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Migranten-Karawane aus Mittelamerika stoppt im Süden Mexikos

Rund 80 Kilometer ist der Großteil von ihnen von der Grenze zwischen Mexiko und Guatemala bis in die Stadt Huixtla gelaufen, dort legen sie eine Pause ein. Die Migranten aus Mittelamerika wollen trotz Drohungen aus Washington ihren Weg nach Norden fortsetzen.



Mittelamerikanische Migranten auf dem Weg in die USA
Migranten aus Mittelamerika, darunter viele Frauen und Kinder, setzen bie Ciudad de México den Marsch in Richtung USA fort.   Foto: Arturo Monroy/NOTIMEX » zu den Bildern

Auf ihrem Weg Richtung US-Grenze haben Tausende Migranten aus Mittelamerika einen Stopp in der südmexikanischen Stadt Huixtla eingelegt. Die Frauen, Männer und Kinder versammelten sich am Dienstag auf dem Hauptplatz der Stadt.

Die Gruppe werde den Tag in der Stadt im Bundesstaat Chiapas bleiben, um neue Kräfte für den Marsch zu schöpfen, teilten mehrere Sprecher der sogenannten Migranten-Karawane der Deutschen Presse-Agentur mit. Von Huixtla aus sind es noch mehr als 1000 Kilometer bis in die Hauptstadt Mexiko-Stadt und weitere rund 2700 Kilometer nach Tijuana an der Grenze zu den USA.

Die Gruppe hatte Huixtla in der Nacht zum Dienstag erreicht und unter freiem Himmel geschlafen. Es sei geplant, am Mittwoch in Richtung der rund 40 Kilometer entfernten Gemeinde Mapastepec aufzubrechen, hieß es. Die Gesamtzahl der Migranten war nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR unklar, weil der Marsch sich inzwischen in verschiedene Ströme geteilt habe. Nach Schätzungen seien es bis zu 7000 Menschen.

Vielen der Migranten sind nach Überzeugung des UNHCR asylberechtigt. «Menschen, die vor Verfolgung und Gewalt fliehen, müssen die Chance haben, Asyl zu beantragen», sagte UNHCR-Sprecher Adrian Edwards in Genf. Das UNHCR konzentriere sich zurzeit auf den Süden Mexikos und habe bislang keine besonderen Vorkehrungen für die Region nahe der US-Grenze getroffen. Einige Menschen seien inzwischen zurückgekehrt, andere hätten in Mexiko Asyl beantragt.

Das UNHCR hatte keine Hinweise darauf, dass unter den Menschen - wie von US-Präsident Donald Trump behauptet - auch Leute aus dem Nahen Osten sind. Bislang seien auf der Route nach bisherigen Erkenntnissen überwiegend Menschen aus Honduras und Guatemala unterwegs. Sie fliehen vor der schlechten Wirtschaftslage in ihren Heimatländern und vor der grassierenden Kriminalität, für die maßgeblich Jugendbanden verantwortlich sind, die sogenannten Maras. Die meisten Migranten wollen in die USA.

US-Präsident Donald Trump hatte den Marsch zuvor erneut als Attacke auf die Vereinigten Staaten bezeichnet. «Wir können nicht zulassen, dass so etwas mit unserem Land passiert», sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) bei einer Wahlkampfveranstaltung in Houston im US-Bundesstaat Texas. «Das ist ein Angriff auf unser Land.»

Trump warnte: «Illegale Einwanderung wird unser Land zugrunde richten.» Unter dem Jubel seiner Anhänger fügte der US-Präsident hinzu, «die kriminellen Drogenhändler, Raubtiere und Terroristen» dürften keinesfalls amerikanischen Boden betreten. Zuvor hatte Trump auf Twitter geschrieben, auch Unbekannte aus dem Nahen Osten hätten sich unter die Migranten gemischt. Belege für seine Behauptungen lieferte er nicht.

Trump schrieb auf Twitter, Polizei und Streitkräfte in Mexiko seien leider nicht imstande, die Menschen zu stoppen. Er habe daher den US-Grenzschutz und das Militär alarmiert, weil es sich hierbei um einen nationalen Notstand handele. Was daraus folgen könnte, sagte er zunächst nicht. Auf die Frage, wie viele Soldaten er zur Grenze zu schicken bereit sei, sagte Trump der Zeitung «USA Today»: «So viele wie nötig.»

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dpa

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Veröffentlicht am:
23. 10. 2018
17:15 Uhr

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dpa

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23. 10. 2018
17:15 Uhr



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