: «Meine größte Sorge wäre der Verlust von Leben.»

Befürchtet wurde, dass Rettungskräfte in den Trümmern noch Tote finden könnten. Der Sturm hatte unerwartet schnell an Stärke gewonnen, viele Menschen hatten sich nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Scott sagte, Rettungskräfte hätten die ganze Nacht gearbeitet und würden so bald wie möglich alle Betroffenen erreichen.

«Michael» war nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes der stärkste Hurrikan, der die Florida-Panhandle seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1851 getroffen hat. Als Panhandle (Landzipfel oder Pfannenstiel) wird der Teil Floridas nordwestlich der Halbinsel bezeichnet, wo der Hurrikan der Kategorie vier am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern auf Land gestoßen war. Er lag damit nur zwei Stundenkilometer unter der höchsten Kategorie fünf. Das Nationale Hurrikan-Zentrum hatte vor meterhohen Sturmfluten gewarnt.

CNN berichtete unter Berufung auf die Behörden, in Florida sei ein Mann ums Leben gekommen, als ein Baum in sein Haus gestürzt sei. In Georgia sei ein elf Jahre altes Mädchen gestorben, als ein Carport von dem Sturm in die Luft gehoben wurde und durch ein Dach stürzte.

Scott rief die Menschen dazu auf, weiterhin nicht ihre Häuser zu verlassen. «Sie haben diesen unglaublichen Sturm überlebt. Bleiben Sie sicher. Gehen Sie nicht hinaus, wenn Sie nicht müssen.» Überlandleitungen seien zerstört worden, Bäume seien umgestürzt. Scott fügte mit Blick auf die schweren Sturmschäden hinzu: «Ich wünschte nur, das wäre nie geschehen.»

Der Gouverneur sagte, rund 360 000 Haushalte, Büros und Geschäfte seien ohne Elektrizität. Floridas Katastrophenschutzbehörde Sert teilte mit, alleine im Bezirk Bay - wo der Hurrikan am Mittwoch auf Land getroffen war - sei bei fast 115 000 der 117 625 Anschlüssen der Strom ausgefallen. Im benachbarten kleineren Bezirk Calhoun verfügte am Donnerstagmorgen kein einziger Anschluss mehr über Elektrizität.

«Michael» war am Mittwochmittag in der Nähe des Ortes Mexico Beach auf Land getroffen. Auf Fernsehbildern, die CNN von einem Helikopter aus aufnahm, war großflächige Zerstörung in Mexico Beach zu sehen. Floridas Senator Marco Rubio schrieb auf Twitter, ihm sei gesagt worden: «Mexico Beach ist weg.»

Der Abgeordnete Neal Dunn sagte CNN aus der nahe gelegenen Stadt Panama City: «Es sieht so aus, als wäre in jedem einzelnen Block eine Bombe hochgegangen.» Am Morgen nach dem Sturm bot sich ein chaotisches Bild: Häuser, Autos, Boote, Bäume und Möbel hatte der Sturm offensichtlich durcheinandergewirbelt. Betroffene Menschen standen fassungslos vor den Trümmern.

Auf seinem Weg nach Nordosten schwächte sich «Michael» ab und wurde zu einen tropischen Sturm herabgestuft. Der Sturm zog am Donnerstag weiter über die Bundesstaaten Georgia sowie South Carolina. Das Nationale Hurrikanzentrum warnte vor Sturmfluten in Teilen North Carolinas. Erst Mitte September hatte Tropensturm «Florence» die Südostküste der USA getroffen und vor allem in North und South Carolina schwere Überschwemmungen verursacht. Mehrere Dutzend Menschen kamen durch «Florence» und die Folgen des Sturms ums Leben.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 10. 2018
17:12 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
CNN Deutsche Presseagentur Donald Trump Gouverneure Hurricans Hurrikanzentren Marco Rubio Polizei Stromtechnik Sturmfluten Trümmerteile Twitter Verwüstung Zerstörung
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Park in New Bern unter Wasser

14.09.2018

«Florence» und die Angst vor den Wassermassen

«Florence» trifft auf North Carolina und wütet heftig. Straßen werden überflutet, Haushalte sind ohne Strom. Das öffentliche Leben steht vielerorts still - aber nicht überall. » mehr

Briefing

15.09.2018

Trump, der Krisenmanager?

Sturm «Florence» setzt die US-Südostküste unter Wasser. Präsident Trump bemüht sich, als Herr über die Krise aufzutreten. Dabei scheint ihn ein längst vergangener Hurrikan noch mehr zu beschäftigen. » mehr

Boeing

14.03.2019

Nach 737-Absturz: Auswertung der Flugschreiber kann beginnen

Wieso ist die Boeing in Äthiopien abgestürzt? Lag es am gleichen Problem wie bei dem Crash in Indonesien? Die US-Luftfahrtbehörde spricht jetzt von Ähnlichkeiten bei den Unglücken. Französische Experten nehmen sich nun d... » mehr

Notre-Dame

16.04.2019

Notre-Dame hütet viele Schätze

Dramatische Stunden in Paris - ein Flammenmeer verwüstet die Kathedrale Notre-Dame. Dank beherzter Helfer können Schätze unermesslichen Wertes in Sicherheit gebracht werden. » mehr

Trümmer

12.03.2019

EU-Luftraum für Boeing 737 Max 8 nach Absturz gesperrt

Nach zwei tödlichen Flugzeugabstürzen innerhalb weniger Monate wird Boeings 737-Max-Serie vom Verkaufsschlager zum Krisenfall. Der Luftraum über Europa ist für die Maschinen ab sofort gesperrt. Auch weltweit ziehen Airli... » mehr

Kim Jong Un und Trump

27.02.2019

Was bringt das Spitzentreffen in Vietnam?

Der erste Gipfel von US-Präsident Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim endete mit einer schwammigen Erklärung. Bringt das zweite Gipfeltreffen nun konkrete Ergebnisse - oder sogar eine Aussicht auf Frieden? » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Mittelaltermarkt Ebern

Mittelaltermarkt Ebern | 16.06.2019 Ebern
» 22 Bilder ansehen

Eröffnung Albertsbeach

Eröffnung Albertsbeach | 15.06.2019 Coburg
» 17 Bilder ansehen

Kevin Kravietz: Empfang in Ahorn Ahorn

Kevin Kravietz: Empfang in Ahorn | 13.06.2019 Ahorn
» 21 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 10. 2018
17:12 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".